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Seite 3: 30 Jahre Windows - Von Windows 1.0 bis Windows 10

Klickibunti

Windows XP wurde anfangs wegen der bunten Benutzeroberfläche verspottet. Windows XP wurde anfangs wegen der bunten Benutzeroberfläche verspottet.

Klickibunti - ein Schlagwort, das viele Windows-Kritiker verwendeten, als Microsoft das neue und tatsächlich quietschbunte Windows XP am 25. Oktober 2001 veröffentlichte. Das neue Betriebssystem beendete die Zeit der MS-DOS-basierten Versionen endgültig. Windows XP, das sich intern als Windows NT 6.0 identifiziert, ist der Nachfolger von Windows 2000, enthält aber auch alle wichtigen Funktionen von Windows 98. Damit wurden die beiden Betriebssystem-Zweige verschmolzen.

Microsoft setzte bei dieser Version vor allem auf neue Multimedia-Funktionen, eine stark verbesserte Benutzeroberfläche mit neuem Design und baute Windows Update stark aus. Windows XP wurde schnell zum meistverkaufen Microsoft-Betriebssystem und ist zum Leidwesen des Unternehmens selbst 14 Jahre nach Veröffentlichung noch immer auf vielen PCs im Einsatz. Ein Grund dafür sind auch die drei Service-Packs, die Windows XP nicht nur verbesserten, sondern zum Teil auch neue Funktionen enthielten.

Bob als Kopierschutz

Microsoft Bob war als Ballast für Windows-XP-CDs sehr brauchbar. Microsoft Bob war als Ballast für Windows-XP-CDs sehr brauchbar.

Windows XP hat übrigens auch eine Verbindung zum berüchtigten »Microsoft Bob«, der seltsamen zusätzlichen Benutzeroberfläche für Windows 3.1. Bob wird allgemein als eines der schlimmsten Software-Experimente aller Zeiten angesehen, hatte jedoch noch einen unerwarteten Nutzen. Nachdem auf der CD mit Windows XP noch rund 30 MByte freier Speicherplatz vorhanden war, wurde dieser Platz mit einer verschlüsselten Version von Microsoft Bob gefüllt. Der Grund war, dass auf diese Weise der Inhalt der CD umfangreicher wurde und die Übertragung einer illegalen Kopie über die damals üblichen Modems deutlich länger dauerte. Bob dürfte so zu einem der meistverbreiteten Microsoft-Produkte aller Zeiten geworden sein, ohne dass es jemand bemerkt hätte.

Ungeliebt Teil 1: Vista

Windows Vista war zu hardwarehungrig und noch nicht wirklich ausgereift. Windows Vista war zu hardwarehungrig und noch nicht wirklich ausgereift.

Im Januar 2007 stellte Microsoft das intern durch viele Verzögerungen geplagte »Windows Longhorn« als Windows Vista vor. Rein optisch war Windows Vista ein klarer Schritt nach vorne, denn die Aero-Benutzeroberfläche mit ihren Transparenz-Effekten ist auch heute noch sehr beliebt. Auch die Umgestaltung von Taskleiste und Start-Menü für mehr Bedienkomfort war ein Fortschritt. Der Ruf des Betriebssystems litt allerdings schnell dadurch, dass ein Rechner, auf dem Windows XP problemlos lief, mit Windows Vista wegen der deutlich höheren Systemvoraussetzungen überfordert sein konnte.

Die Benutzerkontensteuerung war nicht wirklich ausgereift, sorgte für Kompatibilitätsprobleme und wurde von vielen Nutzern einfach wieder deaktiviert. Windows Vista löste durch seine Probleme und den Hardware-Hunger Windows ME als unbeliebtestes Microsoft-Betriebssystem ab. Gleichzeitig bereitete Windows Vista aber den Weg für ein Betriebssystem, das heute klarer Marktführer ist, obwohl es sich dabei im Grunde nur um eine Art Windows Vista 2.0 handelt: Windows 7.

Super 7

Windows 7 war eine Rundumerneuerung von Windows Vista und schon als Vorschau-Version sehr beliebt. Windows 7 war eine Rundumerneuerung von Windows Vista und schon als Vorschau-Version sehr beliebt.

Windows 7 wurde im Jahr 2009 veröffentlicht und sorgte schon als öffentlich verfügbare Vorschau-Version für viel Begeisterung. Die Entwickler hatten fast alles, was bei Windows Vista zwar vorhanden war, aber die Nutzer störte oder nicht wirklich funktionierte, überarbeitet und verbessert. Auch die Ansprüche an die Hardware waren zwei Jahre später nicht mehr das große Problem, mit dem sich Windows Vista noch konfrontiert sah.

Windows 7 wurde schnell zu einem riesigen Erfolg, der selbst Microsoft überraschte. Die große Zufriedenheit bei den Nutzern zeigt sich auch dadurch, dass selbst 6 Jahre später und trotz eines kostenlosen Upgrades auf Windows 10 viele dem Betriebssystem die Treue halten. Weltweit läuft Windows 7 heute auf über der Hälfte aller PCs.

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