EVE Online : Hier brennen mehr als 300.000 US-Dollar: Mit Doomsday-Superwaffen und unzähligen Schiffen haben die Spieler in EVE Online eine Rekord-Weltraumschlacht geschlagen - wegen einer Lappalie. Hier brennen mehr als 300.000 US-Dollar: Mit Doomsday-Superwaffen und unzähligen Schiffen haben die Spieler in EVE Online eine Rekord-Weltraumschlacht geschlagen - wegen einer Lappalie.

Update 30. Januar: Nach mehr als 21 Stunden Gefecht ist die inzwischen als »Das Blutbad von B-R5RB« bekannte Massenschlacht in Eve Online zu Ende gegangen. Laut offiziellem »Kriegsbericht« vom Entwickler CCP sind neben tausenden Klein-Schiffen insgesamt 75 der gigantischen »Titans« vernichtet worden, wodurch ein Schaden von bis zu 240.000 Euro (330.000 US-Dollar) entstanden ist. Zum Vergleich: Zuvor waren innerhalb einer Schlacht gerade einmal 12 Titans gefallen.

Von den insgesamt 7.500 beteiligten Piloten waren zu Hochzeiten gleichzeitig 2.670 Kämpfer im System. Nach wie vor hält jedoch noch immer die »Schlacht um 6VDT-H« mit 4.070 Piloten den Rekord für die meisten gleichzeitigen Spieler in einem Gefecht.

Trotzdem will CCP das monumentale Ereignis entsprechend würdigen und plant deshalb an der Stelle der Schlacht einen Titanen-Friedhof als Denkmal aufzustellen. In Anlehnung an die griechische Mythologie trägt die gespenstische Installation mehrerer Titan-Wracks den Titel »Titanomachy« und kann nach der Wartungsarbeiten am 31. Januar von neugierige Raumpiloten besichtigt werden.

Eine auch für EVE-Neulinge verständlich geschriebene, detaillierte Zusammenfassung der Schlacht findet sich auf der offiziellen Website des Weltraum-MMOs.

EVE Online : Um an die Vernichtung von 75 Titanen und unzähligen anderen Schiffen zu erinnern, hat CCP das Weltraum-Denkmal »Titanomachy« errichtet. Um an die Vernichtung von 75 Titanen und unzähligen anderen Schiffen zu erinnern, hat CCP das Weltraum-Denkmal »Titanomachy« errichtet.

Ursprüngliche Meldung: In dem Sandbox-Universum von EVE Online ist eine Raumschlacht ausgebrochen, bei der es sich offenbar um die bislang größte in der zehnjährigen Geschichte des MMOGs handelt. Davon ist zumindest in einem Live-Bericht des Spielers The Mittani die Rede, der als CEO der Goonswarm Federation maßgeblich daran beteiligt ist.

Goonswarm bildet zusammen mit anderen Spielergruppen wie Razor Alliance oder Black Legion eine der mächtigsten Allianzen im Spiel (CFC), die zusammen mit der Allianz Russian Coalition die nicht minder starke N3-Allianz angegriffen hat, die sich wiederum aus Cooperations wie Pandemic Legion, Insdious EMpire oder Nulli Secunda zusammensetzt.

Über 2.200 Spieler sollen gerade an der Schlacht beteiligt sein, die sich schon seit fast einem Tag über mehrere Systeme erstreckt. Dabei sei dem Übergriff der CFC-Allianz und seinen Verbündeten auf N3 aber keine wochenlange Planung voraus gegangen. The Mittani zufolge hätte das Bündnis nur eine günstige Gelegenheit ausgenutzt, die ausgerechnet durch einen Zahlungsverzug des Gegners entstanden sei.

So habe es Pandemic Legion als Mitglied der N3-Allinaz offenbar versäumt, eine fällige Zahlung für die Raumstation in dem Sektor B-R5RB zu leisten, mit der die System-Sicherheit (Souveränität) gewährleistet werden sollte. Nur dadurch wurden es CFC & Co. ermöglicht, in der Region einzufallen.

The Mittani sieht seine Allianz bereits als Sieger hervorgehen, obwohl die Schlacht noch läuft.

»Wir haben den Kampf schon gewonnen, jetz geht es nur noch um Kills, wenn jemand versucht die Formation zu brechen und abzuhauen. Die haben alle Möglichkeiten verloren, auch nur noch einen unseren Titan zu zerstören, während wir immer noch ihre zerstören können und ihre Flotte langsam dahinschwindet.«

Bei den Titanen handelt es sich um den größten Schiffstyp in EVE Online, die schon mal um die 200 Milliarden in der Ingame-Währung ISK kosten können. Über das PLEX-System umgerechnet wäre das ein Echtgeld-Wert von etwa 4.000 Euro.

Insgesamt sollen seit dem Angriff schon über 50 solcher Titanen vernichtet worden sein. Somit lässt sich eine Materialschlacht von über 200.000 Euro abschätzen.