Das Schwarze Auge: Blackguards - PC

Rundenstrategie  |  Release: 24. Januar 2014  |   Publisher: Daedalic Entertainment
Seite 1 2   Fazit

Das Schwarze Auge: Blackguards in der Vorschau

Ein Abenteuer zum Nachdenken

In der Vorschau zu Daedalics erstem Rollenspiel DSA: Blackguards finden wir heraus, dass sich Abenteuer auch rundenweise erzählen lassen.

Von Heiko Klinge |

Datum: 19.05.2013


Zum Thema » DSA: Blackguards GameStar TV zum Spiel (Premium) » DSA: Blackguards Galerie mit Artworks » DSA: Schicksalsklinge Vorschau zum Remake » DSA: Demonicon Vorschau-Video ansehen Blackguards ab 15,75 € bei Amazon.de Es ist der erste Tag der Game Developers Conference in San Francisco. Und Kai Fiebig, Executive Producer bei den Geschichtenerzählern von Daedalic, ist jetzt schon heiser. Kein Wunder, denn Das Schwarze Auge: Blackguards ist ein erklärungsbedürftiges Spiel. Es erinnert auf den ersten Blick frappierend an Fantasy-Strategietitel wie Heroes of Might & Magic oder King's Bounty , ist aber ein ebenso komplexes wie story-lastiges Rollenspiel. Nur dass Blackguards den Großteil seiner Geschichte auf Hexfeld-Karten erzählt. Das Ganze mit den Regeln und in der Welt des urdeutschen »Pen & Paper«-Rollenspiels Das Schwarze Auge. So, und das verklickern Sie jetzt mal einem amerikanischen Games-Journalisten.

Daedalic und Kai Fiebig versuchen es, indem sie ihr neues Baby als »Turn-based RPG« bezeichnen. Und das trifft es eigentlich ganz gut. Gleich nach dem Intro erwacht unser Held mit einem Brummschädel und Gedächtnisverlust in einer düsteren Waldlichtung. Vor ihm liegt die Leiche einer schönen Frau, die wiederum gerade als Zwischenmahlzeit für einen offensichtlich ziemlich hungrigen Wolf dient. Klassische Rollenspielkost also, dieses Mal aber eben serviert auf Hexfeldern. Entsprechend betrachten wir die frei dreh- und zoombare Lichtung standardmäßig von schräg oben und knüppeln den Wolf nicht in Echtzeit sondern rundenweise aus seinem Pelz.

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Das Schwarze Auge: Blackguards - »Untold Legends«

Daedalic hat sage und schreibe 197 unterschiedliche Hexfeld-Karten gebaut, über die wir uns im Lauf der auf rund 40 Spielstunden ausgelegten Geschichte kämpfen, reden (!) und rätseln (!!). »Jedes unserer Schlachtfelder ist von Hand gebaut, erzählt seine eigenen Geschichten und stellt dich vor andere Herausforderungen«, so Kai Fiebig. Vor allem aber sind die Hexfeld-Areale keine leblosen Areale, sondern sollen es uns ermöglichen, taktisch mit der Umgebung zu spielen - im wahrsten Sinne des Wortes. Fässer können wir nicht nur zerstören, sondern auch bewegen, Spinnenweben lassen sich verbrennen, Grabsteine spenden Schutz vor Fernkampfangriffen und Kronleuchter sausen auf unsere Feinde herab, wenn wir die Aufhängung zerstören.

Das Schwarze Auge: Blackguards : In einer weitläufigen Höhle bekämpfen wir Riesenspinnen, die über die Abgründe gespannten Netze können wir zerstören. In einer weitläufigen Höhle bekämpfen wir Riesenspinnen, die über die Abgründe gespannten Netze können wir zerstören.

Wie genau diese Fusion aus Taktik, Geschichte und Rollenspiel funktioniert, erfahren wir … im Kerker. Denn dummerweise war die tote Frau auf der Lichtung die Tochter eines einflussreichen Grafen und noch dummererweise wird unser Held (wahlweise ein Krieger, Waldläufer oder Magier) für den Mörder gehalten. Glück im Unglück: Ein entflohener Zwerg namens Naurim befreit uns aus unserer Zelle, weil er einen Fluchtgehilfen benötigt. Ein Zauberer in der Nachbarzelle bettelt ebenfalls um seine Freilassung. Magie können wir natürlich immer gebrauchen, zuvor müssen wir den Zauberer allerdings noch von seiner stählernen Halskrause befreien.

