Speicherkrise: Nach RAM sollen jetzt auch AMD-Grafikkarten teurer werden

Die Speicherkrise hat immer weitreichendere Konsequenzen: Nach Arbeitsspeicher müssen wir wohl demnächst auch bei Radeon-Grafikkarten mit höheren Preisen zu rechnen.

AMD-Grafikkarten stehen wohl vor einer Preiserhöhung – auch hier macht sich die Speicherkrise bemerkbar. (© AMD) AMD-Grafikkarten stehen wohl vor einer Preiserhöhung – auch hier macht sich die Speicherkrise bemerkbar. (© AMD)

Seit Wochen befindet sich der Markt für Speicherchips in einer Krise – zumindest, wenn man es aus Käufersicht betrachtet.

Denn während die Produktion für den so wichtigen NAND-Speicher bei RAM schon vor einem halben Jahr gekürzt wurde, steigt die Nachfrage an Arbeitsspeicher seitens KI-Unternehmen.

Infolgedessen erlebt DDR5-Arbeitsspeicher eine massive Preisexplosion, was durch das Auslaufen von DDR4-Riegeln noch verstärkt wird.

Nun wird wohl eine weitere Komponente preislich in Mitleidenschaft gezogen: Insiderquellen zufolge sollen Grafikkarten in den kommenden Monaten wieder teurer werden. Insbesondere AMD stehe dabei im Fokus.

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»Interne AMD-Ankündigung« betrifft potenziell alle Modelle

Der Bericht stammt vom für gewöhnlich gut informierten Board-Channels-Forum, in dem ein Nutzer an eine angebliche AMD-interne Nachricht verbreitet.

Demzufolge soll der GPU-Hersteller seine Boardpartner darüber informiert haben, dass »angesichts steigender Speicherkosten eine zweite Preiserhöhung bevorsteht«.

Wenn ihr euch wundert, wo die erste Preiserhöhung war: Im vergangenen Oktober soll AMD ebenfalls mit höheren Produktionskosten konfrontiert gewesen sein, doch seien diese nicht signifikant genug ausgefallen, um auf den Endpreis niederzuschlagen.

Einen Zeitraum, wann mit der tatsächlichen Steigerung der GPU-Preise zu rechnen ist, nennt der Board-Channels-Beitrag nicht.

  • Ein aktueller Blick auf Preisvergleichsportale zeigt, dass zumindest teilweise Radeon-GPUs unterhalb ihrer UVP liegen: Sowohl die RX 9060 XT als auch die RX 9070 XT mit jeweils 16 GByte Videospeicher sind noch rund zehn Prozent unterhalb ihrer Preisempfehlung von 369 respektive 689 Euro liegen.
  • Angesichts des bevorstehenden Black Friday am 28. November 2025 – (Un-)Sinn solcher Angebote mal außen vor gelassen – dürfte zumindest in den kommenden Wochen keine plötzliche Preisexplosion anstehen. Wahrheitsgehalt der Meldung vorausgesetzt, dürften Radeon-GPUs aber spätestens Anfang 2026 im Preis anziehen.

Betroffen sind laut der Mitteilung indes wohl alle Radeon-Modelle, die AMD aktuell auf den Markt wirft. Gemeint sind also sowohl die RX 9060 (XT) als auch die RX 9070 (XT) in ihren jeweiligen Speichervariationen mit 8 und 16 GByte.

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