Neverwinter - Free2Play

Online-Rollenspiel  |  Release: 30. April 2013  |   Publisher: Perfect World
Seite 1 2   Fazit

Neverwinter in der Vorschau

Wenig Neues, viel Altbewährtes

Im vierten Closed-Beta-Wochenende zu Neverwinter haben wir erstmals das Crafting-System des Free2Play-MMOs angetestet. Wie sich das Handwerk im Vergleich zur Genre-Konkurrenz schlägt, und was wir sonst erlebt haben, erfahren Sie in unserer neuesten Neverwinter-Vorschau.

Von Tobias Ritter |

Datum: 17.04.2013


Zum Thema » Top 10 der F2P-MMOs Alternativen zu Neverwinter » Neverwinter - Vorschau Sp spielt sich der PVP-Modus » Neverwinter - Artworks Galerie mit Konzeptzeichnungen World of Warcraft vom Genre-Thron stoßen und mal so richtig den WoW-Killer raushängen lassen - mit diesen hehren Ambitionen ist schon so manches neue Online-Rollenspiel an den Start gegangen. Und am Ende kläglich gescheitert. Zumindest ersteres lässt sich bei Neverwinter ausschließen: Das Free2Play-Rollenspiel vom zuvor unter anderem durch Star Trek Online in Erscheinung getretenen Spielentwickler Cryptic Studios führt sich vielmehr als grundsolide Alternative für passionierte Online-Rollenspieler ein.

Das Entwicklerteam vermeidet die Selbstdarstellung als Genre-Revolution mit atemberaubenden Spielansätzen und Features. Ein Eindruck, der sich auch im Spiel selbst bestätigt: Für Genre-Veteranen wirkt alles irgendwie vertraut, egal ob Grafik, Gameplay, Quests oder Spielaufbau. Im Vergleich zu diversen Konkurrenz-Titeln wurde lediglich an einigen kleineren Stellschrauben hier und da gedreht, um auf der bekannten MMO-Spielerfahrung aufbauend die eine oder andere Feature-Evolution anzustoßen. Aber reicht das aus, um nicht nur irgendein weiteres Free2Play-MMO unter vielen zu sein?

Charakter-Erstellung im Table-Top-Stil

Die Antwort auf diese Frage ist so eindeutig wie immer: Jein. Während Anhänger des Fantasy-Universums Dungeons & Dragons an Neverwinter sicherlich ihre wahre Freude haben werden, bewegt sich der Spielspaß für Online-Rollenspieler ohne Marken-Präferenzen nicht wirklich in revolutionären Bahnen - verprellt sie aber auch nicht. Die Charakter-Erstellung sorgt mit ihren aus dem D&D-Universum entnommenen Elementen noch vor Spieleinstieg für Wohlfühl-Atmosphäre - egal bei welchem Spieler-Typ.

Mit Menschen, Tieflingen, Halb-Orks, Zwergen, Halblingen, Elfen sowie Halb-Elfen stehen die unterschiedlichsten Völker zur Auswahl, die zudem allesamt ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringen. Elfen etwa erhalten zwei zusätzliche Punkte auf die Attribute Geschicklichkeit und Weisheit und verfehlen durch die Fähigkeit "Elfische Zielgenauigkeit" kaum ein Ziel.

Neverwinter : Insgesamt sieben Völker stehen mit Halborks, Menschen, Zwergen, Halblingen, Elfen, Halb-Elfen und Tieflingen zur Auswahl.

Völker
Insgesamt sieben Völker stehen mit Halborks, Menschen, Zwergen, Halblingen, Elfen, Halb-Elfen und Tieflingen zur Auswahl.

