Autos herstellen ist ein teurer Prozess. Um neue Modelle zu entwickeln, bauen Hersteller wie Porsche, Ford und Co. Modelle aus Ton – und das schon seit über 100 Jahren. Obwohl der Prozess sehr kostspielig ist, wird weiter daran festgehalten und Autos in Originalgröße per Hand modelliert. Doch wieso?
Ton ist extrem formbar
Klar, vor 100 Jahren gab es noch keine Computer, da war es praktikabel, ein Vehikel formen zu können. Ein Video auf YouTube von Business Insider zu diesem Thema gibt Aufschluss.
- Entwickler können on the fly Änderungen vornehmen. Das funktioniert nur mit einem stark formbaren Material wie Ton.
- Hinzu kommt, dass Fehler leicht ausgebessert werden können. Etwas funktioniert nicht wie gedacht? Dann erweichen Entwickler den Ton mit einer Heißluftpistole und legen nochmal Hand an.
Nicht alles an einem Ton-Auto besteht auch aus Ton. In erster Linie betrifft das nur die Karosserie. Kleinigkeiten wie Kühlergrills oder Lichter kommen aus dem 3D-Drucker. Außerdem ist das Chassis auf ein Modell aufgezogen, sodass nur die Außenhülle aus Ton besteht.
Ton ermöglicht reale Bedingungen
Computermodelle mögen leichter erstellt sein als ein Auto aus Ton, doch es hat aus Augen der Entwickler einen Nachteil: Echte Bedingungen können nur simuliert, aber nicht nachgestellt werden.
Um die Aerodynamik zu testen, können Attrappen in einen echten Windtunnel gestellt werden. Das funktioniert mit dem Modell im Computer nicht.
Stunden über Stunden werden verwendet, um das Design zu finalisieren. Designer stehen ebenfalls bereit, um spontan Änderungen vornehmen zu können.
Ton zeigt, wie das Auto aussieht
Dadurch, dass die Autos in Originalgröße aus Ton gebaut werden, sieht man am Ende auch, wie das Auto aussehen wird.
- Wie wirkt das Auto in natürlichem Licht?
- Gibt es Design-Elemente, die nicht gut aussehen?
Einer der Entwickler sagt im Interview, dass es vor allem auch um Emotionen geht. Die kommen nur zustande, wenn das Auto in voller Pracht vor einem steht. Digitale Nachbildungen hätten nicht denselben Effekt.
Wollt ihr noch mehr zum Prozess wissen, schaut euch gern das gesamte Video von Business Insider an.
Link zum YouTube-Inhalt
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Auch zum Thema VR wird der Entwickler im Video befragt. Der zeigt sich wohl beruhigt. Trotz voranschreitender Technik sieht er seinen Job als Designer von Ton-Autos nicht in Gefahr.
Wusstet ihr, dass manche Autohersteller auf Ton-Autos setzen? Habt ihr so einen Prototyp vielleicht sogar schon mal live gesehen? Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.

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