Rolle rückwärts bei AMD: Als Folge der Speicherkrise wird eine Reihe an Mainboards wohl doch nicht eingestellt

Ursprünglich sollte die B650-Serie an Mainboards in diesem Jahr aus dem Verkauf genommen werden. AMD macht hier wohl eine Rolle rückwärts.

AMD gibt den B650-Chipsatz wieder für Mainboard-Hersteller frei. AMD gibt den B650-Chipsatz wieder für Mainboard-Hersteller frei.

Im vergangenen Mai kamen erste Berichte hoch, wonach AMD einen kompletten Chipsatz einstellte: Die B650-Mainboards sollten spätestens zum Ende des dritten Quartals 2025 komplett von der Ladenfläche verschwinden. An deren Stelle sollten ausschließlich die (im Schnitt teureren) B850-Mainboards treten.

  • Scheinbar hat bei AMD in der Zwischenzeit ein Umdenken stattgefunden, wie ein Leak aus dem für gewöhnlich gut informierten Board-Channels-Forum (via Videocardz) erklärt.
  • AMDs Boardpartner sollen stattdessen die Produktion von B650-Mainboards wieder hochfahren. Die Ursache liegt im bestimmten Hardware-Thema der vergangenen Wochen: der Speicherkrise.

Video starten 1:12 Mit diesem Gaming-Mainboard will MSI Rekorde brechen

Mainboard-Verkäufe brechen ein

Zur Erinnerung: In den vergangenen Wochen explodierte insbesondere DDR5-Arbeitsspeicher in nahezu beispielloser Manier im Preis.

Teilweise können sich Käufer stattdessen gleich eine ganze PlayStation 5 kaufen.

  • Diese Verteuerung hat für Mainboard-Hersteller laut dem Board-Channels-Forum einen unangenehmen Nebeneffekt: Potenzielle Kaufinteressierte werden durch den teuren RAM von einem möglichen Upgrade abgeschreckt.
  • Den Informationen zufolge sind daher die Mainboard-Verkäufe im November 2025 um die Hälfte gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Auch für den laufenden Dezember-Monat herrscht wenig Zuversicht, das Ruder herumzureißen.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, soll AMD seine Boardpartner nun informiert haben, dass die B650-Produktion wieder hochgefahren wird.

Hersteller wie Asus, MSI oder Asrock »dürfen ihre Einkäufe von AMD-650-Chipsätzen erhöhen und zusätzliche Vertragsfertigungskapazitäten in Betrieb nehmen«, wie es im Beitrag weiter heißt.

Im Hinblick auf ein Gesamtpaket an Upgrades – bestehend aus CPU, RAM und Mainboard – dürfte eine B650-Lösung tatsächlich etwas von der Verteuerung abfedern, da der ältere Chipsatz zumindest historisch gesehen günstiger als die äquivalenten B850-Varianten ausfällt.

  • Grundsätzlich basieren sowohl B650 als auch B850 auf demselben Chip (Promontory 21 PCH); physisch gesehen gibt es zwischen den Chipsätzen keinen Unterschied.
  • Auch praktisch sind die beiden Chipsätze nahezu gleichwertig. Der Einzige für den Durchschnittsnutzer nennenswerte Unterschied: Bei B850-Mainboards muss mindestens ein M.2-Slot mit PCI-Express vom 5.0 vom Chipsatz stammen – bei B650 ist das dem Hersteller überlassen.
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