Stalker 2 : Oleg Yavorsky erklärt, warum das Ende von Stalker 2 unausweichlich war. Oleg Yavorsky erklärt, warum das Ende von Stalker 2 unausweichlich war. Im April dieses Jahres wurden die Arbeiten an dem Ego-Shooter Stalker 2 endgültig eingestellt. Die Entwickler hatten kurz zuvor alles daran gesetzt, das Projekt - allen widrigen Umständen zum Trotz - noch am Leben zu erhalten - vergeblich.

Oleg Yavorsky von dem aus ehemaligen GSC-Game-World-Mitarbeitern gegründeten Studio Vostok Games erklärte jetzt in einem ausführlichen Interview mit dem Magazin VG247, wie es letztendlich dazu kam.

»Das war unglücklicherweise ein erzwungener Schritt. Im Dezember 2011, nachdem GSC Game World unerwarteterweise von seinem Besitzer geschlossen und die Entwicklung von Stalker 2 auf Eis gelegt wurde, hatte das Team zwei Möglichkeiten. Entweder musste es sich auflösen und woanders nach Arbeit suchen. Oder aber die Leute bleiben zusammen und versuchen, eine Art Investor zu finden, um weiterhin an dem Projekt arbeiten zu können, für das sie so viel Leidenschaft aufgebracht haben.

Wir hatten uns für die zweite Möglichkeit entschieden. Nach einigen Monaten voller Eskapaden und Verhandlungen hatten wir die nötige Finanzierung beisammen. Dann kam es jedoch zu Problemen bezüglich der Markenrechte, da wir keine Einigung über die Verwendung des Stalker-Brandings erzielen konnten.

Die Investoren glaubten jedoch an die Fähigkeit des Teams, coole Spiele zu entwickeln - auch wenn wir alles neu machen müssten. Und genau das haben wir gemacht. Im März 2012 haben wir Vostok Games gegründet und mit den Arbeiten an unserem ersten Projekt begonnen - Survarium.«

Des Weiteren erklärte Yavorsky, dass sich Stalker 2 damals noch in einer frühen Phase der Entwickung befunden habe. Der grafische Prototype und einige Levelbereiche seien bereits vorhanden gewesen. Allerdings gingen interne Planungen davon aus, dass bis zur Fertigstellung des Shooters noch mindestens zwei Jahre nötig gewesen wären.

Stalker 2 - Concept-Artworks