Kingdoms of Amalur: Reckoning - PC

Rollenspiel  |  Release: 09. Februar 2012  |   Publisher: Electronic Arts

Kingdoms of Amalur: Reckoning - Insider: »38 Studios und Big Huge Games geschlossen«

Katastrophe bei 38 Studios? Ehemalige Mitarbeiter berichten von der Entlassung der kompletten Belegschaft und einer drohenden Firmenschließung von Big Huge Games.

Von Michael Obermeier |

Datum: 25.05.2012 ; 09:19 Uhr


Das Drama um die Kingdoms of Amalur: Reckoning -Entwickler 38 Studios und dessen Tochter Big Huge Games hat seinen Höhepunkt erreicht. Wie die Website Kotaku von einem anonymen Mitarbeiter erfahren haben will, wurden inzwischen alle 379 Angestellten entlassen.

Der Website Gamasutra liegt angeblich auch die passende E-Mail an die ehemaligen Mitarbeiter vor:

»Das Unternehmen verzeichnet derzeit einen Geschäftsrückgang. Um weiteren Verlusten und Ausgabenkürzungen entgegenzuwirken, hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, dass firmenweite Kündigungen unumgänglich sind. Diese Kündigungen sind nicht freiwillig und auch nicht disziplinarisch zu verstehen. Dies ist ihr offizieller Kündigungsbescheid, gültig ab heute, dem 24. Mai 2012.«

Eine offizielle Bestätigung über die Masssenentlassung oder Firmenschließung gibt es derzeit noch nicht.

In den vergangenen Tagen hieß es zunächst, man würde nur »vorübergehend« einige Mitarbeiter entlassen. Kurz darauf saß auch ein Großteil der Chefetage von 38 Studios auf der Straße.

Kingdoms of Amalur: Reckoning : Curt Schillings Unternehmen 38 Studios hat große finanzielle Probleme. Curt Schillings Unternehmen 38 Studios hat große finanzielle Probleme. Pikant: Die Mitarbeiter haben erst von der sich anbahnenden Katastrophe erfahren, als am 15. Mai nicht wie gewohnt die Gehaltschecks eintrudelten. Auch darüber, dass die Krankenversicherung am 22. Mai ausläuft, gab es keine Informationen von der Geschäftsleitung. Erst durch den Arzt einer schwangeren Ehefrau eines 38-Studios-Mitarbeiters bekam die Belegschaft die »frohe Kunde«.

Curt Schilling, Ex-Baseball-Star und Firmengründer von 38 Studios, hatte kürzlich noch den Erfolg von Kingdoms of Amalur: Reckoning verteidigt. Auf Twitter erklärt er, dass das Rollenspiel mit seinen 1,2 Millionen verkauften Exemplaren die Verkaufserwartungen von Publisher Electronic Arts übertroffen habe. Selbst wenn diese Zahl stimmen sollte, hätte 38 Studios mindestens 3 Millionen Spiele verkaufen müssen, nur um die Entwicklungskosten zu decken. Das behauptet zumindest der Gouverneur von Rhode Island Lincoln Chafee.

Der US-Bundesstaat hatte 38 Studios knapp 75 Millionen US-Dollar zur Schaffung von High-Tech-Arbeitsplätzen geliehen, das Entwicklerstudio konnte die Summe aber nie vollständig zurückzahlen. Glaubt man einigen Ex-Mitarbeitern, soll der Staat das Studio aber auch bei den Konditionen zur Rückzahlung einzelner Raten belogen haben.

Unklar bleibt, was aus dem MMO-Projekt Kingdoms of Amalur: Project Copernicus im Falle einer Firmenschließung wird.

Kingdoms of Amalur: Project Copernicus
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Avatar Silverhenge
Silverhenge
#1 | 25. Mai 2012, 10:09
Hoffe mal, dass das nicht der Wahrheit entspricht :/
KoA war doch ein guter Anfang!
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Avatar MetroLastNight
MetroLastNight
#2 | 25. Mai 2012, 10:14
Das hoffe ich auch. Die wirkten garnicht so schlecht.
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Avatar the_guy
the_guy
#3 | 25. Mai 2012, 10:14
Was mir nicht ganz klar ist wie EA damit zusammenhängt ich dachte zuerst sie seien der Publisher für das Spiel. Haben sie nur ihren Namen hergegeben und sich um die WErbung gekümmert?

Aber man muss auch leider sagen dass die Chefs von 38 Studios selber schuld sind, zu glauben das sich ein neuer Titel 3 Millionen mal verkauft ist sehr optimistisch.
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Avatar Vestor
Vestor
#4 | 25. Mai 2012, 10:16
Traurige Realität in den USA, damit verglichen ist der deutsche Arbeitnehmerschutz Gold.
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Avatar Bob Anarcho
Bob Anarcho
#5 | 25. Mai 2012, 10:18
schade um die leute, so behandelt man doch nicht seine mitarbeiter (außer bei EA^^)

und andere studios die (teueren) müll produzieren, bleiben weiterhin bestehen, kein wunder, dass es mit der spielequalität abwärts geht.
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Avatar Ein Pixel
Ein Pixel
#6 | 25. Mai 2012, 10:21
Wenns Wahr ist, ist es sehr traurig für die Mitarbeiter. Und zwar nicht wegen der Kündigung, nicht falsch Verstehen, die ist immer schlimm. Sondern wegen der Umstände (Kein Gehalt obwohl man diesen noch erwartet? Keine Krankenversicherung? HALLO?!).

