AMD vs. Intel - Erfolg von Ryzen sichert AMD zunehmende Marktanteile im CPU-Segment

AMD hat im vierten Quartal 2018 deutlich an Marktanteil bei Desktop-PC-Prozessoren zugelegt und von Intels Versorgungsenpässen profitiert. Dabei punktete AMD vor allem im Einstiegssegment sowie im Bereich der Mittelklasse-CPUs.

von Sara Petzold,
07.02.2019 21:14 Uhr

AMD hat im vierten Quartal 2018 noch einmal deutlich Marktanteile im CPU-Bereich hinzu gewonnen.AMD hat im vierten Quartal 2018 noch einmal deutlich Marktanteile im CPU-Bereich hinzu gewonnen.

Weil Intel mit der Produktion neuer Prozessoren nicht hinterherkommt und mit Lieferengpässen zu kämpfen hat, profitiert die Konkurrenz: Schätzungen der Analysten von MercuryResearch zufolge (via ComputerBase) konnte AMD den eigenen Anteil am Markt für Desktop-PC-CPUs weiter ausbauen und sich auf 15,8 Prozent steigern.

Damit bestätigen die Marktforscher AMDs eigene Angaben im Rahmen des aktuellen Finanzberichts für das vierte Quartal 2018. Insgesamt legte AMD bei Desktop-Prozessoren um 2,8 Prozentpunkte zu, im Vergleich zum Vorjahr sogar um 3,9 Prozentpunkte - damit erreicht der Hersteller einen neuen Höchstwert seit dem vierten Quartal 2014.

Auch im Bereich Notebook- und Server-CPUs legte AMD im Vergleich zum vorigen Quartal zu, nämlich um 1,3 Prozent (Notebooks) beziehungsweise 1,5 Prozent (Server exklusive IoT).

AMD profitiert von Intels Fokus auf das High-End-Segment

Gegenüber der Webseite TomsHardware erklärte Mercury-Research-Analyst Dean McCarron, die Gründe für AMDs zunehmende Marktanteile seien zweierlei Natur und einerseits die Folge eines konstanten Wachstums über mehrere Vierteljahre im Mittelklasse-Segment, zum anderen das Ergebnis von Intels abnehmendem Interesse am unteren Preissegment für CPUs:

"[Ein Grund] ist der langfristige Aufstieg von Ryzen, sowohl im Desktop- als auch im Mobile-Bereich - [AMD] hat langsam über viele Quartale Anteile dazugewonnen. Sogar im dritten Quartal, als Intel Rekorde aufstellte, ging AMDs Anteil am PC-Markt im Vergleich zum Vorjahr drei Prozentpunkte nach oben [...] - und dieses Wachstum besteht größtenteils im mittleren bis höheren Bereich des Marktes, nicht am unteren Ende. "

"Der andere [Grund] ist kurzfristig, Intels Verkäufe am ganz unteren Ende (Celeron) sind im vierten Quartal [2018] deutlich zurückgegangen, und AMD hat ein bisschen von diesem Geschäft abgeschöpft, und dadurch bekam AMDs Marktanteil in diesem Quartal einen kleinen Schub, sowohl, weil Intels Anteil niedriger war, als auch, weil AMD im Ergebnis zusätzliche Geschäfte machen konnte. "

Weil Intel den Fokus auf Produkte mit hoher Gewinnspanne legt und sich nur noch wenig für Low-End-CPUs wie Pentium und Celeron interessiert, sind diese Prozessoren besonders stark von den Lieferengpässen betroffen, schreibt TomsHardware.

Davon wiederum profitiert AMD, auch wenn Intel mit den High-End-CPUs höhere Profite einfährt. Wie lange sich AMD weiterhin Marktanteile auf Kosten von Intel sichern kann, könnte also maßgeblich davon abhängen, ob und wann Intel die 10nm-Fertigung und die Lieferengpässe bei High-End-CPUs in den Griff bekommt.

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