Chris Roberts hat in der neusten Episode von »10 for the Chairman« ein paar interessante Details zu seinen Inspirationsquellen für Star Citizen fallen lassen. Darunter seien unter anderem auch große Spiele wie World of Warcraft und Eve Online.

Keine Leerlaufzeiten

So habe vor allem WoW ihm gezeigt, was er bei seinem persistenten Weltraum-Universum anders machen müsse. Er persönlich habe nie einen Draht zum MMO gefunden, was nicht zuletzt daran gelegen habe, dass die Welt sich nicht lebendig anfühle. Deshalb wundere es ihn auch nicht, dass die Spielerzahlen in den Leerlaufzeiten zwischen den Addons oft rasant abfallen. Es gäbe abseits der Erweiterungen einfach nicht genug zu erleben in der Fantasy-Welt.

Star Citizen soll aber ein Universum bekommen, dass sich durchgehend frisch, neu und lebendig anfühlt.

»Wir werden nie genug Inhalte liefern können, um mit den Spielern mithalten zu können, die die Inhalte so schnell durchspielen. Diese Lektion lernt man, wenn man sich World of Warcraft ansieht. Wenn eine neue Erweiterung kommt, kommen die Spieler zurück und sie haben wieder zehn Millionen, die es spielen. Aber sie hetzen nur durch die neuen Inhalte und danach sind es wieder nur sieben oder sechs Millionen, die es spielen.«

Umso wichtiger sei es deshalb bei Star Citizen, die Spieler durch die Welt am Spielen zu halten. Die muss dafür aufstrebend und dynamisch sein und einem das Gefühl geben, dass die Orte und Charaktere beständig sind und man ein Teil von etwas wird. Tut der Spieler etwas, soll es sich anfühlen, als könnte es einen großen Einfluss auf die Welt haben, die sich während der eigenen Spielzeit weiterentwickelt.

Passend dazu: Star Citizen und Squadron 42 werden bald getrennt verkauft

Spieler schaffen Inhalte

Ein gutes Beispiel hierfür sei das Weltraum-MMO Eve Online. Die Spieler würden hier einen großen Teil der Dramatik des Spiels ausmachen und so selbst Inhalte kreieren. Zwar sei Eve nicht in jeder Hinsicht eine Inspiration, die Möglichkeit dass Spieler selbst für Action, Dramatik und eigene Missionen sorgen, sei aber auch für Star Citizen eine interessante Möglichkeit. Man könne das bereits in der Alpha 2.1 sehen, die Spieler erkunden, ohne dass es so viel zu sehen oder zu tun gibt. Es gibt nur ein paar grundlegende Missionen, aber Spieler schaffen es, sich selbst Aufträge aus dem Nichts zu erschaffen. »Oh schaut, ich stecke hier bei Port Kareah fest, kann jemand kommen, mich retten und mich zurück nach Port Olisar bringen?«

Star Citizen : Spieler können bereits in der Alpha 2.1 miteinander interagieren. Spieler können bereits in der Alpha 2.1 miteinander interagieren.

So könnten Spieler andere Spieler zum Handeln bewegen, was wiederum zu völlig anderen Dingen führen kann. Das sei es auch, was für ihn den Charakter des persistenten Universums ausmache, das er für Star Citizen anstrebe. Das gesamte Interview mit Chris Roberts lässt sich im Video über der News ansehen.

Star Citizen - Screenshots aus der Homestead-Demo von der CitizenCon 2016