Grand Ages: Medieval :

Zum Thema » Grand Ages: Medieval - Preview Das steckt im Mittelalter-Spiel Grand Ages: Medieval ab 9,11 € bei Amazon.de Grand Ages: Medieval für 35,99 € bei GamesPlanet.com Banditen, Bären, Berserker: Wenn ihre Händler von wilden Tieren oder Spießgesellen geplündert werden, greifen selbst friedfertige Spieler zum Schwert. Oder zur Axt. Oder doch lieber zum Bogen? Spätestens bei einer zünftigen Belagerung in Grand Ages: Medieval sollten man seine Truppentypen kennen - und die des Gegners. Wir haben daher alle Daten und Boni der 18 Truppentypen (und zwei Kriegsschiff-Klassen) in einer ausführlichen Tabelle zusammengestellt.

Alle Truppentypen im Detail: Kosten, Boni, Stärke und weitere Daten

Einheit

stark gegen

Geländebonus

Kampfstärke

Trefferpunkte

Reichweite

Infanterie

Landwehr

Reiter

Ebene

100

20

1

Spießgesellen

Reiter

Ebene

188

25

1

Axtkämpfer

Stabwaffen

Wald

188

25

1

Schwertkämpfer

Stabwaffen

Wald

225

30

1

Berserker

Stabwaffen

Wald

225

30

1

Flegelkämpfer

Stabwaffen

Wald

225

30

1

Säbelkämpfer

Stabwaffen

Wald

263

30

1

Pikeniere

Reiter

Ebene

263

30

1

Reiter

Späher

Fernkämpfer

2

20

1

Kavallerie

Fernkämpfer

225

30

1

Pferdebogner

Fernkämpfer

Hügel und Berge

188

25

3

Ritter

Fernkämpfer

263

30

1

Reiterkrieger

Fernkämpfer

250

25

4

Schützen

Bogenschützen

Hiebwaffen

Hügel und Berge

188

25

3

Langbogenschützen

Hiebwaffen

Hügel und Berge

250

25

4

Armbrustschützen

Hiebwaffen

Hügel und Berge

263

30

3

Schiffe

Dau

Schiffe

126

35

3

Nao

Schiffe

350

40

3

Die Truppentypen unterteilen sich ganz klassisch in Infanterie, Fernkämpfer und Reiter (berittene Bogenschützen werden als Reiter gezählt). Moral und Gelände bringen Boni auf die Kampfkraft, wobei sich die Moral viel stärker auswirkt - dazu gleich mehr. Außerdem hat jeder Truppentyp Vorteile gegen einen anderen, so empfehlen sich zum Beispiel Pikeniere gegen Ritter, Ritter gegen Bogenschützen, Bogenschützen gegen Schwertkämpfer, Schwertkämpfer gegen Pikeniere - und der Kreis schließt sich.

Formationen kennt Grand Ages: Medieval leider nicht, stattdessen prügeln die Einheiten wild verkeilt aufeinander ein, sobald sie auf einen Gegner stoßen. Lediglich die Fernkämpfer halten etwas Abstand und feuern ins Getümmel. Sonderlich taktisch ist das natürlich nicht, im Prinzip geht es einfach darum, mehr Truppen aufzufahren als der Feind, möglichst noch mit passenden Geländeboni und hoher Moral. Immerhin gewinnen die Jungs im Kampf Erfahrung, bei Veteranen steigt dann automatisch die Kampfstärke.

