Apples bisher günstigstes MacBook erscheint bald und könnte sich für viele von euch lohnen

Ein neues MacBook für Studenten? Apple plant ein günstiges Device, das mit diversen technischen Einschränkungen in den Startlöchern steht.

Bald ist es so weit, das Entry-MacBook steht kurz vor der Veröffentlichung. (Quelle: Apple) Bald ist es so weit, das Entry-MacBook steht kurz vor der Veröffentlichung. (Quelle: Apple)

Bereits seit längerer Zeit hält sich das Gerücht hartnäckig, dass Apple an einem MacBook für preisbewusste Käufer und Käuferinnen arbeitet. Das Gerät soll dabei vor allem im Bildungssektor den dominierenden Chromebooks von Google Marktanteile streitig machen. Aktuelle Insiderinformationen, die den Kollegen von Macworld zugespielt wurden, zeichnen nun ein konkretes Bild dieses neuen Einstiegsmodells.

Hardware-Diät für den Massenmarkt

Die Liste der potenziellen Einschränkungen liest sich wie eine Bestandsaufnahme dessen, was Apple-Nutzer normalerweise als Standard voraussetzen. Laut Code-Fragmenten und Insider-Berichten wird das neue MacBook, das intern unter dem Codenamen J700 geführt wird, in wesentlichen Punkten beschnitten:

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  • iPhone-Herz im Laptop-Body: Statt der M-Serie soll der A18 Pro zum Einsatz kommen. Macworld zufolge bestätigt der Code der aktuellen macOS 26.3 (Tahoe) entsprechende Kernel-Erweiterungen. Die Gesamtleistung dürfte etwa dem ursprünglichen M1-Chip entsprechen, was für den angepeilten Einsatzzweck ausreichend sein sollte. 
  • Display-Kompromisse: Das Gerät soll ein etwa 12,9 Zoll großes LCD-Panel erhalten. Um Kosten zu sparen, verzichtet Apple auf ProMotion und die True Tone-Technologie. Zudem liegt die Helligkeit mit unter 500 Nits deutlich unter den Pro-Modellen.
  • Keine Option auf 1 TB oder 2 TB: Der Leaker geht davon aus, dass das kommende Entry-MacBook mit Speicherkapazitäten von 256 GB und 512 GB erhältlich sein wird. Überdies wird ein Modell mit einer möglichen Kapazität von nur 128 GB für Bildungseinrichtungen erwähnt. Scheinbar wird es selbst gegen Aufpreis nicht möglich sein, eine SSD mit 1 oder 2 TB zu erwerben.
  • Verzicht auf Komfort-Features: Ein wesentlicher Kritikpunkt ist der potenzielle Verzicht auf eine Tastaturbeleuchtung und das Fehlen von Schnellladefunktionen. Auch hochwertige Audio-Komponenten werden durch einfachere Hardware ersetzt, die eher an das Standard-iPad erinnert.
  • Konnektivität: Statt Apples eigenen N1-Chip für Wi-Fi 7 setzt das Unternehmen laut Code-Funden auf günstigere Module von MediaTek. Zudem deutet alles auf USB-C-Ports ohne Thunderbolt-Unterstützung hin.
  • 8-GB-RAM als Standard: Was wir schon vermutet haben, wird nun von den neuen Gerüchten untermauert: Das neue Basis-MacBook wird es in der Basis-Version mit 8 GB geben; für höherwertige Ausstattungen ist eine Variante mit 16-GB-Arbeitsspeicher wahrscheinlich. Für den Einsatz im Bildungssektor mag das vermutlich die richtige Wahl sein, um den Preis möglichst gering zu halten. Ob Apple damit allerdings auch den Durchschnittsanwender für sich gewinnen kann, wird sich zeigen. Gespannt darf man sein, wie auf einem Gerät mit so wenig Arbeitsspeicher Apple Intelligence laufen wird. Der Hersteller hat gerade erst wegen der KI-Funktionen bei den aktuellen Macs 16 GB zum Standard ausgerufen. 

Die Rückkehr des iBook-Geistes?

Trotz der technischen Abstriche gibt es einen Aspekt, der für Optimismus sorgt: das Design. Macworld berichtet von einem Aluminium-Chassis, das in einer Palette von fröhlichen Farben erscheinen soll, darunter Gelb, Grün, Blau und Pink. Dies weckt Erinnerungen an das legendäre iBook und signalisiert, dass Apple wieder mehr Spaß in seine Laptop-Linie bringen möchte.

Ganz so bunt wie das alte iBook wird das Entry-MacBook wohl nicht werden. (Quelle: Wikipedia) Ganz so bunt wie das alte iBook wird das Entry-MacBook wohl nicht werden. (Quelle: Wikipedia)

Eine große Zielgruppe soll der Bildungssektor sein

Analysten sehen in diesem Schritt eine klare Strategie. Apple hat den Massenmarkt in Schulen weitgehend an günstige Chromebooks verloren. Ein MacBook, das preislich im Bereich von 599 bis 799 US-Dollar startet, könnte diese Lücke schließen.

In der Community wird jedoch heftig debattiert: Ist ein Mac ohne beleuchtete Tastatur im Jahr 2026 noch zeitgemäß? Während Kritiker von einem Rückschritt sprechen, hofft man bei Apple, dass die aus Schülern und Gelegenheitsnutzern bestehende Zielgruppe primär ein günstiges mobiles Gerät für einfache alltägliche Anwendungen sucht und weniger Wert auf Komfort-Features legt.

Apple wird auch beim günstigsten MacBook aller Zeiten vermutlich auf Aluminium setzen. (Quelle: Apple) Apple wird auch beim günstigsten MacBook aller Zeiten vermutlich auf Aluminium setzen. (Quelle: Apple)

Ein Gerät für die Generation Cloud

Falls euch die Einschränkungen beim kommenden Einsteiger-MacBook schon jetzt zu groß sind, könnte vielleicht das aktuelle MacBook Pro M5 etwas für euch sein. Hier findet ihr den Test: MacBook Pro M5 im Test: Laptop-Perfektion mit unerwarteten Sparmaßnahmen

Apple scheint mit dem Modell J700 einen radikalen Weg zu gehen. Die Entdeckungen in macOS 26.3 lassen darauf schließen, dass die Veröffentlichung unmittelbar bevorsteht. Apple hat bereits für die Woche ab dem 2. März 2026 Ankündigungen geteasert, wobei ein spezielles Event am 4. März als wahrscheinlichster Termin für die Enthüllung gilt.

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