Weiter geht es dann wie gewohnt mit der Wahl einer der Klassen Zweihandwaffenkämpfer (DPS), Beschützender Kämpfer (Tank), taktischer Magier (Fernkampf-DPS), Glaubenskleriker (Heiler) und Trickserschurke bevor noch Fähigkeitenpunkte auf die üblichen Attribute (Stärke, Intelligenz und Co) verteilt werden dürfen und es abschließend zur Auswahl einer Herkunft, einer Intention und einer anzubetenden Gottheit geht. Wer viel Wert auf das RPG in MMORPG legt, darf sich zudem eine umfangreiche Biografie für seine Spielfigur ausdenken. Insgesamt erinnert das System ein wenig an das Ausfüllen eines Charakter-Bogens in geselliger Table-Top-Runde - was durchaus positiv gemeint ist.

Wegfindung wie bei Donnie Darko

Wer die Charakter-Erstellung erfolgreich abgeschlossen hat, darf erst einmal eine Runde an den Strand - allerdings nicht zum entspannen, sondern mitten hinein in den ganzen Schlamassel, um den sich die Hintergrundgeschichte in Neverwinter entspinnt. Erfahrene Rollenspieler kennen das: Strand, Schiffsbruch, Gedächtnisverlust und schon ist man mittendrin im Abenteuer seines Lebens. Trotz dieses eher uninspirierten Beginns weiß das Spiel jedoch einen gewissen Spannungsbogen zu erzeugen, dem es sich nur schwerlich entziehen lässt. Nachdem am Strand flugs noch ein paar nützliche Gegenstände eingesammelt wurden, geht es nämlich schon in Begleitung eines Nicht-Spieler-Charakters in der nächstgelegenen Stadt einigen Gegnern an den Kragen.

Wo andere Online-Rollenspieler ihre Nachwuchs-Helden noch zum Blümchenpflücken oder Wolfspelzsammeln schicken, überspringen wir das Laufburschen-Dasein in Neverwinter und steigen direkt zum Helden auf - und nehmen es sogleich mit ganzen Feindbataillonen und einem dicken Endgegner auf. Das macht einerseits Spaß und regt - von Weltrettungs-Ambitionen angetrieben - zum Weiterspielen an, wirft jedoch auch die eine oder andere Frage auf.

Neverwinter : Sparkle, Sparkle Little Star – Eine funkelnde Sternwolke weist Ihnen in Neverwinter stets den Weg zum nächsten Ziel. Sparkle, Sparkle Little Star – Eine funkelnde Sternwolke weist Ihnen in Neverwinter stets den Weg zum nächsten Ziel.

Zum Beispiel: Bleibt das Spiel durchweg so einfach, wie es sich in dieser ersten Mini-Instanz zum Einstieg geriert? Auch hier die obligatorisch-klare Antwort: Jein. Etwas ungewöhnlich ist da etwa die Wegfindung zum nächsten Questziel - der schnellste Weg dorthin wird nämlich stets in Form eines funkelnden Strahls auf dem Boden angezeigt. Film-Fans kennen etwas Ähnliches vielleicht aus Donnie Darko, Gamern wird als Referenz am ehesten das Molyneux-Rollenspiel Fable auf die Sprünge helfen.

Das System ist zwar durchaus nützlich, allerdings verführt es auch dazu, wie auf Schienen und nur auf den Boden blickend durch die eigentlich ganz hübsch gestaltete und vor allem in der namensgebenden Stadt selbst äußerst wuselige Spielwelt zu laufen. Und es deutet an, wohin die Reise mit Neverwinter wohl gehen soll: Ein "schneller, einfacher und zugänglicher Spieleinstieg" und "viel erreichen mit wenig Zeitaufwand" sind die Elemente, die hier offensichtlich im Fokus stehen.

