DDR4-Arbeitsspeicher - So günstig wie seit drei Jahren nicht mehr

Der Preisverfall beim Arbeitsspeicher setzt sich fort: Bis Ende 2019 könnten 8 GByte-DRAM die 30-US-Dollar-Marke erreichen. In Deutschland sind DRAM-Module mit 2x8 Gigabyte bereits für unter 80 Euro zu haben.

von Sara Petzold,
10.04.2019 13:15 Uhr

Die Preise für Arbeitsspeicher sollen das ganze Jahr über sinken.Die Preise für Arbeitsspeicher sollen das ganze Jahr über sinken.

Update, 10.04.2019: Der Preisverfall beim DRAM ist mittlerweile auch in Deutschland angekommen. Wie PCGamesHardware berichtet, gibt es derzeit zum ersten Mal seit dem Herbst 2016 wieder Arbeitsspeicher als 16-Gigabyte-Kit mit zwei Riegeln mit je acht Gigabyte DDR4-3000 für unter 80 Euro.

In den Preisvergleichen kostet G.Sklills Aegis DIMM Kit mit 16 Gigabyte DDR4-3000 Speicher aktuell rund 77 Euro. Für einen höheren Speichertakt ab 3200 Megahertz werden derzeit noch mindestens 90 Euro fällig - die Preise sollen aber noch weiter fallen, wie in unserer ursprünglichen Meldung unten ausgeführt.

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Originalmeldung: Arbeitsspeicher wird immer günstiger – und ein Ende des Preisverfalls ist nicht in Sicht. Aufgrund mangelnder Nachfrage und überfüllter Lager setzt sich der Abwärtstrend einem Bericht von TrendForce/DRAMeXchange zufolge auch im dritten Quartal 2019 fort und könnte bis zum Jahresende unter die Marke von 30 US-Dollar für 8 GByte DRAM sinken.

Laut der Analyse von DRAMeXchange werden die Preise für Arbeitsspeicher im ersten Quartal 2019 kontinuierlich um voraussichtlich 20 Prozent einbrechen. Der bisherige Preisverfall habe die Nachfrage bislang nicht ankurbeln können, weshalb die Preise weiter fallen.

Die Hersteller werden den Analysten zufolge ihre Produkte günstiger anbieten, um Platz im eigenen Lager zu schaffen – vor allem DRAM für PCs und Server werden von den sinkenden Preisen betroffen sein.

Geringerer Preisverfall in der zweiten Jahreshälfte

Für die zweite Hälfte des Jahres 2019 wird der Preisverfall im dritten und vierten Quartal signifikant davon abhängen, inwiefern sich die Nachfrage erholen kann und wie viel Lagerbestände die Hersteller verkaufen können.

Die Analysten gehen derzeit aber davon aus, dass das Überangebot im zweiten Halbjahr 2019 geringer ausfallen wird als während der ersten Jahreshälfte 2019.

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Preise sinken bis zum Jahresende 2019

Trotzdem können Verbraucher bis zum Jahresende 2019 weiterhin mit deutlich sinkenden Preisen für DRAM rechnen. DRAMeXchange geht davon aus, dass der Preis für Mainstream-Module mit 8 GByte im zweiten Halbjahr auf unter 35 US-Dollar und bis zum Jahresende auf unter 30 US-Dollar sinken könnte.

Für Verbraucher prognostizieren die Analysten einen Preisverfall von 15-20 Prozent im zweiten und weiteren zehn Prozent im dritten Quartal 2019.

Wie ComputerBase berichtet, wäre bei einem Preis von 30 US-Dollar pro Modul fast der historische Tiefstand aus dem Jahr 2012 erreicht, als DDR-3-Speicher für 25 Euro pro 8 GByte zu haben war.

Kurze Zeit später stieg der Preis rasant an, bevor es zwischenzeitlich 16 GByte DDR4-RAM für unter 50 Euro zu kaufen gab. Nach dem Hoch der verganenen Jahre folgte das aktuelle Tief, an deren Ende wieder mit neuen Preissteigerungen zu rechnen sein dürfte.

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