Einheit

Geschwindigkeit

Sichtweite

Unterhalt

rekrutierbar in

Infanterie

Landwehr

227 km/Woche

10

400 / Woche

überall

Spießgesellen

227

10

1.000

überall

Axtkämpfer

227

10

1.000

überall

Schwertkämpfer

227

10

1.300

überall

Berserker

227

10

1.300

Skandinavien

Flegelkämpfer

227

10

1.300

Deutschland und Arabien

Säbelkämpfer

227

10

1.700

Nordafrika und auf dem Balkan

Pikeniere

227

10

1.700

Italien und Spanien

Reiter

Späher

552

14

100

überall

Kavallerie

357

10

1.700

überall

Pferdebogner

357

10

1.300

überall

Ritter

357

10

2.100

Frankreich und Polen

Reiterkrieger

422

10

2.000

nur in Russland

Schützen

Bogenschützen

227

10

1.000

überall

Langbogenschützen

227

10

1.600

Britannien und im Kaukasus

Armbrustschützen

227

10

1.700

Byzanz und Kiew

Schiffe

Dau

292

8

1.000

Hafenstädten mit Werft

Nao

325

10

2.500

Hafenstädten mit Werft

Auf Abfangkurs

Der Händler ist dick beladen, da passiert es: Banditen! Schon ein kleiner Trupp, der an einer Handelsstraße regelmäßig aus dem Wald stürzt, kann Ihre schöne Versorgungskette auseinanderreißen. Denn Banditen, feindliche Truppen und wilde Tiere lassen den Händler zwar am Leben, schnappen sich aber seine Waren. Zu dem Verlust kommen dann Lieferengpässe am Zielort: Wenn das dringend erwartete Salz verlorengeht, kann der Metzger nicht weiterarbeiten, die Stimmung im Ort sinkt.

Grand Ages: Medieval
Ganz herausgezoomt sehen wir rund ein Viertel der Spielkarte. Die Kreise markieren die Einflussbereiche aller Städte, die durch ihre Bürger wachsen – alle Bereiche zusammengerechnet ergeben unseren Rang.

Aber genau das ist auch das spannende an Grand Ages: Medieval, nämlich die Abfangjagden auf solche Störenfriede. Da sie oft an der gleichen Stelle zuschlagen, können wir Truppen hinschicken, idealerweise schnelle Reiter, noch idealerweiserer mit Spähern, denn die können 40 Prozent weiter gucken als sämtliche Kameraden (dafür taugen sie als Kämpfer nichts).

Eine Frage der Moral

Bevor wir aber wild losrekrutieren, brauchen wir zweierlei. Erstens: Einfache Truppen wie berittene Späher und Landsknechte gibt's von Anfang an, doch fortschrittlichere Streiter wie Schwertkämpfer und Pferdebogner müssen wir erst einzeln per Forschung freischalten. Das geht über Forschungspunkte, die wir bei einem Rangaufstieg kassieren. Zweitens: Truppen kosten Arbeiter und Geld - sowie Unterhalt. Den vergisst man gern, doch die Einheiten werden immer von der nächsten eigenen Stadt versorgt. Und wenn das nur ein kleiner Ort an der Grenze ist, kann er sich ein großes Heer schlicht nicht leisten. Gerade ein negativer Kontostand wirkt sich dann fatal aus, die Moral sinkt, die Soldaten rennen in die Stadt zurück und verweigern selbst simple Bewegungsbefehle.

Grand Ages: Medieval : Die Bären sind los: Ruinen können Schätze bergen – oder wilde Tiere. Die Bären sind los: Ruinen können Schätze bergen – oder wilde Tiere.

Denn Grand Ages: Medieval ist mehr Wirtschaftssimulation als Echtzeit-Strategiespiel, das merkt man spätestens jetzt. Das man wissen und mögen, denn nichts ist frustrierender als ein Riesenheer, das Ihnen die Haare vom Kopf frisst - und trotzdem meutert, wenn es um die Wurst geht. Für Strategiespieler, die am liebsten nur kämpfen, die Versorgungslage im Hinterland aber als notwendiges Übel betrachten, werden sich mit Grand Ages: Medieval schwertun!

Belagerungen

Die militärische Königsdisziplin ist die Belagerung. Denn um eine feindliche Stadt zu übernehmen, müssen wir nicht nur die Verteidiger loswerden, sondern den Ort so lange belagern, bis er aufgibt - das funktioniert ähnlich wie bei Capture-the-Flag in Battlefield und anderen Shootern. Solange wir also vor der Stadt zelten, tickert ein Uhrsymbol den Countdown herunter. Aber: Jeder frisch rekrutierte Verteidiger und jede Entsatzarmee von außen stoppt den Zähler, außerdem verlängern Stadtgebäude wie Großes Kontor oder gar eine Burg die Belagerungszeit.

Doch das größte Problem ist Ihre eigene Truppenmoral. Denn fernab der Heimat ist es knifflig, die Truppen zu versorgen. Vor allem Ihr Goldkonto sollte prall gefüllt sein, sonst gehen Ihre Einheiten mangels Soldzahlung kurz vor dem Sieg stiften. Grand Ages: Medieval hat übrigens keinerlei Belagerungsgeräte wie Katapulte oder Trebuchet-Wurfmaschinen. Schade!