Airbnb wurde ursprünglich als günstige Unterkunftsmöglichkeit gegründet. Heute hat sich das Unternehmen zu einem globalen Multimilliardengeschäft entwickelt, das auch wirtschaftliche und soziale Probleme verursacht.
CEO Brian Chesky forderte deshalb wieder niedrigere Preise, aber die Umsetzung ist schwierig.
Darum ist das wichtig: Viele Wohnungen, die früher langfristig vermietet wurden, werden inzwischen auf Airbnb angeboten. Das ist ein Problem, denn dadurch gibt es weniger Wohnungen für Menschen, die dauerhaft in der Stadt leben wollen. Die Folge: steigende Mietpreise.
CEO: »Die Essenz ist verloren gegangen«
Laut Brian Chesky, CEO und Mitgründer von Airbnb, gibt es für das Unternehmen drei wichtige Grundpfeiler:
- Günstige Preise
- Vertrauen
- Kundenservice
Gerade ersteres sei aber inzwischen verloren gegangen, wie er letztes Jahr anmerkte. Er forderte deswegen die Gastgeber auf, ihre Preise zu senken.
Seitdem hat sich wenig verändert
Mittlerweile ist fast ein Jahr seit der Aussage des CEOs vergangen. Viel geändert hat sich an den Problemen der Plattform nicht.
Noch immer gibt es viel Kritik an den lukrativen Ferienwohnungen, die beispielsweise in Rom immer weniger Raum für Einheimische lassen. Noch immer treiben die Wohnungen Mieten in die Höhe und verkleinern den Markt für Langzeitmieten.
Und noch immer warnen Experten wie Tobias Knoblich, Stadtentwicklungsdezernent in Erfurt, vor der Konkurrenzsituation in Deutschland: »Wir brauchen ja eigentlich jede Wohnung im Zentrum.«
Und die Preise für Endkunden? Auch hier dominiert Berichterstattung über teurere Preise – auch abseits der Stoßzeit zur Fußball-EM. Im Vergleich zu den Vorjahresquartalen sind die Preise laut Statista 2024 sogar noch einmal gestiegen.
Dabei dürfte nicht geholfen haben, dass Airbnb im April die erlaubten Servicegebühren noch einmal um 2,3 Prozent angehoben hat.
Airbnb: Warum bleiben die Preise hoch?
Airbnb ist gerade zu Beginn schnell gewachsen. So wurde es für Immobilienbesitzer auf der ganzen Welt zu einer lukrativen Einnahmequelle.
Mittlerweile gibt es viele Anstrengungen, das Geschäftsmodell zu regulieren. Die reine Aufforderung an die Besitzer der Wohnungen, auf Umsatz zu verzichten, dürfte zu den Zahnloseren gehören.
Auch, weil nicht jeder Besitzer das große Geld macht. Gastgeber auf Reddit und X beispielsweise gründeten vergangenes Jahr mit »Airbnbust« eine Bewegung, um gegen sinkende Gewinnmargen zu protestieren.
Wir möchten eure Meinung zu diesem Thema hören: Was denkt ihr über die Preisentwicklung und die Regulierung von Airbnb? Nutzt ihr den Dienst selbst regelmäßig? Wie zufrieden seid ihr mit der Preisgestaltung und wie könnte das Unternehmen Gastgeber dazu motivieren, Preise zu senken? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
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