Strom über LAN?! Aqara löst jetzt echte Probleme im Smart Home von Morgen

Ich habe mir zwei brandneue Smart-Home-Geräte von Aqara angesehen. Mit dabei: eine der ersten Kameras mit Matter 1.5 und eine Türklingel mit PoE – also Stromversorgung über ein LAN-Kabel.

Mehr Sicherheit und vor allem Zuverlässigkeit im Smart Home: Aqara bringt neue Geräte auf den Markt und ich schaue sie mir an. Mehr Sicherheit und vor allem Zuverlässigkeit im Smart Home: Aqara bringt neue Geräte auf den Markt und ich schaue sie mir an.

Ein Smart Home ist Fluch und Segen zugleich. Ein Traum, wenn alles funktioniert und ich mich um nichts mehr kümmern muss – ein Albtraum, passende Geräte zu finden, die zu meinem System passen und mich nicht auf Dauer mehr nerven, als die „doofe“ Alternative, ganz ohne Smart-Kram.

Aqara ist eine sehr bekannte Marke für solchen „Smart-Kram“ und trifft in letzter Zeit verdammt viele gute Entscheidungen. Ich habe mir zwei neue Produkte angesehen und die lösen Probleme, die mich an Smart Home Geräten schon ewig nerven.

Hier geht's zur neuen Matter-Zentrale von Aqara

Überwachungskamera trifft Matter-Zentrale

Das erste Gerät, das ich mir aus dem neuen Produkt-Portfolio von Aqara angesehen habe, ist das Camera Hub G350. Überwachungskameras werden auch im privaten Umfeld immer beliebter, aber gerade da steht ein ziemlich dicker Elefant im Raum. Nicht wortwörtlich natürlich – genau dafür wäre eine Überwachungskamera ja pures Gold wert. Nein, sondern im übertragenen Sinne wegen Bedenken rund ums Thema Privatsphäre.

Süß sind die mitgelieferten Hasenöhrchen aus Silikon ja schon, auch wenn die Kamera bei mir ohne Kostüm zum Einsatz kam. Süß sind die mitgelieferten Hasenöhrchen aus Silikon ja schon, auch wenn die Kamera bei mir ohne Kostüm zum Einsatz kam.

Bevor wir also zu zwei ziemlich coolen Stärken der Kamera kommen, widme ich mich zuerst diesem Bedenken. Als Indoor-Kamera ist die G350 ja genau für die Räumlichkeiten gedacht, in denen ich mich frei und ungestört – besonders aber ungesehen – bewegen will. Für mich gibt es da bei einer Kamera nur eine adäquate Lösung: ein physischer Verschluss, der den Linsen die Sicht versperrt.

Genau das ist bei der G350 von Aqara der Fall. Die Linsen verschwinden nach dem Ausschalten komplett im Gehäuse:

Kamera an Kamera aus Kamera an Kamera aus

Ich muss mich nicht auf den blauen oder roten LED-Ring verlassen – wenn die Kamera aus ist, sind die Linsen verschlossen.

Die Möglichkeit, Video-Daten komplett lokal auf einer microSD-Karte oder auf einer lokalen NAS zu speichern, untermauert das Privatsphäre-Versprechen von Aqara noch weiter.

Jetzt selbst von der Aqara G350 Indoor-Kamera bei Amazon überzeugen

4K Indoor-Kamera mit Pan, Tilt und 9-facher Vergrößerung

Natürlich muss eine Überwachungskamera in erster Linie eines sein: eine gute Kamera. Aqara packt gleich zwei Linsen in die G350 und sorgt damit zum einen für ein extrem breites Blickfeld und zum andern für die Möglichkeit einer neunfachen Vergrößerung. An der Bildqualität beider Linsen gibt es wirklich nichts zu meckern.

Durch den beweglichen Standfuß und den drehbaren Kamera-„Kopf“ kann ich mich mit der Kamera auch in allen Bereichen eines Raums umsehen. Wichtiger ist diese Pan- und Tilt-Funktion aber für die automatische Objektverfolgung der Kamera. Übrigens auch lokal und ohne Cloud-Anbindung.

Die Kamera dreht ... ... und neigt sich Die Kamera dreht ... ... und neigt sich

Über zwei Achsen kann die Kamera gesamte Räume ohne Probleme abdecken.

Kamera mit Apple Secure Video und Matter-Zentrale inklusive

Die Aqara Camera Hub G350 ist eine der ersten ihrer Art, die den Matter 1.5 Smart-Home-Standard unterstützt. Dabei dient sie auch als fester Matter-Knotenpunkt, was der Name ja bereits vermuten ließ. Also gleich zwei Siege für eine bessere Smart-Home-Zukunft, wenn man mich fragt.

Matter-Hub und Kamera in einem Gerät – jetzt neu!

