Morrowind im Test
Tolles Rollenspiel mit vielen Freiheiten
Fazit der Redaktion
Schöner, länger, weiter
Bei Morrowind gehen jedem Thesaurus die Synonyme aus. Episch, gewaltig, monumental - diesen Tenor könnte ich noch zwei Absätze lang weiterschmettern. Erstaunlich ist nicht mal so sehr die Größe von Spielwelt und Story, sondern deren Qualität. Grafik, Atmosphäre und Abwechslung sind klasse. Kehrt man nach einer Expedition in die Heimatgilde zurück, kommt echtes »Wieder zu Hause«-Feeling auf. Dabei wirkt das gigantische Programm weder unfokussiert noch langatmig. Nur bei wenigen Missionen ist den Designern der »Wir lassen den Spieler etwas rumirren«-Gaul durchgegangen.
Immer etwas Spannendes zu tun
Die Gefechte sind sehr nahkampflastig und für robuste Schwertmänner etwas anspruchslos. Zudem rennen sich die Gegner manchmal in der Landschaft fest, und die Artenarmut stimmt bedenklich - etwas wenig Monster-Vielfalt für so eine Riesenwelt. Das Gesamtspiel-Erlebnis überwältigt aber so »Wow!«-mäßig, dass ich über Morrowinds Detailschwächen selig lächelnd hinwegsehe. Die spielerische Mischung ist ausgewogen, und die Missions-Fülle motiviert - mit diesem Brocken kommen Sie (rollen)spielend durch den Sommer.