Jay Wilson, der Game Director von Diablo 3, hat auf der Gamescom in Köln ein neues Spielelement vorgestellt, die »Artisans«, zu deutsch »Handwerker«, die Gegenstände für den Spieler herstellen. Davon gibt es drei Typen: den Schmied, die Mystikerin und den Juwelier.

Diese drei Helfer schließen sich Ihrem Helden im Verlauf der Handlung an. Allerdings nicht automatisch, Sie müssen sich zunächst ihre Loyalität verdienen, indem Sie Aufträge für sie lösen – etwa Bossgegner erledigen oder Gegenstände besorgen. Dann erwarten Sie die Handwerker in jeder Stadt, die Sie besuchen – wie normale Händler. Aufs Schlachtfeld begleiten Sie die Artisans freilich nicht.

Die Artisans: drei Handwerker

Zum Thema » Schluss mit dem Town Portal Blizzard streicht das Heimfahrt-Ticket » »Das ist nicht der Horadrim-Würfel« ...aber sowas Ähnliches » Details zu Juwelier und Mystikerin Mini-Interview mit Jay Wilson » Crafting & Handwerker Gameplay-Video zu Diabo 3 Diablo 3 ab 14,89 € bei Amazon.de Damit bekommt Diablo 3 also eine Art Crafting-System, wie man es aus Online-Rollenspielen à la World of Warcraftkennt. Jeder Artisan stellt andere Gegenstände her, der Schmied logischerweise Schwerter und Rüstungen. Der Juwelier ist zuständig für magischen Schmuck, die Mystikerin für Verzauberungen und Zauberstäbe (siehe News).

Außerdem hat jeder Artisan kostenpflichtige Spezialfähigkeiten: Der Schmied kann beschädigte Ausrüstung reparieren und Gegenstände mit Sockeln versehen. Darin können SIe dann wie in Diablo 2Edelsteine einsetzen, die dem Gegenstand magische Eigenschaften verleihen. Anders als in Diablo 2 lassen sich erbeutete Edelsteine übrigens nicht mehr kombinieren, um bessere Varianten zu erzeugen.

Die Zutaten: Zerlegen im Würfel

Die eigentliche Gegenstände-Produktion läuft in Diablo 3 wie in einem Online-Rollenspiel: Von Gegnern oder als Quest-Belohnungen erbeuten Sie Blaupausen für magische Eigenbau-Ausrüstung.

Zutaten für diese Rezepte bekommen Sie hauptsächlich, indem Sie Gegenstände zerlegen (anstatt sie bei Händlern zu verkaufen). Hierzu verwenden Sie laut Jay Wilson einen »würfelähnlichen Behälter« – ergo kehrt in Diablo 3 der Horadrim-Würfel zurück, nur eben mit einer anderen Aufgabe.

Die Rezepte für die Eigenbau-Gegenstände sind allerdings teils vage. Denn sie erklären zwar grob, welche Eigenschaften der erzeugte Gegenstand haben wird, seine exakten magischen Eigenschaften sind aber zufallsabhängig. Pechvögel bekommen also eventuell einen etwas schwächeren Gegenstand als Glückspilze.

Das Crafting: Hauptsache schnell

Wenn Sie auf den »Herstellen«-Knopf klicken, ist der Gegenstand binnen einer Sekunde fertig. »Wir wollten nicht, dass die Spieler für das Crafting ewig lange in der Stadt bleiben müssen«, begründet Jay Wilson. Die Artisans steigen durch hergestellte Ausrüstung im Level auf und beherrschen so immer bessere Rezepte.

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Diablo 3
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Das stellt Diablo 3 auch optisch dar: Während der Schmied anfangs noch vor einem kümmerlichen Zelt herumlungert, verwaltet er später einen prächtigen Laden voll verschnörkelter Magie-Ausrüstung. Man kann die Handwerker sogar spezialisieren, indem man sie viele Gegenstände eines Typs produzieren lässt – etwa ganz viele Äxte. Allerdings schließen sich die Spezialisierungen nicht gegenseitig aus. Wer außer hochstufigen Äxten auch extrascharfe Schwerter herstellen möchte, lässt den Schmied eben auch Klingen zimmern.