Radeon-GPUs werden nächstes Jahr wohl teurer – jetzt haben wir auch einen ungefähren Wert

Die jüngst gemutmaßte Preiserhöhung bei AMD-Grafikkarten nimmt konkrete Formen an. Im Laufe des nächsten Jahres sollen die Radeon-GPUs durchschnittlich etwa zehn Prozent teurer werden.

Für Radeon-Grafikkarten müsst ihr in Zukunft tiefer in die Tasche greifen. (Bildquelle: Radeon) Für Radeon-Grafikkarten müsst ihr in Zukunft tiefer in die Tasche greifen. (Bildquelle: Radeon)

Vor etwas mehr als einer Woche warnte ein AMD-Partner bereits davor, dass nach den Aktionstagen rund um den Black Friday die Preise für Radeon-Grafikkarten wieder ansteigen könnten.

Diese Warnung wird nun durch einen Bericht aus dem für gewöhnlich gut unterrichteten Board-Channels-Forum untermauert: Im kommenden Jahr soll AMD die GPU-Preise gestaffelt erhöhen.

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Speicherkrise treibt Grafikkarten in die Höhe

Wie das Board-Channels-Forum ausführt, soll die gesamte Reihe an Radeon-Grafikkarten im Jahr 2026 um mindestens zehn Prozent teurer werden. Dabei werden die Aufschläge nach Speicherkonfiguration gestaffelt:

  • Demzufolge sollen Radeon-Modelle mit 8 GByte um etwa 20 US-Dollar teurer werden, während die Varianten mit 16 GByte mit Aufschlägen von bis zu 40 US-Dollar rechnen müssen.
  • Dabei handelt es sich allerdings wohl nur um eine erste Welle an Anpassungen. Im Laufe des Jahres sollen die erwähnten 8-GByte-GPUs um insgesamt 40 US-Dollar ansteigen; bei den Grafikkarten mit doppeltem Videospeicher sollen es sogar bis zu 85 US-Dollar sein.

Auf den europäischen Markt umgerechnet würde das für die aktuelle RDNA-4-Generation (von der jeweiligen UVP ausgehend) folgende Werte ergeben:

  • RX 9060 8 GByte: ~350 Euro
  • RX 9060 16 GByte: ~405 Euro
  • RX 9070: ~705 Euro
  • RX 9070 XT: ~765 Euro

Die Speicherkrise im Kontext

Die Speicherpreise sind 2025 um teils über 100 Prozent gestiegen – ein direkter Effekt des explodierenden KI-Booms. Rechenzentren weltweit kaufen massiv Speicherchips auf, weshalb Hersteller wie Samsung bereits ihre Preise um bis zu 60 Prozent erhöht haben. Zeitgleich reduzieren diese die Produktion von GDDR zugunsten von den für KI-Anwendungen wichtigeren HBM- und DDR-Speicher. Für Standard-Grafikkartenspeicher bleibt da weniger über – und das Wenige wird teuer.​

Damit wäre dies bereits die zweite Preiserhöhung bei AMD in jüngster Zeit. Im Oktober 2025 hatte der Konzern die Preise bereits leicht angepasst, doch die Steigerung war damals so gering, dass sie sich nicht auf den Handelspreis auswirkte.

Eine offizielle Bestätigung durch AMD gibt es bisher nicht. Laut wccftech dürften diese beim Endkunden Anfang 2026 ihre volle Wucht entfalten, während Board-Partner wie Asus, Gigabyte und PowerColor voraussichtlich ihre Einkaufspreise schon bald erhöhen. Lagerbestände zu alten Konditionen dürften entsprechend zügig abverkauft werden. Wenn ihr auf eine entsprechende Hardware spekuliert, lohnt es sich, schnell zu sein.

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