Zum Thema » Filmkritik zum ersten Teil Der Anfang vom Ende » Das Spiel zum Film Alle Infos zur Spiel-Umsetzung » Filmkritiken auf Gamestar Unser Kanal zu aktuellen Kinofilmen Zehn Jahre ist es her, dass Harry Potter als grünschnäbliger Pimpf sein erstes großes Kino-Abenteuer an einer Zauberschule bestritt. Wer mit dem Hype der vermeintlichen Kindergeschichte damals jedoch nichts anzufangen wusste, wurde spätestens neugierig, als es hieß, die Fortsetzung werde reifer - und ende mit einem spektakulären Duell gegen ein Monster. Eine gelungene Entwicklung, die sich fortan durch alle Teile der Reihe ziehen sollte. Sie blühte zu einem exzellent gemachten Fantasy-Werk auf, das schon durch seine kontinuierlich herausragende Machart regelmäßig bestes Event-Kino bot.

Als Nichtkenner der Bücher konnte man zwar nur erahnen, inwiefern die gezeigten Filme gestutzte Fassungen der Vorlagen waren, doch auch in dieser Form funktionierten sie. Toll gespielte Figuren bereiteten sich in abwechslungsreichen Kapiteln langsam auf den wichtigsten Moment der epischen Geschichte vor – der Konfrontation mit dem Kuttenträger Voldemort. Drei gerechtfertigte Fragen darf man sich nun vor Antritt zum letzten Gefecht stellen: ist es ein würdiges Ende der Filmreihe? War die Zweiteilung des Finales wirklich nötig, und lohnt der Aufpreis für die dritte Dimension?

Die Story

Obwohl Harry Potter (Daniel Radcliffe) den Schergen seines Erzfeindes Voldemort alias Tom Riddle (Ralph Fiennes) zuletzt knapp entkommen konnte, scheint der Krieg der Magier bereits verloren. Der übermächtige Lord des Bösen hat nicht nur seine gesamte Anhängerschaft versammelt, um die Zauberschule Hogwarts ein für alle Mal zu vernichten; der vermeintlich unsterbliche Meister ist nun auch noch im Besitz des legendären Elderstabs, dem mächtigsten aller Zauberstäbe.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2
Die letzten vier Filme wurden allesamt von dem gleichen Regisseur gedreht: David Yates. (Warner Bros. Pictures Germany)

Während sich Harrys Schulkollegen, Lehrer und Freunde selbstlos der Armee der Bösen entgegenstellen, versuchen Harry und seine besten Freunde Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson), die benötigten letzten magischen Artefakte rechtzeitig zu finden. Denn nur mit diesen glauben sie, eine Chance gegen Voldemort zu haben. Im Zuge dieser Suche trifft der Zauberlehrling auf alte Gefährten, enthüllt die letzten Geheimnisse seiner Herkunft und findet Mut, sich dem unausweichlichen Ende zu stellen.

Die zweite Hälfte

Der achte Potter-Film beginnt mit einer für sich stehenden Sequenz, die den folgenden Rest angenehm und actionreich einleitet und diesen zweiten siebten Teil somit insgesamt runder erscheinen lässt, als den Vorgänger vom Winter 2010.

Nach dieser Einleitung folgt, worauf die Fans der Reihe seit sieben Filmen gewartet haben: Ein beachtliches Finale in Spielfilmlänge. Während man noch einmal zahlreiche der eingeführten Figuren aus den vorangegangenen Filmen wiedersieht, entbrennt ein effektgeladenes Fantasy-Actionspektakel, das es auch technisch in sich hat. Voldemort macht erstmals richtig Ernst und sorgt mit seinen Kohorten für verbissene Kämpfe innerhalb von Hogwarts, bei denen viele Schüler ihr Leben lassen – vergessen sind alle Niedlichkeiten, die es vor 10 Jahren noch gegeben haben mag.