Ghostbusters: Sanctum of Slime - PC

Action-Adventure  |  Release: 23. März 2011  |   Publisher: Atari
Seite 1   Fazit Wertung

Ghostbusters: Sanctum of Slime im Test

Schrecklich schlechte Geisterjagd

So verschenkt man eine tolle Lizenz! Im Test des Steam-Actionspiels Ghostbusters: Sanctum of Slime jagen wir neben Geistern auch dem Spielspaß hinterher.

Von Tilman Blanke |

Datum: 26.03.2011


»If there's something strange in your neighborhood, who ya gonna call? GHOSTBUSTERS!« Der Film rund um die vier Geisterjäger ist Kult. Der smarte Witz, die kreative Geschichte, die Ohrwurm-Musik: man muss die Ghostbusters einfach lieben.

So haben wir uns riesig auf den Downloadtitel Ghostbusters: Sanctum of Slime gefreut: Endlich neues Spielefutter mit Venkman, Spengler und Co. Retrospektiv gesehen war die Fanfreude aber vielleicht der falsche Zugang, denn als Fans sind wir schrecklich enttäuscht. Ghostbusters: Sanctum of Slime ist bestenfalls eine mittelmäßige Action-Schießerei aus der Vogelperspektive.

Ghostbusters: Sanctum of Slime - Screenshots aus der Test-Version

Öde Geisterstunde ohne Witz

Ghostbusters-typisch dreht sich die Story von Sanctum of Slime um einen ganz, ganz bösen Geist, der ausgerechnet in New York aus einem jahrhundertelangen Schlummer erwacht und den nichtsahnenden Menschlein an den Kragen will. Die Ghostbusters müssen ran, um den fürchterlichen Dämonen mit ihren Protonenstrahlern aus der Welt zu pusten.

Nur leider sind es nicht die aus dem Film bekannten Kerle, sondern eine Gruppe Anfänger, quasi die Nachwuchsabteilung des »coolen« Originalquartetts. Und die vier Neulinge sind erstens nicht witzig und haben zweitens soviel Charisma wie ein trockenes Toastbrot. Nachdem man einen der nichtssagenden Geisterjäger ausgewählt hat, geht es im Team auf Gespensterhatz.

Ghostbusters: Sanctum of Slime : Dieser riesige U-Bahn-Wurm führt immer wieder die gleichen Angriffe aus, deshalb ist der Kampf weder spannend noch fordernd. Dieser riesige U-Bahn-Wurm führt immer wieder die gleichen Angriffe aus, deshalb ist der Kampf weder spannend noch fordernd. Sanctum of Slime ist ein typischer Shooter aus der Von-Oben-Perspektive. Mit den WASD-Tasten wird gelaufen, mit der Maus gezielt und geschossen. Das kennt man aus Lara Croft and the Guardian of Light . Mit Frau Croft geht das Spielprinzip voll auf, Sanctum of Slime wird jedoch sehr schnell langweilig. Dafür haben die Ghostbusters einfach zu wenig neue Ideen mit an Bord. Wir laufen in einen Raum, dann tauchen Geister auf, wir brutzeln die Spukwesen in der Gruppe über den Haufen, schließlich öffnet sich eine Tür zum nächsten Raum. Immer und immer wieder.

Zumal auch der taktische Anspruch zu kurz kommt. Jeder Ghostbuster hat drei unterschiedliche Waffen, den bekannten Protonenstrahler, eine gelbe Energiewelle und noch eine blaue Knarre, die Energiebälle schießt. Die Formel ist einfach: Blaue Geister knallt man mit dem blauen Gewehr ab, gelbe Gespenster (wer hätte es gedacht) mit der gelben Waffe.

Am Ende eines Levels wartet jeweils ein größerer Boss-Geist, beispielsweise ein Spuk-Chefkoch in einer verwunschenen Küche, der nach ausgiebigem Beschuss noch mit der bekannten Gespensterfalle gefangen werden muss. Dann heißt es die angezeigten Pfeiltasten drücken, und es hagelt noch einige Bonuspunkte.