Kurz vor der Freiheit gerät unser Fluchtversuch jäh ins Stocken, als bis an die Zähne bewaffnete Wachen den einzigen Ausgang blockieren. Mit Fäusten und in Sträflingsklamotten haben wir da keine Chance. Mit einer List hingegen schon: Wir lassen einfach weitere Gefangene frei, welche die Wachen in Nahkämpfe verwickeln und so unserem Zauberer Zeit und Raum für einen »Ignifaxius Flammenstrahl« verschaffen.

Das Schwarze Auge: Blackguards : Der Charakterbogen von Blackguards offenbart eine regeltreue Umsetzung der DSA-Lizenz. Der Charakterbogen von Blackguards offenbart eine regeltreue Umsetzung der DSA-Lizenz. »Hä, Igniwas?«, mag manch neuzeitlich erzogener Diablo-Jüngling nun fragen. Unsereins, der in den 80ern und 90ern noch W20-Würfel über Wohnzimmertische gerollt hat, murmelt hingegen mit nostalgisch verklärtem Blick: »Ignifaxius Flammenstrahl - Magisch' Feuer, schmelze Stahl!« So lautet nämlich die vollständige Zauberformel im »Pen & Paper«-Rollenspiel Das Schwarze Auge. Und anders als sein actionlastiger Lizenzkollege Demonicon (siehe Kasten) will Blackguards die DSA-Welt und auch das Regelwerk so originalgetreu wie möglich umsetzen - mit allen Konsequenzen.

So können Zaubersprüche bei entsprechendem »Würfelglück« auch schief gehen und uns verletzten statt den Gegner. Während der Kämpfe dürfen wir nicht aufs Inventar zugreifen, sondern lediglich zwischen drei Waffensets wechseln, was ebenso wertvolle Aktionspunkte kostet wie Heiltränke schlucken. Und für Siege gibt es keine Erfahrung, sondern Abenteuerpunkte, mit denen wir vollkommen frei die Grundwerte und Talente unserer Helden steigern. Ein Fest für DSA-Veteranen und Rollenspielprofis, das uns angenehm an die Drakensang-Spiele erinnert. Aber auch ein unbezähmbares Komplexitätsmonster für Einsteiger? »Nein, auch die sollen natürlich ihren Spaß haben«, beschwichtigt Kai Fiebig, »wir arbeiten mit kontextsensitiven Menüs, es gibt mehrere Schwierigkeitsgrade und du bekommst vom Spiel konkrete Tipps, welche Steigerungen gerade sinnvoll wären«.

Das Schwarze Auge: Blackguards : Vergehen: Mord, Totschlag, schwere Körperverletzung

Die »Helden«: Takate
Vergehen: Mord, Totschlag, schwere Körperverletzung

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Avatar Malus61
Malus61
#1 | 19. Mai 2013, 09:31
Schicksalsklinge neu aufgelegt, Blackguards...als alter Fan des "Schwarzen Auges" freue ich mich auf die Titel. Endlich mal wieder richtig grübeln, statt in Echtzeit durch Landschaften hetzen....beides für mich "must have"!!
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#2 | 19. Mai 2013, 09:40
Sehr schönes Preview zu dem RPG, auf das ic mich in diesem Jahre am meisten freue:
Eine Frage aber noch an den lieben Klinge:
" Ein wenig skeptisch bin ich noch, ob Daedalic diesen Variantenreichtum und dieses Tempo (!) wirklich über die gesamte Spielzeit durchhalten kann (...)"
Das hört sich für mich so an, als gäbe es kaum Leerlauf oder Grinding im Spiel! Kannst du das so unterschreiben?

@Ray Jay: Der NAchfolger zum Point and Click-Abenteuer kommt übrigens auch noch 2013 und hört auf den Namen Memoria:
http://www.gamestar.de/spiele/das-schwarze -auge-memoria/49295.html
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Avatar Goldfield
Goldfield
#3 | 19. Mai 2013, 09:57
Zitat von Cd-Labs: Radon Project:
Sehr schönes Preview zu dem RPG, auf das ic mich in diesem Jahre am meisten freue:
Eine Frage aber noch an den lieben Klinge:
" Ein wenig skeptisch bin ich noch, ob Daedalic diesen Variantenreichtum und dieses Tempo (!) wirklich über die gesamte Spielzeit durchhalten kann (...)"
Das hört sich für mich so an, als gäbe es kaum Leerlauf oder Grinding im Spiel! Kannst du das so unterschreiben?


in welchem klassischen solo rpg gabs es denn grind?!?!
also mir fällt keins ein.. ausser vlt das ganz alte Pool of Radiance, bei dem man schon die ein oder andere kneipenschlägerei mitmachen musste um seine party ein bischen zu pushen....

sonst wüsste ich keins...
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#4 | 19. Mai 2013, 10:05
Zitat von Goldfield:


in welchem klassischen solo rpg gabs es denn grind?!?!
also mir fällt keins ein.. ausser vlt das ganz alte Pool of Radiance, bei dem man schon die ein oder andere kneipenschlägerei mitmachen musste um seine party ein bischen zu pushen....

sonst wüsste ich keins...