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Neverwinter - The Curse of Icewind Dale

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Avatar Rettungsschirm
Rettungsschirm
#1 | 17. Apr 2013, 12:04
"Als nicht ganz so positiv dürfte auf viele Spieler die starke Instanzierung der Spielwelt wirken"

nicht ganz so positiv....aha....wohl eher totaler Mist, es stört mich schon bei SWTOR, dass die Welten dort so "schlauchig" sind, aber komplette Instanzen und keine offene Welt? ... also auch wenn ich schon lange kein WoW mehr spiele, aber das hat mir dort immer so gefallen, dass man eine komplette offene Welt hatte.

schade, für mich hat sich dieses Spiel hiermit schon erledigt.
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Avatar Vredesbyrd
Vredesbyrd
#2 | 17. Apr 2013, 12:09
Zitat von Rettungsschirm:
"Als nicht ganz so positiv dürfte auf viele Spieler die starke Instanzierung der Spielwelt wirken"

nicht ganz so positiv....aha....wohl eher totaler Mist, es stört mich schon bei SWTOR, dass die Welten dort so "schlauchig" sind, aber komplette Instanzen und keine offene Welt? ... also auch wenn ich schon lange kein WoW mehr spiele, aber das hat mir dort immer so gefallen, dass man eine komplette offene Welt hatte.

schade, für mich hat sich dieses Spiel hiermit schon erledigt.


ja, das nervt in der Tat, aber ich glaube, dass in Neverwinter ohnehin die selbsterstellen Instanzen aus der Foundry im Mittelpunkt stehen werden.
Da reist man nicht durchs Brachland um von Orgrimmar in die Höhle der Klingenhauer zu kommen o.ä., man sucht sich ne instanz im Browser aus und ist sofort da.
Währen diese Instanzen Ausnahmslos vom Entwicklerteam entworfen worden, würd ich darüber nur lachen, aber wenn die Spielercommunity sich voller Motivation hinter die Abenteuer und Dungeons klemmt, dann habe ich gute Hoffnung, dass das Spiel doch sehr viel Spaß machen wird.
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Avatar Agent.Smith
Agent.Smith
#3 | 17. Apr 2013, 12:21
Zitat von Gamestar:
Wenig Neues, viel Altbewährtes
[...]
Im Vergleich zu diversen Konkurrenz-Titeln wurde lediglich an einigen kleineren Stellschrauben hier und da gedreht, um auf der bekannten MMO-Spielerfahrung aufbauend die eine oder andere Feature-Evolution anzustoßen.


Na abgesehen davon, dass die Kampfmechanik komplett anders ist als in den allermeisten anderen MMOs. Oder dass das Spiel einen Editor enthält, mit dem die Spieler eigene Quests entwickeln können...und sogar als Dungeonmaster aufleveln, wenn sie gute Bewertungen erhalten.

Aber das sind scheinbar nur Details. Kleine Stellschrauben. Kaum der Erwähnung wert. Und in der Tat erwähnt ihr die Foundry ja auch im Text gar nicht. Nur ganz zum Schluss zwei Sätze im Fazit dazu.
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Avatar Cyrotek
Cyrotek
#4 | 17. Apr 2013, 12:34
Zitat von Agent.Smith:


Na abgesehen davon, dass die komplette Kampfmechanik eine komplett anders ist als in den allermeisten anderen MMOs. Oder dass das Spiel einen Editor enthält, mit dem die Spieler eigene Quests entwickeln können...und sogar als Dungeonmaster aufleveln, wenn sie gute Bewertungen erhalten.

Aber das sind scheinbar nur Details. Kleine Stellschrauben. Kaum der Erwähnung wert. Und in der Tat erwähnt ihr die Foundry ja auch im Text gar nicht. Nur ganz zum Schluss zwei Sätze im Fazit dazu.


Mal davon abgesehen das die Kampfmechanik nicht soooooo anders ist als in bereits bekannten MMOGs und im Text auch behandelt wurde, hat der Dungeoneditor wenig mit dem spielerischen Aspekten zu tun. Um die es hier ging.

Ich für meinen Teil empfand das Spiel in der Beta übrigens als ... bemüht.
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Avatar Kazuga
Kazuga
#5 | 17. Apr 2013, 12:34
Das spiel ist super, erstmal weil D&D, dann weil das Kampfsystem einfach super flott ist, man hat nicht 100 skills die man gleichzeitig benutzen kann.. sondern nur 7 ! PvP bringt verdammt viel spaß !

