Sie brachten 10 Jahre lang jeden Tag ihr Mittagessen mit zur Arbeit: »Wir konnten mit 35 und 40 in Rente gehen« – auch dank Gamification [Best of GameStar]

Ein bemerkenswerter Weg, der sicher nicht für jeden geeignet ist.

Sehr früh in Rente zu gehen war diesem Paar auch aufgrund eines recht hohen Grundeinkommens möglich. (Bild: Daily Mail, Eheleute Donegan) Sehr früh in Rente zu gehen war diesem Paar auch aufgrund eines recht hohen Grundeinkommens möglich. (Bild: Daily Mail, Eheleute Donegan)

In Großbritannien und weit darüber hinaus haben eine Frau und ein Mann für Schlagzeilen gesorgt, weil sie es mit unter 40 Jahren geschafft haben, gemeinsam als Paar in Rente zu gehen.

Im Kern ist ihnen das durch einen möglichst sparsamen Lebenswandel und gezielte Anlagen gelungen, inklusive Elementen der Gamification. Sie haben sich also mit spielerischen Elementen gegenseitig dabei unterstützt, im Alltag möglichst wenig Geld auszugeben.

  • Laut Daily Mail (hinter einer Paywall) beläuft sich das Vermögen von Katie und Alan Donegan heute auf über zwei Millionen Euro. Ende November 2025 waren sie laut dem Artikel 40 und 45 Jahre alt.
  • Die Liste ihrer Sparmaßnahmen ist lang: Sie haben zehn Jahre lang ihr Mittagessen im voraus gekocht und zur Arbeit mitgebracht, lebten zu Beginn ihrer Beziehung fünf Jahre lang im Haus von Alans Mutter, sind nicht auswärts essen gegangen, haben auf das Heizen im Winter verzichtet und beim Einkaufen Coupons zum Sparen von Geld verwendet.
  • Sie verbringen ihre Zeit nun mit Reisen und ehrenamtlicher Arbeit. Außerdem geben sie Kurse zu ihren Finanz-Erfahrungen im Rahmen der so genannten FIRE-Bewegung (Financial Independence, Retire Early, zu Deutsch Finanzielle Unabhängigkeit, früh in Rente gehen).

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Der spielerische Aspekt kam durch Herausforderungen hinzu, die sie sich gegenseitig gesetzt haben. Dazu zählte es beispielsweise, das Handy nie daheim zu laden, sondern nur auswärts (auch wenn das nicht viel Geld gespart hat).

Dazu äußert sich Katie Donegan folgendermaßen:

Wir haben das Sparen spielerisch betrachtet – es ging nie um Entbehrung, sondern um Kreativität und Freiheit [...]. Wir haben im Winter die Heizung nicht eingeschaltet – außer, wenn meine Mutter zu Besuch kam. Stattdessen haben wir uns warm angezogen, Wärmflaschen benutzt und daraus ein Spiel gemacht.

Berufliche Basis und die wichtigsten Schritte

Katie hat als Versicherungsmathematikerin etwa 66.000 Euro im Jahr verdient und Alan durch Schulung für das Halten von Präsentationen knapp über 70.000 Euro.

Es handelt sich also um durchaus beachtliche Gehälter, die eine sehr gute Basis für das Vorhaben der Donegans geschaffen haben.

Um ihr Geld zu vermehren, setzen sie auf kostengünstige globale Indexfonds. Dabei wird automatisiert versucht, die Aktien eines bestimmten Index zu kaufen, die sich auf Dauer am lukrativsten entwickeln.

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Man muss das Gleiche wollen

An einem Strang zu ziehen, sei dabei laut dem Paar besonders wichtig gewesen. Die folgenden Aspekte standen für ihren Erfolg im Mittelpunkt:

  1. Die eigenen Ausgaben stets genau festhalten und im Blick haben.
  2. Eine möglichst große Lücke zwischen dem entwickeln, was man verdient und dem, was man ausgibt.
  3. Das gesparte Geld gewinnbringend investieren, ohne es zu kompliziert zu machen.
  4. Auf eine bestimmte Summe abzuzielen statt auf ein bestimmtes Alter, in dem man frühzeitig in den Ruhestand geht.

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Der Gedankengang dahinter ist letztlich simpel, wie Alan erklärt:

Wir alle wurden dazu erzogen, zu glauben und anzunehmen, dass man bis zum normalen Rentenalter oder bis zum Erreichen der staatlichen Altersgrenze arbeiten muss. Wir haben entdeckt, dass man in Rente gehen kann, wenn man einen bestimmten Geldbetrag erreicht hat und die eigenen Investitionen die Ausgaben decken.

Ein Beispiel, dem offenbar viele folgen wollen. Laut Katie und Alan haben bereits 50.000 Menschen ihre Kurse besucht, die sie über zehn Wochen lang sogar kostenlos anbieten.

In Jahr 2025 alleine sollen es 35.000 Menschen aus über 60 Ländern gewesen sein.


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