Might and Magic!
Eindeutig MIGHT AND MAGIC ;)

Außerdem: Solo RPG ist nen bischen Doppeldeutig:
Höchstwahrscheinlich meintest du Einzelspieler-RPG.
Solo-RPG benutzt man normalerweise in Abgrenzung zum Party-RPG! (wobei das hier eins ist)
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Avatar TheVG
TheVG
#5 | 19. Mai 2013, 10:16
Ich verspreche mir ja auch schon sehr viel von dem Spiel, es klingt wirklich sehr innovativ. Obwohl ich mir jetzt rein visuell noch nicht so viel drunter vorstellen kann, bin mal auf die ersten bewegten Bilder gespannt. Da scheint Daedalic als renommierte Firma wieder die Innovationslust gepackt zu haben.

Man darf also gespannt sein.
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Avatar Goldfield
Goldfield
#6 | 19. Mai 2013, 10:24
Zitat von Cd-Labs: Radon Project:

Might and Magic!
Eindeutig MIGHT AND MAGIC ;)

Außerdem: Solo RPG ist nen bischen Doppeldeutig:
Höchstwahrscheinlich meintest du Einzelspieler-RPG.
Solo-RPG benutzt man normalerweise in Abgrenzung zum Party-RPG! (wobei das hier eins ist)


:P

zu meiner zeit *hust* nannte man die spiele ohne party noch adventure ;)) manche von denen hatten dann noch nichtmal grafik ;)

gehe nach westen
vor dir steht ein böser ork
haue ork mit knüppel
"ich verstehe haue nicht"
schlage ork mit knüppel
"ich verstehe schlage nicht"
OMG... gehe nach osten
der ork rammt dir sein schwert in den rücken....

;)

anyways btt: ich kanns kaum erwarten. hoffentlich bringt auch iwann mal wieder jemand ein game raus, bei dem ich endlich mal wieder alle party mitglieder selbst erstellen darf...
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Avatar Halleluja
Halleluja
#7 | 19. Mai 2013, 10:35
Zitat von Cd-Labs: Radon Project:

Might and Magic!
Eindeutig MIGHT AND MAGIC ;)

Außerdem: Solo RPG ist nen bischen Doppeldeutig:
Höchstwahrscheinlich meintest du Einzelspieler-RPG.
Solo-RPG benutzt man normalerweise in Abgrenzung zum Party-RPG! (wobei das hier eins ist)


Wizardry...
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Avatar Amaunir
Amaunir
#8 | 19. Mai 2013, 10:40
Wer sich für bewegte Bilder intressiert den dürfte dies hier vielleicht interessieren:

http://tv.orkenspalter.de/?p=1515

Hoffentlich fallen die damit nicht auf die Nase, das klingt alles sehr gut und interessant, eigentlich genau das was viele DSA Fans immer gefordert haben. Kein Actionkrams, sondern eine gute Umsetzung des Regelwerks.
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Avatar GabrielKnight
GabrielKnight
#9 | 19. Mai 2013, 10:47
Zitat von Goldfield:


in welchem klassischen solo rpg gabs es denn grind?!?!
also mir fällt keins ein.. ausser vlt das ganz alte Pool of Radiance, bei dem man schon die ein oder andere kneipenschlägerei mitmachen musste um seine party ein bischen zu pushen....

sonst wüsste ich keins...


Final Fantasy.

Egal welcher Teil, oder würdest du das nicht als klassisches Solo-RPG bezeichnen???
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Avatar Halleluja
Halleluja
#10 | 19. Mai 2013, 10:50
Zitat von GabrielKnight:


Final Fantasy.

Egal welcher Teil, oder würdest du das nicht als klassisches Solo-RPG bezeichnen???


In Final Fantasy musste man nie grinden... noch nichtmal für die Weapons wenn man ein bisschen taktisch gespielt hat.
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Details zu Das Schwarze Auge: Blackguards

Plattform: PC (Xbox 360)
Genre Strategie
Untergenre: Rundenstrategie
Release D: 24. Januar 2014
Publisher: Daedalic Entertainment
Entwickler: Daedalic Entertainment
Webseite: http://www.daedalic.de/de/Game...
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
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