Ich bin Sportler und die Stoppuhr-App meines Handys nervt mich – hier ist eine viel bessere und kostenlose Alternative

Da geht mehr: In der Stoppuhr-App meines Samsung Handys fehlen wichtige Funktionen fürs Training. Ich habe sie woanders kostenlos gefunden.

Ich bin Boxer und auf eine gute Stoppuhr-App angewiesen. (Bild: dreamspark) Ich bin Boxer und auf eine gute Stoppuhr-App angewiesen. (Bild: dreamspark)

Im Boxsport kommt es auf Kraft und Ausdauer an. Um beides zu verbessern, habe ich im Training die bereits vorinstallierte Stoppuhr-App auf meinem Handy verwendet und stellte dabei etwas fest: Ich brauche Funktionen, die die Software nicht bieten kann.

So muss ich jede Runde händisch neu starten – und probiert das mal mit Boxhandschuhen. Die kostenlose App Intervall Timer von dreamspark ist deutlich flotter und funktionsreicher.

Martin Moch
Martin Moch

Martin sitzt als Podcaster, Redakteur, Lektor und Autor viel am Schreibtisch. Entspannung findet er in seinem Lesesessel, wo er Bücher verschlingt. Er sitzt also ziemlich viel. Den Ausgleich sucht er im Sport und hat endlich den richtigen für ihn gefunden. Der Boxsport hat es ihm angetan. Nun prügelt er nicht mehr nur in die Tasten, sondern auch auf Sandsäcke.

Zweimal die Woche trainiere ich in der Gruppe mit einem Trainer und der nutzt eine analoge Stoppuhr. Das ist praktisch, da er die Übungen nicht mitmacht und so die Hände freihat.

Ich selbst will keine analoge Stoppuhr um den Hals tragen oder in der Hand haben, wenn ich allein trainiere.

  • Sie stört beim Training.
  • Ich müsste dauernd draufschauen, anstatt mich auf die Übungen zu konzentrieren.

Die naheliegendste Lösung also: Die Stoppuhr-App auf meinem Samsung-Handy, doch die eignet sich aus mehreren Gründen nicht.

Wieso eignet sich die Handy-Stoppuhr für mein Training nicht?

Die Stoppuhr von Samsung kann nur die Zeit messen, aber nicht ablaufen lassen. Ich muss also selbst im Auge behalten, wann beispielsweise 30 Sekunden vorbei sind.

Die Stoppuhr von Samsung misst die Zeit. Nicht mehr und nicht weniger. Auch der Timer tut das, wofür er da ist. Dabei wäre Spielraum für weitere Einstellungen. Die Stoppuhr von Samsung misst die Zeit. Nicht mehr und nicht weniger. Auch der Timer tut das, wofür er da ist. Dabei wäre Spielraum für weitere Einstellungen.

Auch der Wechsel auf den Timer ist wenig hilfreich, da ich den jedes Mal aufs neue einstellen muss. Jeder Blick und Klick unterbricht das Training nicht nur, sondern birgt potenzielle Ablenkungen durch Benachrichtigungen (mal ganz davon abgesehen, dass ich jedes Mal den Boxhandschuh ausziehen muss).

Für ein fließendes Training musste also eine Stoppuhr her, die sich nach abgelaufener Zeit unter anderem nicht nur bemerkbar macht, sondern auch automatisch von neuem herunterzählt.

Die ideale Lösung ist kostenlos

Der App-Store hat zahlreiche Stoppuhren und Intervall-Timer auf Lager. Von kostenlosen Varianten über Abo-Modelle ist alles mit dabei. Also habe ich die erste kostenlose Software einfach mal heruntergeladen.

Meine erste Wahl war ein Glückstreffer: Intervall Timer von dreamspark. Die App bringt genau die Funktionen mit, die ich wollte.

Auf dem Bild seht ihr die einfachen Einstellungen, die sich nur auf die Zeiten beziehen. Was die einzelnen Angaben bedeuten, habe ich hier für euch festgehalten.

VorbereitenErst wenn die hier eingetragene Zeit abläuft, starten die Runden. Das ist sehr praktisch, wenn ich nach der Aktivierung erst meinen zweiten Handschuh anziehen muss.
SetsHier trage ich ein, wie oft die angegebene Zeit unter Training ablaufen soll.
TrainingDas ist der Timer, in dem ich eintrage, wie lange eine Runde dauern soll.
PauseTrage ich eine Pause ein, fängt die nächste Runde erst an, wenn die Pause abgelaufen ist.
AbkühlenDie Abkühlzeit zielt darauf ab, die Muskeln zu entspannen und die Herzfrequenz zu senken. Diese Funktion bietet sich an, wenn man sein Training anschließend beenden möchte.

