Der 22. Juni 1941: Operation Barbarossa. Deutsche Panzer durchbrechen die russischen Verteidigungslinien, walzen durchs Hinterland, äschern eine wichtige Position nach der anderen ein … und bleiben plötzlich sang- und klanglos auf der Strecke, weil kein Treibstoff mehr da ist. Das Versorgungsfahrzeug? Haben die Sowjets vor einer halben Stunde hochgejagt. Sorry, Herr General!

Wer in Sudden Strike 4 seine Invasion so plant, wie er es von jüngeren Echtzeitstrategiespielen gewohnt ist, der fliegt gnadenlos auf die Nase. Das Spiel will zurück zu alten Serientugenden, also authentischen Schlachten mit gnadenlosem Anspruch. Nach ein paar Stunden mit einer neuen Previewversion stellen wir fest: Es ist auf einem guten Weg dahin!

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Mit dem richtigen General an die Front

Herzstück von Sudden Strike 4 werden die drei Kampagnen mit jeweils sieben Einsätzen für die Deutschen, Sowjets und Alliierten. Vor jeder Mission wählen wir einen von drei berühmten Strategen als Vorbild für unsere Operation. Jeder bietet eine Reihe von eigenen Spezialfähigkeiten und Upgrades.

Panzerass George Patton gibt unseren schweren Fahrzeugen etwa Sandsäcke zum Eingraben mit und ermöglicht ihnen, kritische Schäden selbst zu beheben. Oder doch lieber Infanteriemeister Montgomery mit Nebelkerzen, Sprengstoff und Erste-Hilfe-Kästen für unser Fußvolk?

Sudden Strike 4 : Vor jeder Mission wählen wir einen von drei Generälen mit eigenen Bonuseffekten. Vor jeder Mission wählen wir einen von drei Generälen mit eigenen Bonuseffekten.

Diese Boni kaufen wir mit Sternen, die uns für jede erfolgreiche Mission verdienen. Bis zu drei gibt's, je nachdem, wie gut wir uns geschlagen haben. Einen vierten dann noch für einen extraschweren Herausforderungsmodus, in dem wir den Einsatz beispielsweise mit deutlich weniger Munition beginnen.

Die Entwickler möchten das Spiel so auslegen, dass wir die Missionen auch mehr als einmal angehen wollen, um eine möglichst heldenhafte Bewertung rauszuschlagen. Und tatsächlich: Die Einsätze sind knackig und strategisch vielfältig genug, dass wir uns das gut vorstellen können.

Basenbau ist für Schwächlinge

Was macht Sudden Strike 4 so anspruchsvoll? Ganz grundlegend mal die Serientradition: Das Spiel verzichtet komplett auf Basisbau. Jeder Verlust tut weh, jeder Fehler wird bestraft, und das können wir nicht einfach durch Massenproduktion ausgleichen. Zwar rückt in manchen Missionen Verstärkung an, aber darauf können wir uns nicht verlassen.

Sudden Strike 4
Mit Bomberunterstützung nehmen wir einen sowjetischen Panzerverband auseinander.

Und diesen einen entscheidenden Fehler zu machen - das kann in Sudden Strike 4 ganz schnell passieren, wenn wir nicht aufpassen. Ohne Späher vorgerückt? Die feindliche Artillerie nimmt uns auseinander, bevor wir sie überhaupt sehen können. Zu lange an einer Position verharren? Der letzte Gegner hat vor seinem Tod Verstärkung gerufen und die fällt uns plötzlich in die Flanke.

Und dann passiert genau das, was unserer Operation Barbarossa den Garaus gemacht hat: Der Gegner erwischt unser einziges Versorgungsfahrzeug, und wir stecken ohne Munitionsnachschub und Benzin fest.