Speicherkrise: Erfahrenes Community-Mitglied befürchtet »beispielloses Sterben« von PC-Shops

Die aktuelle Speicherkrise könnte starke Auswirkungen auf den Markt für Gaming-Hardware haben.

Die Speicherkrise wirkt sich auch auf den Gaming-Hardware-Markt aus. (Bildquelle: AMD) Die Speicherkrise wirkt sich auch auf den Gaming-Hardware-Markt aus. (Bildquelle: AMD)

Seit Wochen ist der Markt für Speicherchips von einer historischen Krise betroffen. RAM ist teuer wie nie, Grafikkarten könnten folgen. Die Auswirkungen der Krise auf den Gaming-Hardware-Markt könnten im kommenden Jahr immens sein.

Komplett-PCs sind so kaum rentabel

Innerhalb eines Monats haben sich die Preise für RAM-Riegel, besonders DDR5-Modelle, teilweise verdreifacht. Kosteten 32 GB Arbeitsspeicher Anfang Oktober noch knapp über 100 Euro, werden mittlerweile mitunter mehr als 300 Euro aufgerufen.

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Ein Hauptgrund dafür ist die extrem hohe Nachfrage nach Speicherchips, die der anhaltende KI-Hype hervorgebracht hat. Zudem verstärken sich solche Effekte oft selbst, zuletzt sollen etwa verschiedene Hardware-Hersteller ganze Kontingente aufgekauft haben, um einem Engpass vorzusorgen.

Der Markt für Gaming-Hardware spürt schon jetzt die Auswirkungen der Krise, könnte aber in den kommenden Monaten noch stärker getroffen werden. Wie der in der Branche gut vernetzte PCGH-X-Moderator »Pokerclock« in einem Beitrag berichtet, könnten etliche PC-Bauer vor dem Aus stehen.

Dabei geht es speziell um Anbieter, die Hardware nicht einzeln, sondern schon zusammengebaut als Komplett-PCs verkaufen. Die Nachfrage nach solchen PCs steigt seit Jahren. PC-Gaming wird beliebter, aber die »Angst«, beim Selbstbau etwas falsch zu machen, ist bei vielen groß.

Durch die Speicherkrise dürfte es für solche Anbieter langfristig schwierig werden, PCs zu attraktiven Preisen zusammenzustellen. Fehlende Waren führt zudem dazu, dass auch die schon vorhandenen Komponenten nicht verkauft werden. Ein PC ohne RAM kann nunmal nicht ausgeliefert werden.

Der User geht daher davon aus, dass es schon bald ein »beispielloses Sterben« solcher Unternehmen geben könnte. Sobald die GPU-Lager leer sind, dürfte sich die Krise auch bei den Grafikkarten-Preisen deutlich bemerkbar machen.

Auf der anderen Seite prophezeit er aber auch, dass andere Hardware wie Prozessoren, Netzteile, Gehäuse oder Mainboards deutlich günstiger werden. Diese Komponenten sind derzeit weniger stark nachgefragt und könnten so im Preis fallen.

Passend dazu kursiert online das Gerücht (via VideoCardz), dass Nvidia nicht wie bisher Bundles aus Speicher und GPU-Chips an Drittanbieter verkauft, sondern nur noch die Chips. Hersteller von Custom-Modellen von Grafikkarten müssten sich dann selbst um Videospeicher kümmern.

Auf eine Anfrage haben bisher weder Nvidia selbst noch Board-Partner wie Asus oder MSI geantwortet. So oder so sieht es so aus, als stünden dem Hardware-Markt weiter stürmische Monate bevor, in denen Spieler kaum profitieren können.

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