Unterirdische Optik und hirnlose KI

Sanctum of Slime ist repetitiv bis zum Äußersten, in jedem Abschnitt brutzeln wir uninspiriert Geister. Die mangelnde Abwechslung wäre ja noch zu verschmerzen, wenn die Präsentation stimmen würde. Aber Sanctum of Slime präsentiert sich weder besonders hübsch noch aufregend.

Die Texturen sind so matschig wie Slimer, die Charaktere sind klobig und die Umgebung ist uninspiriert und austauschbar. Die Effekte und Gespenster bleiben unspektakulär und öde. Haben wir zum zehnten Mal fliegende Totenköpfe oder komische Geisterratten pulverisiert, sorgt das nur für herzhaftes Gähnen.

Ghostbusters: Sanctum of Slime : Statt uns wiederzubeleben, rennen die KI-Kollegen häufig lieber im Kreis, um kurze Zeit später selbst das Zeitliche zu segnen. Nervig! Statt uns wiederzubeleben, rennen die KI-Kollegen häufig lieber im Kreis, um kurze Zeit später selbst das Zeitliche zu segnen. Nervig! Nur mit menschlichen Mitspieler (lokal bis zu drei Kumpels) gelingt es, aus Sanctum of Slime so etwas wie Spaß zu kitzeln. Natürlich können Sie den Titel auch alleine angehen, jedoch hat die künstliche Intelligenz nur Stroh in der virtuellen Rübe. Beim Testen haben wir das im dritten von zwölf Levels so richtig zu spüren bekommen. In der Kanalisation griffen uns unzählige kleine blaue Geisterratten und zusätzlich noch ein dickerer Brocken an. Letzterer läuft immer wieder quer durch den Raum, bei Berührung klappt der getroffene Ghostbuster sofort zusammen. Kein Problem: Schließlich lassen sich gefallene Kameraden wiederbeleben, indem wir neben seinem Körper wie ein Wahnsinniger auf die Leertaste hämmern.

Das funktioniert mit menschlichen Mitspielern ausgezeichnet. Aber was machen die bedauernswerten KI-Kollegen? Stehen verzweifelt in einer Ecke, laufen dreimal im Kreis, bis sie der fette Geist schließlich über den Haufen rennt. Da mussten wir erst mal ein bisschen lachen. Nach fünf weiteren Versuchen und fünf ebenso miserablen KI-Aussetzern stieg unser Wutpegel in bedenkliche Höhen. Schade um die gute Lizenz.

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Passwort: Thunfish
#1 | 26. Mrz 2011, 14:58
Schade verschenktes Potenzial, wieder eine Lizenz-Verwurstung -.-
Und irgendwie erinnert mich die Optik an Alien Swarm von Valve...nur dass es dort besser aussah.
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Avatar DjTaskable
DjTaskable
#2 | 26. Mrz 2011, 15:01
schade, ghostbusters verdienen nunmal besseres!
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IchMagDichNicht
#3 | 26. Mrz 2011, 15:04
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Gelöschter User
#4 | 26. Mrz 2011, 15:24
Zitat von IchMagDichNicht:
deine Mutter verdient was besseres ....


Und du verdienst nichts außer Mitleid, und nicht mal das.
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Avatar NekatorFail
NekatorFail
#5 | 26. Mrz 2011, 15:25
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Bredator
Bredator
#6 | 26. Mrz 2011, 15:27
Die Fans wären mit einem dritten Film einfach besser bedient gewesen, als mit den beiden Spielen. Das erste mag vielleicht nicht ganz schlecht gewesen sein, aber der große Bringer wars eben auch nicht. Schade...
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Benutzername672
#7 | 26. Mrz 2011, 15:39
Seit dem letzten Ghostbusters Spiel für den PC habe ich schon kaum noch Interesse an der Marke. Ich hatte das Spiel nur für ne Stunde bei nem Freund gespielt und es war sicherlich kein kompletter Reinfall. Aber warum zum Teufel haben die den Koop Modus aus der PC Version rausgenommen? Diese immer fauler werdenden Spieleentwickler kotzen mich an.

