Zum Thema » Hawken - Ursprünglicher Test Rasende Kampf-Toaster » Hawken - Mechs im Überblick Alle Mechs in der Galerie » Hawken - Maps im Überblick Alle Maps in der Galerie » Top 10 der Free2Play-Shooter Übersicht zu guten Kostenlos-Shootern Weil Gratisspiele ja gern über den Pay-2-Win-Kamm geschoren werden, sagen wir's gleich jetzt: Hawken ist KEIN Pay-to-Win-Titel. Alle der derzeit 17 Mechs, alle Waffen und internen Strukturen lassen sich mit erspielten »Hawken Credits« kaufen - je nach Spielerfolg ist der nächste Mech in ein paar Stunden erreicht. Nur wer FRÜHER auf Maschinen und Ausrüstung zugreifen will, muss für »Meteor Credits« echtes Geld in die Hand nehmen.

Je nach gewähltem Paket kosten die teuersten Mechs dann zwischen 4,87 und 5,60 Euro. Weil sich die Preise laufend ändern und Sonderangebote eintrudeln, lohnt sich das Rechnen. Wer knapp 28 Euro fürs Mercenary Bundle hinblättert, bekommt zum Beispiel gleich sechs Mechs plus höherstufiger, aber ausbalancierter Bewaffnung - spielt aber vielleicht nur zwei der Maschinen regelmäßig.

Kontrollbesuch und neue Wertung
Dieser Artikel ist der erste Kontrollbesuch-Test zu Hawken. Der ursprüngliche Test vom Juni 2013 ist weiterhin online. Wie sich Hawken ganz allgemein spielt, lesen Sie dort. Im Kontrollbesuch gehen wir deshalb in erster Linie auf Neuerungen ein. Außerdem wurde der Wertungskasten angepasst.

Hawken ist damit ein perfektes Beispiel für Fair2Play. Alle spielrelevanten Inhalte lassen sich in angemessenem Zeitrahmen erarbeiten, der Rest ist Deko. Für echtes Geld können wir unsere Mechs umlackieren, bekleben und umbauen, sogar für das Cockpit warten kaufbare Individualisierungen im Shop. Ein rundes Angebot, auch wenn es zum Release der Early-Access-Version auf Steam im Februar 2014 zunächst Ärger gab.

Da konnten neue Spieler plötzlich nur noch zum Preis des Mercenary Bundle in den Free2Play-Titel. Die Fans liefen Sturm, der Entwickler Adhesive Games reagierte schnell. Jetzt ist Hawken wieder für null Euro spielbar - auch im Early-Access.

Getrennte Levelaufstiege

Seit unserem ersten Test im Sommer 2013 hat sich aber auch im Spiel selbst einiges getan. Hawken wirkt mittlerweile runder: Obwohl es seit Dezember 2012 (!) als Open Beta firmiert, haben wir das Gefühl, ein vollwertiges Produkt zu spielen. Das liegt zum einen an Kleinigkeiten wie der überarbeiteten Menüführung, einem schicken Introvideo sowie kurzen Zwischensequenzen im neuen Koop-Modus gegen Bots (dazu gleich mehr).

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Hawken
Rasant: Wegen der verschachtelten Maps ist Hawken nahkampflastiger als der strategischere Kollege Mechwarrior Online.

Zum anderen steigen mittlerweile Mechs UND die Piloten (also die Spieler) unabhängig voneinander im Rang auf, was zum Weitermachen motiviert. 30 Pilotenränge gibt's derzeit, und mit jedem Aufstieg winken neue Freischaltungen - vom netten, aber spielerisch sinnfreien neuen Holo-Emoticon, das wir zum Gegnerärgern abspielen, bis hin zu besseren »Interna«, etwa einer automatischen Reparaturfunktion.

Einsteiger kann das anfangs frustrieren, denn das Automatchsystem ist immer noch nicht das Gelbe vom Ei, weil es niedrig- und hochstufige Spieler und Mechs zusammenwirft. Immerhin sind die Teams jetzt ausgeglichener, und dank dazugekommener Server in England finden sich auch schneller genug Spieler.

Gemeinsam gegen den Bot-Boss

Zudem bekommen wir mittlerweile ein ordentliches Tutorial geboten, das auch das wichtige seitliche Boosten trainiert. Denn das rasante Ausweichen kann einen wahnsinnig machen, wenn's der Gegner gut beherrscht, man selber aber noch nicht. Wer mit einem neuen Mech üben und sich nicht von der Gegenseite auslachen lassen will, spielt einfach mit KI-Kollegen.

Oder gleich den neuen Modus »Koop-Bot-Training«. Der Name hört sich langweilig an, täuscht aber: Mit bis zu vier Spielern (echte Menschen oder KI-Piloten) treten wir gegen immer stärkere Wellen aus Feindmaschinen und bewaffneten Drohnen an, alle paar Abschnitte fliegt außerdem ein besonderer Boss-Mech in die Map, inklusive schnittiger Cutscene. Um eine Welle zu überstehen, müssen wir alle Gegner ausschalten - logisch.

Falls ein Teammitglied abgeschossen ist, kann es nur von einem anderen wiederbelebt werden, und genau das macht die Matches so spannend. Denn zum Wiederbeleben müssen wir dicht ran an den gefallenen Kumpel, und die erlösende Heilung dauert ein paar Sekunden - im Feindfeuer eine Ewigkeit. Die eigenen KI-Kollegen sind zwar nicht die schlausten, trotzdem lohnt es sich, auch diese Blechkameraden wieder aufzupäppeln.

Abgeschossene Gegner hinterlassen in diesem Modus übrigens nicht nur heilsame grüne Leuchtkugeln, sondern auch kurzzeitig eine Energiequelle: Wenn wir diese Energieeinheiten aufsaugen, können wir unsere Durchschlagskraft, Panzerung und Kühlung stufenweise anheben. Zwar nur für das laufende Wellen-Match, trotzdem motiviert dieses Upgrade-Element zusätzlich.

Außerdem gibt's für diesen KI-Modus ebenfalls Erfahrungspunkte, wenn auch etwas weniger als gegen echte Gegner. Allerdings sollten Sie Zeit mitbringen: Während etwa ein klassisches Team Deathmatch zehn Minuten dauert, können Sie für die 30 KI-Feindwellen locker eine Dreiviertelstunde einplanen - falls Sie überleben.