Far Cry Primal setzt nicht nur spielerisch auf viele altbekannte Mechaniken der Reihe, auch technisch bedient sich das Spiel bei seinen Vorgängern: Wie bereits in Far Cry 2 und den Far Cry-Titeln danach nutzt das Entwicklerstudio Ubisoft Montreal die Dunia Engine, die mittlerweile stark überarbeitetet und erweitert wurde.

Zum Thema » Primal-Test Wenn die Kulisse zum Kaufgrund wird » Primal-Karte Fundorte aller Sammelobjekte » Primal-Guide Diese Fähigkeiten sind Pflicht Far Cry Primal ab 6,95 € bei Amazon.de Far Cry Primal für 37,49 € bei GamesPlanet.com Im Gegensatz zum Vorgänger verzichtet Far Cry Primal allerdings auf den Einsatz von Nvidias Gameworks-Effekten und nutzt stattdessen hauseigene Techniken wie die Umgebungsverdeckung SSBC. Optisch hinterlässt das Spiel dabei einen guten Eindruck, für offene Münder kann die Grafik aber nicht unbedingt sorgen.

Welche Hardware für flüssige Bildraten in den verschiedenen Auflösungen nötig ist und wie sich die einzelnen Grafikoptionen optisch und auf die Performance auswirken, überprüfen wir auf den folgenden Seiten im Technik-Check zu Far Cry Primal.

Technischer Eindruck

Optisch gefällt uns an Primal vor allem die glaubwürdig aufgebaute Welt mit ihrer üppigen Vegetation, die insbesondere durch ihre schönen Lichtstimmungen überzeugt. Die Animationen und der Detailgrad mancher Objekte lassen dagegen etwas zu wünschen übrig, dadurch wirkt das Spiel nicht immer völlig zeitgemäß.

Die PC-Version kann sich dabei vor allem durch die größere Sichtweite, höher aufgelöste Schatten und die unbegrenzte Framerate positiv von den etwa eine Woche früher erschienenen Konsolen-Versionen absetzen, insgesamt halten sich die optischen Unterschiede aber in Grenzen.

Erfreulich: Während Far Cry 4 noch teilweise mit technischen Problemen wie Framedrops oder einer sehr ungenauen Maussteuerung zu kämpfen hatte, sind wir von solchen Schwierigkeiten in Far Cry Primal auf all unseren Testsystemen verschont geblieben. Auch Abstürze oder Bugs sind uns nicht aufgefallen, erste Berichte im Netz, die auf eine schlechte PC-Portierung hindeuten, können wir also nicht bestätigen.

Far Cry Primal - Systemanforderungen und Voraussetzungen : Fell von Tieren wurde im Vorgänger Far Cry 4 noch von Nvidias Hairworks dargestellt, in Far Cry Primal gibt es dagegen keine Gameworks-Effekte mehr zu sehen. Fell von Tieren wurde im Vorgänger Far Cry 4 noch von Nvidias Hairworks dargestellt, in Far Cry Primal gibt es dagegen keine Gameworks-Effekte mehr zu sehen.

Systemanforderungen

Offizielle minimale Systemanforderungen:

  • Betriebssystem: Windows 7 (64 Bit)

  • CPU: Intel Core i3-550, AMD Phenom II X4 955

  • Speicher: 4,0 GByte RAM

  • Grafik: Nvidia Geforce GTX 460, AMD Radeon HD 5770

  • Festplatte: 20,0 GByte

Offizielle empfohlene Systemanforderungen:

  • Betriebssystem: Windows 7 (64 Bit)

  • CPU: Intel Quad-Core, AMD Six-Core

  • Speicher: 8,0 GByte RAM

  • Grafikkarte: Nvidia Geforce GTX 780, AMD Radeon R9 280X

  • Festplatte: 20,0 GByte

Die offiziellen Systemanforderungen von Far Cry Primal fallen eher moderat aus, sowohl in Bezug auf den Prozessor als auch in Sachen Grafikkarte, wobei wie üblich keine genauen Angaben zu Detailstufe und Auflösung gemacht werden.

Das deckt sich vor allem in Bezug auf den Prozessor auch mit unseren Erfahrungen: Solange Ihre CPU mindestens vier Threads gleichzeitig bearbeiten kann und mit 2,5 GHz oder höher getaktet ist, sind zuverlässig flüssige Bildraten über 45 fps in Full HD und normalen Details mit einer ausreichend schnellen Grafikkarte kein Problem. Unterstützt ihre CPU dagegen nur die Bearbeitung von maximal drei Threads, können Sie Far Cry Primal zwar starten, aber nicht spielen, weil es dann beim Laden eines Savegames abstürzt.

Dieser eher geringe Anspruch an die CPU zeigt sich auch in den folgenden Benchmarks. Selbst als wir den Core i7 4790K auf 1,8 GHz heruntertakten und nur zwei Kerne und Hyperthreading aktivieren, erreichen wir mit einer GTX 980 Ti bei maximalen Details im Schnitt noch über 45 fps, wobei dieser Wert aus dem im Spiel integrierten Benchmark-Test stammt, der unserem Eindruck nach durchaus repräsentativ für die Performance des Spiels ist.

Erhöhen wir den Takt wieder auf den Standardwert von 4,0 GHz, steigen die fps deutlich auf 75 Bilder pro Sekunde, zusätzliche Kerne beziehungsweise CPU-Threads steigern die Leistung aufgrund der Limitierung durch die Grafikkarte aber nicht weiter. Etwas anders sieht es in normalen Details aus, die fps erhöhen sich hier durch eine dritten Kern und Hyperthreading beziehungsweise durch vier aktive Kerne nochmal ein Stück, darüber hinaus limitiert aber auch in dieser Detailstufe die GPU.

Prozessor-Benchmarks Far Cry Primal, 1920x1080, Core i7 4790K @ GTX 980 Ti
Normale Details
Maximale Details
4 Kerne @ 4,0 GHz
108
76
0
22
44
66
88
110
Gemessen in fps. Je höher, desto schneller. Unter 45 fps nicht mehr optimal spielbar.

Auch in Sachen Arbeitsspeicher ist der Anspruch von Far Cry Primal eher gering. Kam es bei Far Cry 4 mit 4,0 GByte RAM noch teilweise zu kleinen Rucklern, ist davon in Far Cry Primal nichts mehr zu spüren. Selbst mit 2,0 GByte konnten wir noch relativ flüssig spielen, da der PC dann allerdings insgesamt spürbar langsamer ist, sollten Sie generell mindestens 4,0 GByte Arbeitsspeicher besitzen. Mehr RAM bringt unserer Erfahrung nach in Far Cry Primal aber keine wirklich spürbaren Vorteile, wie auch die Benchmarks oben zeigen.

Als Grafikkarte verlangt Ubisoft mindestens eine GTX 460 oder eine Radeon HD 5770. In Full HD und bei normalen Details erreichen diese Grafikkarten aber keine flüssigen Bildraten von 45 fps oder mehr - dafür sollte es mindestens eine GTX 480 oder eine Radeon HD 5870 sein. Für maximale Details empfehlen wir in Full HD eine GTX 780 Ti oder eine Radeon R9 280X. Wollen Sie in 1440p und hohen Details flüssig spielen, sollte es dagegen besser eine Karte mit 4,0 GByte VRAM oder mehr, wie die Radeon R9 390X sein.

Alle Details zur Performance verschiedener Prozessoren und Grafikkarten finden Sie wie gewohnt unterhalb des Fazits auf der letzten Seite dieses Technik-Checks.