Kaum ein Feature auf meinem iPhone ist so praktisch wie die »Textersetzung«.
Doch das Merkwürdige ist: Kaum jemand in meinem Umfeld kennt die Funktion oder nutzt sie; dabei wurde sie bereits mit iOS 5 im Jahr 2011 eingeführt.
Textersetzung – ja, das klingt nicht gerade sexy, ich weiß. Allerdings ist es eines dieser Features, ohne das man nicht mehr will, wenn man es einmal kennengelernt hat.
Textersetzung: Was ist das?
Das Prinzip der Textersetzung (ehemals Kurzbefehle) ist schnell erklärt: Ihr könnt euch in den Tastatureinstellungen eigene Wörter oder Sätze einrichten, die sich schnell einfügen lassen, wenn ihr wenige Zeichen eintippt – etwa Adressen, Telefonnummern etc.
Ab Werk sind bereits einige Kurzbefehle voreingestellt, die ihr vielleicht schon einmal gesehen habt. Tippt ihr in einer Nachricht oder E-Mail beispielsweise »mfg« ein, erscheint »Mit freundlichen Grüßen« in den Textvorschlägen oberhalb der Tastatur.
Ein Tippen auf die Leertaste genügt und die Wortfolge wird eingefügt.
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Das mag trivial klingen, spart mir im Alltag aber viel Tipperei auf der Tastatur – ob beim Schreiben von Mails, ausfüllen von Formularen oder sonstigem.
Das Beste: Das Feature funktioniert nicht nur auf dem iPhone, sondern synchronisiert sich über iCloud auch mit iPad oder Mac.
So nutzt ihr die Textersetzung auf dem iPhone
- Wechselt in die Einstellungen zu Allgemein > Tastatur > Textersetzung.
- Über das Plus-Symbol oben rechts im Bildschirm könnt ihr nun einen neuen Kurzbefehl anlegen.
- In der oberen Zeile bei »Text« tragt das Wort oder den Satz ein, den ihr abkürzen möchtet – beispielsweise »bin gleich da!«.
- Im unteren Feld »Kurzbefehl« wählt ihr eine passende Abkürzung wie »bgd«.
- Speichert den Shortcut über »Sichern« ab.
Gebt ihr nun in einem Textfeld »bgd« ein, wird euch automatisch die ganze Wortfolge vorgeschlagen.
Tippt ihr auf die Leertaste, wird sie eingefügt – möchtet ihr das nicht, dann tippt bei den Textvorschlägen auf »bgd« – dann bleibt es bei den drei Buchstaben.
Dafür nutze ich die Texteresetzung im Alltag
Ich verwende die Kurzbefehle für alles Mögliche:
- E-Mail-Adressen: Statt meine ganze E-Mail-Adresse einzugeben, tippe ich einfach »m@« ein und kann sie direkt einfügen. Da ich einige Adressen habe, nutze ich einfach verschiedene Varianten des Shortscuts wie m@@ oder m@@@.
- Straßennamen und Orte: ich muss häufig irgendwo meinen Wohnort oder die Straße samt Hausnummer eingeben. Auch hier kürze ich über die ersten paar Buchstaben ab und so wird beispielsweise aus »ham« ganz schnell Hamburg.
- IBAN und Telefonnummer: Die eigene IBAN und Telefonnummer habe ich ebenfalls in meiner Liste hinterlegt. Gerade bei der IBAN ist das praktisch, da ich sie mir einfach nicht merken kann.
- Emojis: Ja, ich bin da noch etwas altmodisch unterwegs und tippe nach wie vor meine meistgenutzten Emojis über die Tastatur mit ;), :D, :P etc. ein. Über den Kurzbefehl kann ich sie einfach in grafische Symbole verwandeln. Gleiches könnt ihr auch tun, um grafische Pfeile, Gedankenstriche usw. zu erstellen.
- Benutzernamen, Floskeln und Co: Die Texterkennung lässt sich für alles Erdenkliche verwenden, das ihr häufig eingeben müsst. Ob Benutzernamen oder »adw« für »bin auf dem Weg« – ihr könnt euch austoben.
Bei den Kurzbefehlen selbst könnt ihr es wie ich machen und beispielsweise die Anfangsbuchstaben oder Ziffern verwenden. Mein Kollege Mirco nutzt für die Shortcuts hingegen eher Begrifflichkeiten wie »/bg« (Beste Grüße), um versehentliche Eingaben zu verhindern.
Überlegt einfach, welche Variante für euch im Alltag die sinnvollste ist.
Einschränkungen: Perfekt ist die Textersetzung nicht
Bei der Verwendung der Funktion gibt es kleine Einschränkungen, die ihr kennen solltet:
- Es ist nicht möglich, im Kurzbefehl ein Leerzeichen zu nutzen. Wollt ihr eure Straße »Am Berg 4« hinterlegen, würde »am b« also nicht funktionieren. Stattdessen müsst ihr euch für eine andere Variante entscheiden, etwa »berg« oder »straße«.
- Was ebenfalls nicht geht, ist die Nutzung von Absätzen im Textfeld. Schade, denn das wäre beispielsweise für ganze Adressblöcke praktisch. Mein persönlicher Workaround sind Shortcuts für Name, Straße und Wohnort, die ich nacheinander eintippe – auch das geht schneller, als alles per Hand einzugeben.
Fazit: Unterschätztes Feature, das im Alltag Zeit spart
Als ich beim Erstellen dieses Artikels meine Liste an Shortcuts durchgesehen habe, bin ich über ein Relikt aus der Vergangenheit gestolpert – eine Abkürzung für meine ICQ-Nummer. Das zeigt, wie lange ich diese Funktion bereits nutze.
Aus meinem Alltag ist die Textersetzung nicht wegzudenken, ich nutze sie ständig – viele Male am Tag. Gerade für Dinge wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Adressen finde ich sie extrem praktisch.
Dass die Funktion in meinem Umfeld so unbekannt ist, kann ich wirklich nicht verstehen. Sie spart so viel unnötige Tipperei. Solltet ihr die Textersetzung nicht kennen – schaut sie euch unbedingt einmal an.
Nutzt ihr sie selbst im Alltag? Dann schreibt doch mal in die Kommentare, wofür ihr das Feature am meisten verwendet. Vielleicht habt ihr außerdem noch nützliche Tipps, die ich hier nicht berücksichtigt habe.

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