Zum Thema » Hall of Fame: Dungeon Keeper Ein Kerker voller Helden » War for the Overworld - Test Kaufwarnung: Total verbuggt » Kolumne: Dungeon Keeper Mobile Tiefpunkt einer großen Serie Dungeons 2 ab 4,99 € bei Amazon.de Dungeons 2 für 14,99 € bei GamesPlanet.com Alles hätte so schrecklich gut laufen können für das absolute Böse. Zu Beginn des Echtzeit-Strategiespiels Dungeons 2 steht seine sabbernde, klauenbewehrte Horde noch vor den Toren Königsschlunds und ist drauf und dran, die Hauptstadt der Allianz des Guten mitsamt ihren unerträglich freundlichen Bewohnern zu zerbröseln.

Da tauchen die letzten Helden der Allianz auf und berauben das Böse mit einem Zauber seines mächtigen Körpers. Seine Armee wird zerschlagen, das Böse zurück in die Unterwelt verbannt. Deshalb liegt es jetzt an uns, dem körperlosen Bösen unter die nicht mehr vorhandenen Arme zu greifen und ihm zu neuer Stärke und der ersehnten Rache zu verhelfen.

Kein Kellerkind mehr

Dazu bauen wir in den zehn Missionen der Einzelspielerkampagne von Dungeons 2 wie in Dungeon Keeper einen heimeligen Kerker auf, heuern Kreaturen wie Goblins, Orks und Naga-Hexen an und hetzten sie den Helden auf den Hals – und zwar buchstäblich.

Statt wie im Klassiker das Kellerkind des Teufels zu spielen, nur in unserem dunklen Verlies zu hocken und auf das Eindringen allzu selbstsicherer Paladine zu warten, schicken wir unsere Horde an die Oberfläche. Eine fantastische Idee und die eigentlich logische Weiterentwicklung des 18 Jahre alten Spielprinzips. Schade nur, dass Entwickler Realmforge die Umsetzung nicht ideal gelöst hat. Doch dazu später mehr.

Dungeons 2 : In unserem Dungeon steuern wir unsere Truppen nicht direkt und können sie nur mit unserer Hand aufnehmen.

Vom Keller...
In unserem Dungeon steuern wir unsere Truppen nicht direkt und können sie nur mit unserer Hand aufnehmen.

Bevor wir unseren Orks nämlich die Sonne auf die grüne Haut brennen lassen, starten unsere Missionen in der Regel im Untergrund. Auf den ersten Klick läuft alles nach bekanntem und bewährtem Schema. Mit unserem Cursor, der Schreckenshand, markieren wir Gesteinsschichten und Goldadern, die unsere Helfer, die Schnodderlinge, dann eifrig wegmeißeln.

In den Freiräumen platzieren wir Räume wie die Brauerei oder eine Werkstatt. In Dungeon Keeper hätte das gereicht, damit sich ganz automatisch einige Wesen der Unterwelt in unserem Verlies ansiedeln. In Dungeons 2 werben wir Einheiten für Gold gezielt an.

Alles hört auf meine Hand

Das verdeutlicht einen zentralen Unterschied zu Dungeon Keeper: Als Dungeon-Fürst haben wir deutlich mehr direkten Einfluss. Unter Tage aber nur in kleinen Dosen. Unsere Trolle, Goblins und Co. bewegen sich immer noch eigenständig durch den Kerker, wir können sie nur mit der Hand aufnehmen, um sie etwa über Feinden abzuwerfen, falls diese sich mal in unseren Kerker verirren sollten. Aber wir platzieren Objekte wie Werkbänke jetzt selbst in unseren Räumen.

Dungeons 2
Modelle und Räume sind liebevoll gestaltet, könnten aber noch mehr Details vertragen.

Auch das Erforschen von neuen Zaubersprüchen oder verbesserten Räumen geben wir gezielt in Auftrag. Was nach mehr Kontrolle klingt, wird aufgrund der überladenen Menüs und der leicht ungenauen Steuerung aber schnell zur Fummelarbeit. Viel zu häufig entführen wir einen Goblin unabsichtlich von seinem Arbeitsplatz, statt einen Raum anzuwählen.