Instanzierung ist super ! Oder wollt ihr das euch die mobs geklaut werden? Ich jedenfalls nicht.

Ich werde es auf jedenfall spielen. Die Betas haben mir sehr viel Spaß bereitet und ich kann es kaum bis zum 27.4 erwarten ! (vorbesteller und so)


Ps: Foundry ist einfach super, schade das da so wenig drauf eingegangen wird. GS halt - testen alles, aber nicht wirklich richtig.
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Avatar Agent.Smith
Agent.Smith
#6 | 17. Apr 2013, 12:36
Zitat von Cyrotek:
Mal davon abgesehen das die Kampfmechanik nicht soooooo anders ist als in bereits bekannten MMOGs hat der Dungeoneditor wenig mit dem spielerischen Aspekten zu tun. Um die es hier ging.


Öhm, Attacken direkt auslösen, aktiv Blocken und Ausweichen....joa, hast völlig recht, sieht man in jedem zweiten MMORPG
...
nicht.

Und ja, der Editor fällt imo unter Spielinhalt. Welches MMO erlaubt mir schon, den Dungeonmaster zu geben und meinen Freunden / meiner Gilde eine schöne Questreihe zu entwerfen?
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Avatar hail_to_the_king
hail_to_the_king
#7 | 17. Apr 2013, 12:36
Zitat von Agent.Smith:

Aber das sind scheinbar nur Details. Kleine Stellschrauben. Kaum der Erwähnung wert. Und in der Tat erwähnt ihr die Foundry ja auch im Text gar nicht. Nur ganz zum Schluss zwei Sätze im Fazit dazu.


sowas habe ich mir auch gedacht. echt lächerlich, dieses feature auf den letzten drücker mit ins fazit zu klatschen. denn genau damit könnte neverwinter etwas schaffen, woran die meisten mmorpgs scheitern: langzeitmotivation.
gepaart mit solider technik hört sich das sehr interessant an. schade aber, dass die welt größtenteils instanziert ist. wenn nicht genug anreize zur gruppenbildung geschaffen werden, kann das schnell nach hinten losgehen.


edit:
Zitat von Kazuga:
Instanzierung ist super ! Oder wollt ihr das euch die mobs geklaut werden? Ich jedenfalls nicht.


nur weil andere spieler in der welt rumlaufen, müssen sich nicht zwangsläufig gegner klauen können oO
guild wars 2 zeigt recht deutlich, dass es auch anders geht, was wiederum das gruppenspiel fördert.
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Avatar krystyla
krystyla
#8 | 17. Apr 2013, 12:40
Beeinflusst beim Cleric die wahl des Gottes die spells wär sonst komisch
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Avatar Vhasusu
Vhasusu
#9 | 17. Apr 2013, 12:40
Zitat von :
World of Warcraft vom Genre-Thron stoßen und mal so richtig den WoW-Killer raushängen lassen - mit diesen hehren Ambitionen ist schon so manches neue Online-Rollenspiel an den Start gegangen. Und am Ende kläglich gescheitert.


Hier muss man doch mal eine Lanze für gewisse Spiele brechen. Meiner Erfahrung nach hat Gamestar deutlich zu den Hypes beigetragen und so manchen Titel als potenziellen WoW-Killer deklariert. Die spieleigene PR hingegen wirkte dagegen schon beinahe bescheiden. Daher haben die zitierten Worte einen unangenehmen Beigeschmack.
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Avatar DrProof
DrProof
#10 | 17. Apr 2013, 13:07
Fand die Beta nicht schlecht...
Werd ich noch im Auge behalten.
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Details zu Neverwinter

Plattform: PC (Xbox One)
Genre Rollenspiel
Untergenre: Online-Rollenspiel
Release D: 30. April 2013
Publisher: Perfect World
Entwickler: Cryptic Studios
Webseite: http://www.neverwinter.de
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 183 von 5705 in: PC-Spiele
Platz 15 von 259 in: PC-Spiele | Rollenspiel | Online-Rollenspiel
 
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