Keine Jedis, keine Lichtschwerter, keine Machtkräfte. Während die einen »Sakrileg!« rufen, freuen sich die anderen (wir auch) darüber, dass LucasArts endlich mal Experimentierfreude an den Tag legt und etwas Neues mit seiner weltberühmten Marke versucht.

Denn der Krieg der Sterne hat sich – und da darf uns der freche Unterton erlaubt sein – seit 30 Jahren irgendwie immer auf die gleiche Weise präsentiert. Mit Star Wars: 1313 schlagen die Entwickler nun einen ungewöhnlich düsteren Weg ein. Wir haben uns den Action-Reißer auf der E3 etwas genauer angeschaut.

Hilfe aus Hollywood

LucasArts steckt einen immensen Aufwand in die Produktion von Star Wars: 1313. Damit das Team ein – wie es verspricht – »cineastisches Erlebnis« auf die Monitore zaubern kann, hat man sich die Hilfe aus dem eigenen Haus gesichert und LucasFilm Animation, Skywalker Sound und die zigfach oscarprämierte Effektschmiede Industrial Light & Magic (Jurassic Park, Terminator 2, The Avengers) ins Boot geholt.

Star Wars: 1313 : Die Ebene 1313 liegt tief unterhalb der Oberfläche von Coruscant. Die Ebene 1313 liegt tief unterhalb der Oberfläche von Coruscant. Für die Zwischensequenzen hat sich das Team bei der Technik aus James Camerons Kino-Überflieger Avatar bedient und die Schauspieler nicht nur in Motion-Capture-Anzüge gesteckt, sondern auch deren Gesichter gescannt, um die in der jeweiligen Szene gespielten Mimiken 1:1 auf die virtuellen Figuren zu übertragen – mit beeindruckendem Resultat.

Bereits in der ersten Zwischensequenz glauben wir eher einen neuen Star Wars-Animationsfilm und nicht ein in Echtzeit berechnetes 3D-Spiel zu sehen. Wie realistisch die Figuren animiert sind, wie lebensecht die Gesichter Gefühle widerspiegeln und wie stimmig die ganze Szenerie ausgeleuchtet ist, haben wir in dieser Qualität nur beim ebenfalls auf der E3 vorgestellten, bislang Playstation-3-exklusiven Beyond: Two Souls vom Heavy Rain -Entwickler Quantic Dream gesehen.

Überraschend dabei, dass Star Wars: 1313 nicht -- wie nach ersten Gerüchten vermutet -- auf der kommenden Unreal Engine 4 basiert, was den enorm hohen grafischen Standard erklären würde, sondern auf deren Vorgängerversion, die bereits 2006 ihr Debüt in RoboBlitz feierte.

Star Wars: 1313

Trotzdem bleibt für Konsolenbesitzer weiterhin unklar, ob das Spiel für die Xbox 360 und Playstation 3 erscheinen wird oder erst für die kommende Gerätegeneration. Zu diesem Thema schweigt sich LucasArts momentan ebenso aus wie zum geplanten Erscheinungstermin des Spiels.