Das zweite Quartal 2025 liegt lange genug hinter uns, dass allmählich die Auswertung der Verkaufszahlen und Marktanteile von PC-Hardware erfolgt. Eines der bekanntesten Marktforschungsinstitute zu diesem Zweck ist Mercury Research (via Tom's Hardware), das sich die CPU-Verkaufszahlen für das vergangene Vierteljahr genauer angesehen hat.
AMD weiter im Aufwind
In ihrem jüngsten Bericht zu den Marktanteilen setzt sich eine Entwicklung fort, die schon eine Weile anhält. AMD konnte seinen Anteil bei Desktop-CPUs auf 32,2 Prozent steigern – ein Zuwachs von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal und sogar 9,2 Prozent im Jahresvergleich.
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Noch aussagekräftiger wird diese Entwicklung, wenn man die langfristige Perspektive betrachtet. Verkaufte Intel zwischen 2016 und 2018 noch rund neunmal so viele Desktop-Prozessoren wie AMD, ist dieses Verhältnis inzwischen auf 2:1 geschrumpft.
In diesen Zeitraum auch das Release der ersten Ryzen-Prozessoren, die durchaus als treibende Kraft hinter dem Aufschwung gelten können.
- Intel hält zwar mit 67,8 Prozent also noch immer die Mehrheit des Desktop-Marktes, doch die Dominanz der vergangenen Jahre schwindet kontinuierlich.
- Ebenso stark sieht der AMD-Trend bei den reinen Umsatzzahlen aus: Der Marktanteil beim Umsatz stieg auf 39,3 Prozent – ein Sprung um 20,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch bei Servern legt AMD zu - Mobile bleibt Intel-Bastion
Im Server-Segment zeigt AMD ebenfalls positive Entwicklungen, wenngleich die Fortschritte moderater ausfallen. Der Marktanteil stieg auf 27,3 Prozent – ein Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Beim Umsatz konnte AMD sogar 41 Prozent erreichen, was die Stärke der EPYC-Prozessoren in hochpreisigen Server-Anwendungen unterstreicht.
Während AMD in Desktop- und Server-Bereichen erfolgreich vordringt, bleibt der Mobile-Markt Intels stärkste Domäne. Mit 79,4 Prozent Marktanteil hält Intel hier noch eine komfortable Führung. AMD konnte zwar seinen Umsatzanteil auf 21,5 Prozent steigern, fiel jedoch beim Stückzahlanteil leicht auf 20,6 Prozent.
Angesichts des Veröffentlichung von Prozessoren wie dem Ryzen AI Max+ 395, der zur Ankündigung für Furore sorgte, klingt das zunächst etwas überraschend – scheinbar kann Intel wohl noch auf stabile OEM-Partnerschaften bei Notebooks bauen.
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