PoE-Video-Türklingel für Apple HomeKit

Das zweite neue Gerät im Bunde war eine echt vielversprechende Video-Türklingel. Ähnliche Klingelsysteme nutze ich nun seit knapp zweieinhalb Jahren, mal etwas mehr, mal weniger. So richtig ist der Funke nie übergesprungen.

Die Vorstellung, dass man mit Bild und Ton an der Haustür kommunizieren kann, egal, wo man gerade auch sein mag, ist natürlich cool. Aber zwei Punkte sind mir bislang enorm auf den Geist gegangen: Ständig sind irgendwelche Akkus leer und ein normales Gespräch ist aufgrund einer unerträglichen Latenz ohnehin kaum möglich. Der Grund lag in den bisher weitverbreiteten, kabellosen Systemen.

Gut, dass Aqara jetzt eine kabelgebundene Lösung präsentiert hat. Dabei setzt Aqara auf den simplen PoE-Standard.

Die erste Smart Home Türklingel, die immer funktioniert

Das Ethernet-Kabel liefert den Strom und ein stabiles Datensignal für die Aqara PoE Video-Türklingel. Das Ethernet-Kabel liefert den Strom und ein stabiles Datensignal für die Aqara PoE Video-Türklingel.

FAQ
Was bedeutet PoE?

PoE steht für Power over Ethernet. Damit ausgestattete netzwerkfähige Geräte können über ein einziges Standard-Ethernet-Kabel oder „LAN-Kabel“ gleichzeitig mit Daten und Strom versorgt werden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit eines separaten Stromkabels und eines eigenen Netzteils für das jeweilige Endgerät.

Was bringt PoE im Smart Home?

PoE-Geräte reduzieren den Verkabelungsaufwand erheblich und bieten mehr Flexibilität, da Endgeräte an Orten ohne nahegelegene Steckdose (z. B. an Decken oder Fassaden) installiert werden können.

Im Smart Home ist das besonders vorteilhaft für WLAN-Hotspots, Kameras und Türsprechanlagen. Die zentrale Stromversorgung in einem PoE-Netzwerk bietet einen weiteren Vorteil: Wird der PoE-Switch an eine unterbrechungsfreie Stromversorgung („USV“) angeschlossen, bleiben kritische Smart-Home- und Sicherheitskomponenten auch bei einem Stromausfall aktiv.

Was benötigt man für PoE im Netzwerk?

Für den Aufbau einer PoE-Verbindung sind grundsätzlich drei Dinge erforderlich:

PoE-Endgeräte: Das anzuschließende Smart-Home-Gerät muss PoE-kompatibel sein, um den Strom aus dem Netzwerkkabel verarbeiten zu können.

Stromquelle: Ein PoE-fähiger Netzwerk-Switch speist den Strom aus einem zentralen Netzteil ins Netzwerk ein.

Netzwerkkabel: Ein handelsübliches reicht, wobei mindestens Cat 5e, idealerweise Cat 6 oder darüber empfohlen wird.

Endlich eine smarte Klingel, die einfach funktioniert!

Mir fällt keine bessere Umschreibung für die neue Aqara G400 kabelgebundene Türklingel ein, als dass sie genau so funktioniert wie eine analoge Klingel – nur eben mit viel besserem Ton und sogar hochauflösendem Video. Klingt erst mal banal, aber das macht im Vergleich zu anderen Systemen in einem Wohnhaus einen gigantischen Unterschied.

Die erste Smart Home Türklingel, die immer funktioniert

Gerade wenn die Haustür von den Wohnräumen etwas weiter weg und durch Mauern oder gar Stockwerke getrennt ist, kommen kabellose Systeme an ihre Grenzen.

Jemand drückt die Klingel … es dauert … es gongt in der Wohnung, man geht zur Gegensprechanlage oder ans Handy … es dauert, man spricht … es dauert, der Besucher antwortet … es dauert – versteht ihr das Problem?

Wenig sorgt in mir für mehr Frust, als Technik, die nicht nach meiner Nase tanzt. Quelle: Adobe Stock. Wenig sorgt in mir für mehr Frust, als Technik, die nicht nach meiner Nase tanzt. Quelle: Adobe Stock.

Da geh' ich 10x lieber persönlich runter zur Tür, als mir diesen Latenz-Terror anzutun. Und genau da haben kabelgebundene Systeme einfach ihre glasklaren Vorteile. Über eine PoE-Version so einer Klingel habe ich mich also echt gefreut und jetzt bleibt tatsächlich nur noch ein finaler Wunsch übrig: Apple HomeKey.

Zum Glück hat Aqara mit dem U200 Türschloss auch dafür eine Lösung, die sich super mit der Türklingel kombinieren lässt. Die möchte ich mir daher auch als Nächstes ansehen.

Jetzt selbst von den neuen Produkten von Aqara überzeugen
Mit einem Einkaufswagen markierte Links sind so genannte Affiliate-Links. Beim Kauf über diese Links erhalten wir je nach Anbieter eine kleine Provision - ohne Auswirkung auf den Preis. Mehr Infos.