PS.: Kann mir jemand den Sinn des Satzes erklären:

"Um weiteren Verlusten und Ausgabenkürzungen entgegenzuwirken, hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, dass firmenweite Kündigungen unumgänglich sind."
Der entscheidende Punkt: "Um ... Ausgabenkürzungen ENTGEGENZUWIRKEN..."

...oder ist es einfach nur schlecht übersetzt?

mfg
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Avatar DaDoom
DaDoom
#7 | 25. Mai 2012, 10:32
Das sind schon unglaubliche Dimensionen. Kaum zu glauben, dass ein Entwickler Konkurs geht, der sein Spiel 1.2 Mio (DLCs nicht mitgezählt?) mal verkauft. Irgendwie gibt es ein Problem im Verhältnis zwischen Herstellungskosten und Endkundenpreise; entweder hat 38 Studios Geld verplempert oder so ein Spiel kann wirklich nicht billiger hergestellt werden. Und falls letzteres gilt müssen entweder die Preise für Spiele steigen oder man muss gigantische Absatzzahlen erreichen. Wenn dem so ist werden am Ende wohl nur die paar grössten überleben. Keine schöne Aussicht, würde ich meinen. Dadurch verliert der Markt sowohl kreatives Potential als auch Vielfalt.
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Avatar Moo
Moo
#8 | 25. Mai 2012, 10:49
Zitat von DaDoom:
Das sind schon unglaubliche Dimensionen. Kaum zu glauben, dass ein Entwickler Konkurs geht, der sein Spiel 1.2 Mio (DLCs nicht mitgezählt?) mal verkauft. Irgendwie gibt es ein Problem im Verhältnis zwischen Herstellungskosten und Endkundenpreise; entweder hat 38 Studios Geld verplempert oder so ein Spiel kann wirklich nicht billiger hergestellt werden.


Es kommt auf den Zeitraum an. Auf jeden Fall ist es einfacher das Entwicklungsstudio aufzulösen und die restlichen 20 Jahre die das Spiel vertrieben wird, direkt beim Publisher einzukassieren.
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Avatar RedRanger
RedRanger
#9 | 25. Mai 2012, 11:04
Zitat von DaDoom:
Das sind schon unglaubliche Dimensionen. Kaum zu glauben, dass ein Entwickler Konkurs geht, der sein Spiel 1.2 Mio (DLCs nicht mitgezählt?) mal verkauft. Irgendwie gibt es ein Problem im Verhältnis zwischen Herstellungskosten und Endkundenpreise; entweder hat 38 Studios Geld verplempert oder so ein Spiel kann wirklich nicht billiger hergestellt werden. Und falls letzteres gilt müssen entweder die Preise für Spiele steigen oder man muss gigantische Absatzzahlen erreichen. Wenn dem so ist werden am Ende wohl nur die paar grössten überleben. Keine schöne Aussicht, würde ich meinen. Dadurch verliert der Markt sowohl kreatives Potential als auch Vielfalt.


Naja ich weiss jetzt nicht wie die Bezahlung bei dem Publisher und dem Projekt war, aber wenn man liest, dass Leute wie West und Zamparella 16 Mio pro Jahr und Kopf bekommen sollten, und dann annimmt so ein Projekt läuft 2 Jahre, dann sind da schon mal 64 Mio nur für die Gehälter der beiden Chefs draufgegangen.

Kein Wunder, dass Spiele in der Entwicklung so teuer sind oO
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Avatar Phaeton
Phaeton
#10 | 25. Mai 2012, 11:12
Zitat von the_guy:
Was mir nicht ganz klar ist wie EA damit zusammenhängt ich dachte zuerst sie seien der Publisher für das Spiel. Haben sie nur ihren Namen hergegeben und sich um die WErbung gekümmert?


EA hat eine Untergruppe, quasi ein eigenes Unternehmen, dass sich EA Partners nennt. Diese sind quasi unabhängig von EA. Über diese Firma stellt EA Entwicklern seine Ressourcen im Bereich Publishing (Vertrieb, Vertriebswege, Marketing, usw.) zur Verfügung, die ein lokaler Entwickler einfach nicht hat. EA ist einer der wenigen Publisher die weltweit agieren, und über EA Partners können auch andere Firmen davon partizipieren.

EA Partners ist aber kein Geldgeber und hat auch keinen Einfluss auf Produkte oder die teilnehmenden Firmen. Deswegen hat und wird EA auch kein Geld in die 38Studios investieren.

Einzige Hoffnung jetzt ist wohl nur, dass ein anderer Entwickler/Publisher Copernicus übernimmt. Wäre schade, wenn es einfach so verschwinden würde.
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Details zu Kingdoms of Amalur: Reckoning

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Rollenspiel
Untergenre: -
Release D: 09. Februar 2012
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Big Huge Games
Webseite: http://www.reckoningthegame.com
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 129 von 5683 in: PC-Spiele
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