Harry Potter und der Orden des Phönix : Harry Potter und der Orden des Phönix Harry Potter und der Orden des Phönix Harry Potters fünftes Jahr in Hogwarts flimmert demnächst nicht nur über die Leinwand (Kinostart am 12. Juli), sondern findet auch wieder seinen Weg auf PCs und Konsolen (erscheint am 28.06.2007, also bereits morgen).

Wir fuchteln nun schon ein paar Stunden mit dem Zauberstab durch die Gemäuer der Magierschule und wollen nicht recht glücklich dabei werden. Dabei hat das Programm auf den ersten Blick alles, was man für ein gutes Harry Potter-Spiel benötigt: Hogwarts ist riesig und dem Schloss aus den letzten Filmen nachempfunden, Harry und der Rest der festen Besetzung sehen ihren realen Vorbildern auch recht ähnlich, auch wenn Burg und Besetzung etwas farb- und detailarm daher kommen. Die Zauberei funktioniert nicht mehr automatisch, sondern jeder Spruch muss nun durch spezielle Tastenkombinationen (oder Drehungen des Analogsticks, sofern Sie ein Gamepad besitzen) ausgeführt werden. Und doch springt der Funke nicht recht über.

Die Aufgaben, die Harry zu meistern hat, sind banal: Mitschüler brauchen Hilfe bei Hausaufgaben, Portraits wollen die richtigen Passwörter hören, bevor sie einen Geheimgang freigeben oder umher flatternde Bücher sollen eingefangen werden. Zwischen den Aufgaben: laufen, laufen, laufen! Und nochmals laufen! Denn Hogwarts ist ein riesiges Labyrinth. Zwar hilft Ihnen die »Karte des Rumtreibers«, auf der Sie Orte anwählen können, um dann einfach geisterhaften Fußabdrücken durch die Gemäuer zu folgen. Aber das macht die Wege auch nicht kürzer. Spätestens wenn Sie das dritte Mal das große Treppenhaus rauf und wieder runter gehetzt sind, wird es öde. Immerhin: An vielen Ecken gibt es etwas zu entdecken: Setzt Harry eine kaputte Rüstung per »Reparo« zusammen oder hängt er Bilder per »Wingardium Livosa« wieder an die Wand, gibt es Punkte, die, sofern genug vorhanden, seine Zauberkräfte steigern.

Die größte Schwäche des Spiels ist die lausig erzählte Geschichte. Wer das Buch nicht gelesen oder den Film nicht gesehen hat, ist hoffnungslos in den wirren Handlungsschnipseln verloren. Wer die Story kennt, ärgert sich über die miese Umsetzung.

Den Test zum Action-Adventure lesen Sie in der Ausgabe 09/07.