GameStar Plus Logo
Weiter mit GameStar Plus

Wenn dir gute Spiele wichtig sind.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe für Rollenspiel-Helden, Hobbygeneräle und Singleplayer-Fans – von Experten, die wissen, was gespielt wird. Deine Vorteile:

Alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Frei von Banner- und Video-Werbung
Jederzeit online kündbar

Seite 2: 30 Jahre Windows - Von Windows 1.0 bis Windows 10

Windows New Technology

Windows NT 4.0 war ein ganz neuer Ansatz für Microsoft-Betriebssysteme ohne MS-DOS. Windows NT 4.0 war ein ganz neuer Ansatz für Microsoft-Betriebssysteme ohne MS-DOS.

Parallel zu Windows 3.1 und Windows 95 arbeitete Microsoft auch an einer ganz anderen Windows-Version mit dem Kürzel NT, die komplett auf einen 16-Bit-Unterbau wie MS-DOS verzichtete. Der damalige Leiter der Entwicklung, David N. Cutler, nannte die anderen Windows-Versionen sogar »Spielzeug-Betriebssysteme«. Mit dem 1996 veröffentlichten Windows NT 4.0 wurde ein Meilenstein der Windows-Welt für Workstations und Server geschaffen, der allerdings extrem hardwarehungrig war und beispielsweise (damals immense) 32 MByte RAM benötigte. Die NT-Oberfläche näherte sich zwar stark der von Windows 95 an und nutzte beispielsweise auch ein Start-Menü, Windows NT 4.0 kam aber fast nur bei Unternehmen zum Einsatz – zum großen Teil weil die DirectX-Unterstützung wie bei Win 95 fehlte.

USB BOSD

Windows 98 unterstützte erstmals USB-Geräte – zumindest meistens. Windows 98 unterstützte erstmals USB-Geräte – zumindest meistens.

Windows 98 erschien mathematisch korrekt drei Jahre nach Windows 95 und brachte viele neue Funktionen wie die Unterstützung von USB-Geräten, eine Schnellstart-Leiste, das Lesen und Brennen von CDs und noch mehr Internet-Unterstützung mit sich. Durch alle Medien ging damals allerdings eine Live-Vorführung des Betriebssystems, bei der Bill Gates anwesend war und ein Microsoft-Mitarbeiter die USB-Unterstützung präsentieren wollte – nach dem Einstecken des USB-Gerätes quittierte Windows 98 den Dienst mit einem Bluescreen.

Link zum YouTube-Inhalt

Ein Jahr später lieferte Microsoft dann Windows 98 Second Edition aus und das erstmals auf CD-ROM. Allerdings konnte damals von CD nicht gebootet werden, so das eine MS-DOS-Start-Diskette zum Lieferumfang gehörte, die erst die notwendigen CD-ROM-Treiber installierte. Erst dann konnte das Windows-Setup gestartet werden.

2000 und die Millenium Edition

Windows 2000: der erste Schritt zur Verschmelzung von Windows 9x und Windows NT. Windows 2000: der erste Schritt zur Verschmelzung von Windows 9x und Windows NT.

Anfang 2000 erschien mit Windows 2000 dann ein NT-Nachfolger, der sich intern auch als NT 5.0 bezeichnete, aber viele Funktionen von Windows 95 und Windows 98 enthielt, beispielsweise DirectX, Plug & Play oder USB-Unterstützung. Neu waren Features wie Standby oder der Ruhezustand, die durch Stromsparfunktionen über den ACPI-Standard ermöglicht wurden. Auch Windows 2000 war vor allem für Unternehmen gedacht, unterstützte als Server-Version erstmals Active Directory und erschien deutlich später als ursprünglich geplant.

Windows ME hatte einen sehr, sehr schlechten Ruf - obwohl es auf manchen PCs durchaus gut funktionierte. Windows ME hatte einen sehr, sehr schlechten Ruf - obwohl es auf manchen PCs durchaus gut funktionierte.

An Windows ME wollen sich vermutlich die meisten Nutzer des Betriebssystems gar nicht mehr erinnern. Die im Herbst 2000 veröffentlichte »Millennium Edition« war nur ein Ersatz für die ursprünglich geplante »Home-Edition« von Windows 2000, die zu hohe Anforderungen an die Hardware gestellt und sich außerdem zu stark verspätet hätte. Das daraufhin veröffentlichte Windows ME sollte entgegen den Tatsachen so wirken, als würde es nicht mehr auf MS-DOS beziehungsweise Win95/98 basieren und ignorierte unter anderem die zuvor wichtigen Konfigurationsdateien AUTOEXEC.BAT und CONFIG.SYS. Das sorgte für Probleme mit manchen Programmen.

Neue Treiber-Schnittstellen, nicht deinstallierbare Programme wie der neue Movie Maker und viele Probleme sorgten schnell für einen schlechten Ruf von Windows ME und dafür dass viele lieber Win 98 SE blieben. Dazu kam die kuriose Tatsache, dass Windows ME auf einer nicht bootfähigen CD ausgeliefert wurde, aber keine Start-Diskette mit CD-ROM-Treiber mehr beilag. Immerhin konnten sich Nutzer nun auch mit dem mitgelieferten 3D Pinball: Space Cadet die Zeit vertreiben. Zum 25. Jubiläum von Microsoft im Jahr 2000 hatte dann auch Steve Ballmer wieder einen seiner berühmten Auftritte.

Link zum YouTube-Inhalt

2 von 5

nächste Seite


zu den Kommentaren (25)

Kommentare(25)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.