Und jetzt kriegen wir DIESEN SCHEISS HIER? Wieder kein Koop Modus, zumindest über LAN oder Internet? Nur zu viert an einem PC? Wer lädt sich bitte drei Freunde zu sich nach Hause ein, um zu viert in den Monitor zu kotzen?

Man könnte sooooo viel aus der Marke Ghostbusters rausholen. Man könnte daraus ein Spiel auf dem Niveau von Batman: Arkham Asylum machen. Einfach mal ein vernünftiges Entwicklerstudio engagieren und einen fetten Blockbuster daraus machen und ne Menge Geld und nen guten Ruf verdienen. Aber neee... lieber noch mehr Scheisse in Spielehüllen stecken und hoffen, dass es keiner riecht.
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Avatar Falcon
Falcon
#8 | 26. Mrz 2011, 15:49
Das letzte Ghostbusters (The Videogame) war richtig gut. Die Wertung von GameStar damals wieder ein absoluter Witz... Da hat der Publisher/das Studio wohl nicht genug Geld springen lassen für eine anständige Wertung.

Was diesen Arcade-Ableger hier angeht... Nun, ich hab mir die Demo geladen, aber noch nicht gespielt. Mal sehen. Normalerweise kein gutes Zeichen, wenn man von Spielen vor dem Release nichts sieht/hört.
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Avatar slihs
slihs
#9 | 26. Mrz 2011, 16:47
Zitat von Falcon:
Das letzte Ghostbusters (The Videogame) war richtig gut. Die Wertung von GameStar damals wieder ein absoluter Witz... Da hat der Publisher/das Studio wohl nicht genug Geld springen lassen für eine anständige Wertung.

Was diesen Arcade-Ableger hier angeht... Nun, ich hab mir die Demo geladen, aber noch nicht gespielt. Mal sehen. Normalerweise kein gutes Zeichen, wenn man von Spielen vor dem Release nichts sieht/hört.


Könnt ihr endlich mal mit dem: "Da hat der Publisher wohl zu wenig bezahlt" Scheiß aufhören. Das hier sind Test. Die werden nie 100%ig objektiv sein. Das ist nicht möglich.

Wenn dir das Game gefallen hat schön für dich aber hör auf hier bösartige Unterstellungen (ist sogar strafbar wenn mans nicht beweißen kann) zu machen.

Echt mal das nervt langsam das Weinen weil die Wertung nicht so hoch ist wie man sie selber gerne hätte
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Avatar racoon|gs
racoon|gs
#10 | 26. Mrz 2011, 17:22
Schade, als großer Fan der Filme bin ich nach dem Lesen des Tests sehr enttäuscht, aber ich muss zugeben, meine Erwartungen waren nach dem "Launch-Trailer", der hier letzte Woche in den News gepostet wurde bereits nicht besonders groß. Einen derart schlecht inszenierten Trailer habe ich lange nicht mehr gesehen: Bereits die erste Einstellung - der Kameraschwenk über die Straße - hat mich aufschrecken lassen. Zum Einen fuhr die Truppe leider keinen Ecto-1, zum anderen fährt das Fahrzeug in der Szene gekonnt gegen eine Laterne, die dann auch noch munter stehen bleibt. Ich kanns hier schlecht beschreiben, aber von da an hatte ich ein mulmiges Gefühl bei dem Spiel. Wenn ich im Vorfeld einen Trailer für ein Spiel entwickle, dann versuche ich doch die besten Szenen des Spiels dort einzufangen. Das ist den Jungs leider überhaupt nicht gelungen. Vielleicht sollten sie sich in der Hinsicht mal ein paar Rockstar-Games Trailer anschauen, die eigentlich immer spannende, actionreiche und vor allem großartig Inszenierte Häppchen angeboten haben.
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Details zu Ghostbusters: Sanctum of Slime

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 23. März 2011
Publisher: Atari
Entwickler: Wanako Studios
Webseite: http://www.atari.com/gbsanctum...
USK: keine Angabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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