Bevor der jeweilige Countdown abläuft, ertönt 3 Sekunden vorher ein Signalton. Unter Advanced ändere ich sogar den Ton, nice. Auch farblich kann ich die App nach meinem Gusto anpassen.

Das ist eigentlich alles, was ich von der App wollte – und trotzdem werden mir noch weitere Wünsche erfüllt, von denen ich nicht wusste, dass ich sie hatte.

Die Kirsche: Mehrere Voreinstellungen

Wenn ich am Wochenende allein trainiere, wiederhole ich die Übungen aus dem Training. Dazu gehören:

  • Aufwärmübungen
  • Kraft- und Ausdauerübungen
  • Übungen am Boxsack
  • Dehnübungen

Theoretisch könnte ich den Schnellstart auf die jeweilige Phase anpassen. Die App erlaubt mir aber, mehrere Voreinstellungen vorzunehmen. So habe ich die passenden Intervalle für jede Trainingseinheit, wenn ich sie brauche.

Ein Limit an Voreinstellungen wird nicht angezeigt. Ich habe 10 hinterlegt und die App hat sich noch nicht beschwert. Ein Limit an Voreinstellungen wird nicht angezeigt. Ich habe 10 hinterlegt und die App hat sich noch nicht beschwert.

Wenn ich mich mit dem Springseil aufwärme, drücke ich auf Start und springe im Wechsel 30 Sekunden langsam und dann wieder schnell. Gehe ich an den Boxsack, scrolle ich zu meiner Boxsack-Voreinstellung und verwende diese. Kein Umstellen nötig.

Fluch und Segen

Nach mehreren Wochen Training habe ich bisher eigentlich nur einen Nachteil festgestellt: Die App ist kostenlos und enthält somit natürlich Werbeanzeigen. Die sind allerdings so klein, dass sie mich kaum stören. Für knapp 3 Euro könnte ich sie loswerden, doch das Geld spare ich mir lieber und sehe über die Werbung hinweg.

Natürlich liegt mein Handy so beim Training immer in meiner Reichweite. Doch für gute Disziplin gibt es eben keine App.

Fazit

Ich finde die App super. Klar, es wäre mir lieber, wenn ich das Handy zu Hause lassen könnte, aber die App bietet mir genau das, was ich brauche, wenn ich für mich trainiere.

Ausweichmöglichkeiten über eine Smartwatch mit entsprechenden Funktionen sind bei vielen Sportarten bestimmt hilfreich – wenn man denn bereits eine Smartwatch hat. Im Falle von Boxen ist eine Uhr am Handgelenk sogar eher hinderlich.

Der Google Play Store ist voll von Stoppuhren, deren Premium-Angebote zwischen 3 Euro im Monat oder 15 Euro die Woche kosten, dabei kostet die Intervall Timer-App keinen Cent (wenn man die Werbung aushält).

Eine Alternative zu meiner vorgestellten App ist der Intervall-Timer von SimpleInnovation. Für rund 3 Euro können hier noch mehr Farben und Sounds angepasst sowie Workouts erstellt und Werbung ausgeblendet werden; der Funktionsumfang ist ähnlich.

Viele Apps werben mit Kalendern, Workouts und Anpassungen. Für mich ist das allerdings nur Schnickschnack, der mich am Handy hält. Ich will bloß einen Timer, nicht mehr und nicht weniger.

Seilspringen und Boxen gehen übrigens Hand in Hand. Mit einem smarten Springseil trainiere ich seit Monaten meine Ausdauer und bekomme meine Fortschritte in einer App angezeigt.

Ihr seid gerade auf der Suche nach einer Smartwatch? Mein Kollege Patrick hat die Garmin Venu 3 unter die Lupe genommen.

Treibt ihr lieber Sport oder E-Sport? Welche Gadgets helfen euch dabei? Mit welchen Übungen gleicht ihr eure Schreibtischzeit aus? Interessiert ihr euch für Sport-Gadgets? Interessiert ihr euch für Sport-Games? Welche App hilft euch dabei, fit zu bleiben? Schreibt eure Empfehlungen gern in die Kommentare, denn ich bin immer auf der Suche nach neuen Inspirationen.

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