Hitman: Der Film : Es ist kein leichter Job, ein Killer zu sein. Vor allem, wenn der Killer eine Kunstfigur aus einem Computerspiel ist, der man als Schauspieler Leben einhauchen soll. Timothy Olyphant (Stirb langsam 4.0, Nur noch 60 Sekunden) poltert in die Kulissen. »Mein Barcode wurde am Eingang gescannt, die wollten mich nicht reinlassen«, feixt er entschuldigend. Der Killer 47, dessen Rolle er spielt, trägt den schwarzen Strichcode am Nackenansatz des kahlgeschorenen Schädels. 47 ist die Hauptfigur der PC-Spieleserie Hitman. Im bulgarischen Sofia wird sie fürs Kino verfilmt.

47 in der Kirche

Das Team rund um den französischen Regisseur Xavier Gens dreht an einer Szene im Vorraum einer Kathedrale. Eine Assistentin huschtherbei, kleidet den Schauspieler in eine grüne kugelsichere Weste und händigt ihm ein ansehnliches Plastikwaffenarsenal aus. Olyphant setzt ein Grinsen auf, das den 1967 geborenen Amerikaner wie einen Zwanzigjährigen aussehen lässt. Kurz darauf schnellt das gefühlte Alter in die Höhe, aus Olyphant wird 47, die Lage ernst: »Action!« Gegner überrumpeln den Killer in der Kirche. Der Hitman muss sich ergeben.

Hitman: Der Film : Die Szene wird den ganzen Tag lang aus allen Perspektiven gedreht. Wir sind dabei, als der Regisseur die Feinde des Hitman mit einer beweglichen Steadicam begleitet. Die Kamera folgt zuerst den drei Häschern und schwenkt anschließend auf den Hitman, der mit grimmigem Gesichtsausdruck ertragen muss, wie er in Handschellen gelegt wird. Bei den ersten Versuchen entgleiten Timothy Olyphant mehrmals die Gesichtszüge, auch die Handgriffe der Angreifer sitzen nicht. Nach vier Versuchen klappt es schließlich ohne Lachanfall und verknotete Hände.