DmC: Devil May Cry im Test
Dantes magisches Comeback
Fazit der Redaktion
Tobias Veltin: Wow! Dass Dantes Rückkehr derart gut gelingt, hätte ich nicht gedacht. Der Serie hatte ich eigentlich nach dem zweiten Teil den Rücken gekehrt, der Reboot hat mich aber erneut gefesselt. Ich steh auf das neue Design (ja, auch auf das von Dante), auf die Limbus-Levels, die herrlich abgedrehten Dämonengegner und vor allem das bis ins letzte Detail ausgeklügelte Kampfsystem. Während ich Gegner mit zig Schwertstreichen vermöbele, wie ein Jojo zu mir ziehe, in der Luft weiterbearbeite und mit Pistolenschüssen endgültig in die Hölle schicke, weiden sich meine Augen am Kombozähler. DmC weckt tatsächlich den Highscore-Wütigen in mir! Ich hätt’s nicht gedacht.
Darüber hinaus sieht’s auch bei der Technik gut aus, die Story ist für ein Actionspiel ziemlich gelungen und dank der freischaltbaren Extras, vielen Moves und Waffenfertigkeiten sowie den zusätzlichen Schwierigkeitsgraden gibt’s auch noch genügend Langzeitmotivation. Nur manchmal wird das Schnetzeln etwas eintönig und die Sprungpassagen sind meistens zu leicht. Trotzdem alles in allem ein tolles Comeback!
Petra Schmitz: Ich hatte ja mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass sich DmC selbst auch mit Maus und Tastatur butterweich und sicher steuern lassen wird. Capcom hat hier eine ausgezeichnete Umsetzung für den PC hingelegt. Ich gebe zu, dass ich bei Dantes Reboot mit der Standard-PC-Peripherie sogar besser zurecht komme als mit einem Gamepad.
An all die, die noch immer daran zweifeln, dass DmC ein echtes Devil May Cry ist, folgende Botschaft: Nur weil der Held jetzt keine weißen Wallehaare mehr hat und optisch eher in Richtung Nerv-Bürschlein tendiert, macht er doch noch immer einen ausgezeichneten Schnetzeljob. Einen wirklich ausgezeichneten. Eingebettet in eine Geschichte, die in den Zwischensequenzen den einen oder anderen Höhepunkt schafft. Weniger durch Bombast als vielmehr durch die wirklich interessanten Gespräche oder die lässig-lakonischen Sprüche Dantes. Schriftsteller Alex Garland dürfte da nicht ganz unbeteiligt gewesen sein. Gerne mehr davon.