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In Aidens Welt ist unser Leben endgültig von digitaler Technik durchdrungen. Sein fiktives Chicago der nahen Zukunft wird regiert von Kleinstcomputern wie Smartphones, die längst weit mehr sind als nur Kommunikationsmittel und Zeitvertreib. Sie sind der Schlüssel zur Welt. Kern dieses vernetzten Chicagos ist das CTOS - gesprochen »City OS« - das Betriebssystem der Stadt. CTOS hält die Stadt am Laufen - von der Ampelanlage bis zur Hebebrücke - und damit es das tun kann, muss es alles wissen.

Wo sich die Menschen aufhalten und was sie tun, ihre Vorlieben und kleinen Verfehlungen, alles wird überwacht und gespeichert. Diese Welt bringt Menschen wie unsere Hauptfigur Aiden Pearce hervor. Er ist ein sogenannter Fixer, ein Hacker und Söldner in Personalunion, der für Geld so ziemlich alles wieder in Ordnung bringt.Selbst Dinge, die eigentlich nie in Ordnung sein sollten.

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Totale Vernetzung

Als er bei einem seiner Aufträge über ein mysteriöses Videofragment stolpert, setzt das eine Kette von Ereignissen in Gang, die im Tod seiner kleinen Nichte Lena endet. Über Monate forscht Pearce nach den Verantwortlichen der Tat. Zu Spielbeginn ist er endlich fündig geworden.

Die Dialoge sind wie vieles in Watch Dogs von wechselhafter Qualität. In diesem Falle mal sehr gut, mal überaus durchschnittlich.

Als uns Watch Dogs zum ersten Mal eine Aktion ausführen lässt, stehen wir vor einem blutig geschlagenen Häufchen Elend namens Maurice, der in die Mündung unserer Pistole blickt. Maurice, das macht uns das Spiel klar, ist für den Tod von Lena mitverantwortlich. Das Fadenkreuz verharrt regungslos auf ihm.

Es gibt keine andere mögliche Aktion, als den Abzug zu betätigen. Ein auf den ersten Blick provokanter Einstieg, der uns direkt in der ersten Spielsekunde alternativlos eine Exekution aufzwingt und die Frage stellt, wen zum Teufel wir da eigentlich spielen. Auch Abwarten nützt nichts, das Spiel besteht darauf, dass wir den hilflosen Maurice abknallen.

Watch Dogs : Grundsätzlich steht es uns in Watch Dogs frei, ob wir ein Gelände nun offensiv mit Waffengewalt erobern oder und über die Kameras Zutritt verschaffen. Wir gehen einen Mittelweg und suchen zunächst nach einer Überwachungskamera.

Gelände infiltrieren: Kamera suchen
Grundsätzlich steht es uns in Watch Dogs frei, ob wir ein Gelände nun offensiv mit Waffengewalt erobern oder und über die Kameras Zutritt verschaffen. Wir gehen einen Mittelweg und suchen zunächst nach einer Überwachungskamera.

Schließlich drücken wir notgedrungen die gewünschte Taste - und die Pistole ist leer. Symptomatisch für die Handlung von Watch Dogs, das mit gesellschaftskritischen Motiven hantiert und am Ende doch nur eine banale Rachestory erzählt - wenngleich es dabei tolle Figuren zeichnet.

Eine Handlung, die sich zwar den Verlust der Privatsphäre und die totale Überwachung auf die Fahne geschrieben hat, zu diesen Themen aber nichts Nennenswertes zu sagen hat. Was seine Erzählung angeht, hat Watch Dogs zwar die Knarre in der Hand (und das sorgt auch erst mal für Spannung), nur am Ende stellen wir fest: Sie war nicht geladen.

Warnung: Uplay-Probleme
Watch Dogs verlangt in allen Versionen (einschließlich der Steam-Version), eine Verbindung mit dem Ubisoft-Dienst Uplay. Das führte in den vergangenen Tagen zu einigem Ungemach, da der Service offenbar mit Ausfällen zu kämpfen hatte. Viele Watch-Dogs-Käufer saßen daher enttäuscht vor ihren PCs und konnten das Spiel schlicht nicht starten. Auch wurden Fälle bekannt, in denen das Spiel für Vorbesteller schlicht nicht als Download bei Uplay auftauchte. Schon in der Vergangenheit hatte Uplay immer wieder mit solchen Störungen zu kämpfen. Ubisoft arbeitet nach eigenen Angaben daran, das Problem zu lösen.