Apple iPhone X - Produktion mit illegalen Überstunden von Schülern

Laut einem Bericht, den auch Apple inzwischen bestätigt hat, wurde das iPhone X unter anderem von Schülern hergestellt, die zu illegalen Überstunden gezwungen wurden.

von Georg Wieselsberger,
22.11.2017 09:09 Uhr

Die Herstellung des Apple iPhone X steht in der Kritik.Die Herstellung des Apple iPhone X steht in der Kritik.

Der Auftragshersteller Foxconn steht seit Jahren immer wieder wegen der dort herrschenden Arbeitsbedingungen stark in der Kritik. Erst recht, wenn dort Luxus-Produkte wie das teure iPhone X gefertigt werden, was auch für das Ansehen von Apple ein Problem ist.

Praktikum mit illegalen Überstunden

Laut einem Bericht der Financial Times (Paywall) wurden die rund 3.000 Schüler einer naheliegenden Schule für Bahnverkehr im September dazu gezwungen, in der Fabrik von Hon Hai Precision Industry in Shengzou in der Produktion des iPhone X zu arbeiten. Hon Hai ist im Westen als Foxconn bekannt.

Sechs der betroffenen Schüler, die zwischen 17 und 19 Jahren alt sind, berichteten, dass die Arbeit in der Fabrik einfach zu einem Praktikum erklärt wurde und ein solches sei für den Abschluss an der Schule eine zwingende Voraussetzung.

Das eigentliche Problem dabei war aber, dass die Schüler dabei ständig Arbeitstage mit 11 Stunden Arbeitszeit leisten mussten, was auch nach chinesischem Recht illegal ist.

Apple bestätigt Vorwürfe

Nachdem die Vorwürfe bekannt wurden, haben sowohl Apple als auch Foxconn gegenüber der Financial Times zugegeben, dass es tatsächlich entsprechende Fälle mit illegalen Überstunden von Schülern in der Produktionsstätte in Shengzou gegeben hat. In einem Statement von Apple, das CNBC zitiert, weist Apple darauf hin, dass die Schüler freiwillig dort gearbeitet hätten und auch korrekt bezahlt und versorgt wurden.

Allerdings hätten die Überstunden nicht erlaubt werden dürfen. Apple habe sofort Maßnahmen eingeleitet und nun seien Spezialisten vor Ort, die sicherstellen sollen, dass die Standards eingehalten werden. Die Schüler seien aber nur sehr kurz vor Ort gewesen und stellten ohnehin nur einen sehr kleinen Anteil der Arbeitskräfte in der Fabrik.

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