Nicht einmal das Steam Deck bietet das: Neuer Handheld behebt einer der größten Nachteile der tragbaren PCs

Der Adata XPG Nia verwendet aufrüstbaren Arbeitsspeicher. Könnte das andere Hersteller zum Nachahmen animieren?

Der XPG Nia von Adata hat ein Klapp-Display und Bauteile aus dem 3D-Drucker. Die Highlights sind aber der erweiterbare Arbeitsspeicher und der angepeilte Preis. (Bild: Retro Handhelds) Der XPG Nia von Adata hat ein Klapp-Display und Bauteile aus dem 3D-Drucker. Die Highlights sind aber der erweiterbare Arbeitsspeicher und der angepeilte Preis. (Bild: Retro Handhelds)

Ein weiterer Hersteller betritt den wachsenden Markt der PC-Handheld-Konsolen. Adata hat auf der Computex den Prototyp des »XPG Nia« vorgestellt – der erste seiner Art, bei dem ihr den Arbeitsspeicher erweitern könnt.

Darum ist das wichtig: Ein großes Problem, dass viele Handheld-PC gemeinsam haben, ist der verlötete Arbeitsspeicher.

  • Die tragbaren PCs verwenden alle APUs, bei denen der Arbeitsspeicher auch gleichzeitig als Videospeicher fungieren muss.
  • Mit 16 GByte RAM sind viele der Geräte schon heute knapp bestückt. 
  • Erweiterbarer Speicher stellt sicher, dass die Geräte zukunftssicherer sind.

Beim gezeigten Modell handelt es sich noch um einen Prototyp. (Bild: Retro Handhelds) Beim gezeigten Modell handelt es sich noch um einen Prototyp. (Bild: Retro Handhelds)

Im Detail: Adata ist ein taiwanesischer PC-Hardware-Hersteller, der vor allem durch seine SSDs, Festplatten und Arbeitsspeicher-Module bekannt ist. Jetzt steigt das Unternehmen in den Markt für PC-Handhelds ein. 

  • Der XPG Nia verwendet LPCAMM2-Arbeitsspeicher. Die Module sind etwas flacher als SO-DIMMs, die typischerweise bei Laptops zum Einsatz kommen.
  • Der RAM kann auf bis zu 64 GByte erweitert werden. 
  • Auch die SSD ist austauschbar und auf maximal 2 TByte erweiterbar. 
  • Es kommt eine AMD-Phoenix-APU zum Einsatz. Womöglich eine Z1-Variante, wie wir sie schon von anderen Geräten kennen.

So sieht ein LPCAMM2-RAM-Modul von Crucial aus. (Bild: Crucial) So sieht ein LPCAMM2-RAM-Modul von Crucial aus. (Bild: Crucial)

Weitere Besonderheiten: Der erweiterbare Arbeitsspeicher ist nicht das einzige Alleinstellungsmerkmal des XPG Nia. 

  • Der Bildschirm ist neigbar, was das Spielen im Handheld-Modus oder aufgestellt auf dem Tisch ergonomischer macht.
  • Auf der Rückseite ist ein Kickstand angebracht.
  • Einige Teile stammen aus dem 3D-Drucker. Das erlaubt euch, einfach Teile selbst zu ergänzen oder auszutauschen. 
  • Eine Front-Facing-Kamera ist verbaut. 
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Anschlüsse und Bedienelemente: Auf der Vorderseite findet ihr die üblichen Bedienelemente wie ABXY-Tasten, Joysticks und D-Pad. 

  • Es gibt einen USB-C-Anschluss an der Oberseite, jedoch wissen wir noch nicht, welche Spezifikationen dieser haben wird. 
  • Auf der Rückseite gibt es vier zusätzlich belegbare Tasten. 

Preis und Verfügbarkeit: Hierzu gibt es leider noch keine konkreten Angaben. Gegenüber den YouTubern von Hardware Busters versprach Adata, dass sie einen Preis von nur etwa 500 US-Dollar anpeilen.

Weil das gezeigte Gerät bisher nur ein Prototyp ist, könnte es bis zum Release noch etwas dauern. 

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Duy Linh Dinh
Duy Linh Dinh

Meinung des Experten: Handheld-PCs sind schon heute teilweise modular: Ihr könnt eine externe Grafikkarte an die meisten Geräte anschließen, um die Grafikleistung für viele Jahre zu verbessern und den Speicher per microSD-Karte oder durch den Austausch der intern verbauten SSD erweitern.

Beim Arbeitsspeicher sieht es hingegen schlecht aus. Meistens ist dieser fest verlötet und etwas knapp bemessen. Vielleicht kann der Adata XPG Nia andere Hersteller dazu bewegen, auch auf LPCAMM2-Arbeitsspeicher zu setzen? Aktuell sind die Module noch recht teuer, was sich dann hoffentlich ändern könnte.

Mehr Handhelds, die zur Computex vorgestellt wurden: Das sind die PC-Handhelds der zweiten Generation, die dem Steam Deck demnächst Konkurrenz machen

Was haltet ihr vom Adata XPG Nia? Würdet ihr ihn euch für einen Preis von 500 bis 600 Euro holen? Und wie wichtig schätzt ihr die Aufrüstbarkeit vom Arbeitsspeicher bei solchen Geräten ein? Und wie findet ihr es, dass man hier mit dem 3D-Drucker Ersatzteile oder vielleicht sogar Gehäuse-Mods selber erstellen kann? Schreibt es uns in die Kommentare! 

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