Ein Ritter, in Rüstung gehüllt, marschiert geradewegs die Treppe hinauf, während der Regen auf ihn nieder prasselt, dem Schein seiner Fackel das Licht stiehlt und den Himmel in Grau hüllt. Sein Schritt wirkt entschlossen, seine Hand klammert sich behände um die Fackel. Wartet der Kampf? Tobt er bereits? Oder hat er sich schon gemessen mit hundert anderen Kämpfern?

Viel wissen wir noch nicht über Dragon Age: Inquisition . Bisher gab es lediglich ein Entwicklervideo von Bioware, mit dieser kurzen Ritter-Szene. Die ersten handfesten Infos über Handlung, Charaktersystem und Gruppen-Interaktionen liefert jetzt die September-Ausgabe des US-Magazins Game Informer.

Kurze Zusammenfassung:

  • drei Rassen (Menschen, Elfen, Zwerge)

  • drei Klassen (Schurke, Krieger, Magier)

  • Talentbäume und Spezialisierung vorhanden

  • Charakter ist komplett vertont, sowohl Mann als auch Frau

  • Kampfsystem eine Mischung aus Dragon Age 1 und 2

  • jeder Charakter aus der Gruppe spiel- und ausrüstbar

  • gekämpft wird aus der Third-Person-Perspektive

  • eine isometrische Ansicht ist bislang unklar

  • Handlung: Dämonen greifen an, während ein Bürgerkrieg herrscht

  • spielt einige Jahre nach Teil 2, die Welt erholt sich von der dunklen Brut

  • Spielwelt nicht frei begehbar; unterteilt sich in einzelne Regionen

  • eigener Charakter ist Anführer der Inquisition

  • die Inquisition steigt im Rang auf, indem man Quests erledigt oder Burgen einnimmt

  • nur mit erhöhtem Rang der Inquisition öffnen sich neue Gebiete

  • Gegner leveln nicht mit dem Charakter mit

  • Entscheidungen prägen und beeinflussen die Spielwelt

  • bessere Intelligenz der Gegner soll Party-Taktiken fördern

  • Mount-System mit Pferden und mehr

  • Technikgerüst kommt von der Frostbite 3 Engine

  • inhaltlich sind alle Versionen gleich

  • PC-Version bekommt Steuerung an Maus und Tastatur angepasst

  • erscheint voraussichtlich Herbst 2014 für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One

Die Völker: Die üblichen Verdächtigen

So viel ist klar: Bioware kehrt mit Inquisition eher wieder zum ersten Teil von Dragon Age zurück und verzichtet auf einige Spieleelemente aus Dragon Age 2 . Wie in Dragon Age: Origins wählen wir zwischen drei Rassen und drei Klassen, jeweils männlich und weiblich. Die Beschränkung auf einen Hauptcharakter, wie Hawke bei Teil 2, ist damit also wieder Geschichte.

Als spielbaren Völker stehen Elfen, Zwergen und Menschen bereit - käme ein Film mit diesen Völkern als Mittelpunkt heraus, er müsste "Die üblichen Verdächtigen" heißen. Immerhin betont Bioware: Eventuell folgen noch die Qunari als spielbare Rasse. Qunari? Ja, das sind diese etwas seltsam dreinblickende Geschöpfe, die wie eine Mischung aus Elfen, Zwegen und Menschen aussehen und Hörner auf dem Kopf tragen. Es folgt die Wahl der Klasse: Schurke, Magier, Krieger. Damit gewinnt Bioware zwar keinen Innovationspreis, dürfte die Fans der Serie aber trotzdem zufrieden stellen.

Damit unser Held groß und stark bleibt, auch dann, wenn ihm eine Horde Feinde gegenübersteht, nutzen wir Talentbäume, stärken damit Fähigkeiten und schalten neue frei. Spezialisierungen verspricht Bioware ebenso; fraglich bleibt dabei, ob wir - ähnlich wie in Dragon Age: Origins - zwischen mehreren Unter-Klassen wählen können. Kurzum: Die Entwickler wandern auf vertrauten Pfaden.

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Mit einem Streich hauen wir einen ganzen Haufen Gegner um. Wirklich wichtig sind aber nur all jene Widersacher, die einen Namen tragen.

Die Handlung: Alltäglicher Wahnsinn

Doch warum sollten wir überhaupt einen müden Finger krümmen und unser Schwert erheben? Nun, der Grund dafür liegt in der Geschichte, die unseren Charakter zum Herrscher der Inquisition erklärt. Die Nation Orlais wird von Krieg überzogen, der gesamte Kontinent Thedas ist gefangen im Kampf zwischen dem Zirkel und den Magiern, die Grauen Wächter ermüden. Natürlich reicht das nicht an Apokalypse. Zusätzlich zu diesem Bürgerkrieg öffnen sich Risse, mit denen Dämonen aus ihren Höllenlöchern kriechen und morden und plündern und alles zerstören.

So obliegt es unserem Charakter, unserem Held, die Geschöpfe aller Rassen zu schützen - indem wir die Inquisition ins Leben rufen, den Vorsitz einnehmen und Krieger versammeln, Bündnisse schmieden und Konflikte schlichten; der alltägliche Wahnsinn in einem Fantasy-Rollenspiel, samt kompletter Vertonung unseres Helden. Übrigens: Hinter all dem Schrecken mit den Dämonen steckt ein einzelner Wahnsinniger.