Im Vergleich zu Industriegiganten, wie Anker und UGREEN ist Baseus hierzulande ein noch weniger bekannter Zubehör-Hersteller.
Ich hatte selbst bisher noch keine Erfahrung mit den Produkten des Herstellers, weshalb es mich sehr gefreut hat, als mir die Gelegenheit geboten wurde, das neue Smartphone-Zubehör von Baseus auszuprobieren.
Ich habe die Gadgets schon seit etwa einem Monat im Einsatz und neben der schönen Optik hat mich vor allem eines der Produkte sehr überzeugt.
Fangen wir aber bei den Powerbanks an.
Powerbanks dürfen auch schön sein
Zugegeben, eine Powerbank muss vor allem drei Bedingungen erfüllen:
- genügend Ladeleistung für eure Geräte
- genügend Kapazität für euer Nutzungsverhalten
- nicht in Flammen aufgehen
Es gibt jedoch ein weiteres Feature, das eine wichtige vierte Säule bildet: das Design. Es gibt nicht wenige Menschen, die einen Kauf nicht von Specs abhängig machen, sondern eben von der Farbe, der verwendeten Materialien oder anderen Äußerlichkeiten.
Die beiden magnetischen Powerbanks sehen in meinen Augen fantastisch aus und sie machen dank ihres Metallgehäuses einen sehr wertigen Eindruck.
Baseus PicoGo (AM52): Die dickere der beiden Powerbanks verfügt über eine großzügige Gesamtkapazität von 10.000 mAh.
- Sie unterstützt den Qi2.2-Standard und kann somit moderne Smartphones mit bis zu 25 Watt Leistung aufladen.
- Kabelgebundenes Laden wird mit bis zu 45 Watt unterstützt. Es ist ein kurzes USB-C-zu-USB-C-Kabel integriert.
- Die magnetische Seite ist gummiert, damit eure Handyrückseite nicht zerkratzt.
Baseus PicoGo Air (AM71): Der Name ist Programm; diese Powerbank ist nur wenige Millimeter dünn. Das geht allerdings nicht ohne einige Kompromisse:
- Die Gesamtkapazität beträgt nur 5.000 mAh. Für eine volle Ladung reicht das bei vielen Handys nicht aus.
- Die maximale Ladeleistung liegt bei nur 22,5 Watt.
- Es ist zwar ein kurzes USB-C-Kabel im Lieferumfang enthalten, jedoch ist es nicht im Design der Powerbank integriert.
- Die magnetische Seite ist nicht gummiert, aber es sind Kühlrippen vorhanden, die bei der Wärmeableitung helfen.
Der größte Vorteil dieser Powerbank ist defintiv das schlanke Profil. Auf technischer Ebene gibt es einige Einschränkungen. Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)
Fazit: Trotz der technischen Einschränkungen, habe ich in den letzten Wochen die sehr dünne PicoGo Air lieber mitgenommen, da sie in meiner Tasche kaum Platz wegnahm.
Zusätzlich wurde mein Handy trotz der Powerbank auf der Rückseite nicht wirklich dicker. Sie ist so dünn, dass mein Xiaomi 15 Ultra mitsamt Hülle endlich flach auf dem Tisch liegen kann (das Handy hat ein ziemlich dickes Kameramodul).
Die Kapazität war jedoch nicht ausreichend für eine volle Ladung und die dickere PicoGo ist insgesamt der bessere Allrounder – und sieht dennoch ganz schick aus.
Ladeadapter mit Bildschirm – ein Nice-to-Have
Baseus PicoGo Pro 100 Watt Fast Charger (AH22): Das dritte Produkt in der Dark Cherry Collection ist ein Ladegerät mit eingebautem Display. Warum braucht ein Ladegerät ein Display, fragt ihr euch? Solche Geräte »brauchen« definitiv keinen Bildschirm, aber er kann gelegentlich praktisch sein:
- Anzeige der aktuellen Ladeleistung: So stellt man einfach fest, welche Kabel schnell laden und welche Ladegeschwindigkeit bestimmte Geräte unterstützen.
- Temperaturanzeige: Das ist zwar kurz interessant, aber für die tägliche Nutzung im Alltag selten relevant.
- Ein- und Ausschalten der smarten Abschaltautomatik (warum sollte ich das jemals ausschalten?)
- Umschalten der drei verschiedenen Lade-Modi:
- Smart: verteilt die Leistung der drei USB-C-Anschlüsse automatisch, je nach Bedarf der angeschlossenen Geräte.
- Gentle: Lädt die Geräte mit moderaten 20 Watt, um Wärmeentwicklung minimal zu halten.
- Turbo: 100 Watt Ladeleistung für den USB-C1-Anschluss
Darüber hinaus ist das Ladegerät für ein Gerät, das 100 Watt bietet, besonders kompakt und dank des einklappbaren Eurosteckers besonders praktisch für Reisen.
Über den Bildschirm lassen sich verschiedene Daten anzeigen oder der Lademodus ändern. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)
Fazit: Auch wenn die Nützlichkeit des Bildschirms sich eher in Grenzen hält, kann ich den kompakten Ladeadapter von Baseus weiterempfehlen: Er bietet eine hohe Ladeleistung, ist praktisch für Reisen und sieht obendrein schick aus.
Beachtet jedoch, dass die 100 Watt nur vollständig nur über einen Anschluss gleichzeitig geliefert werden.
Passend zum Thema: Drei magnetische Powerbanks von Anker, UGREEN und Lisen im Vergleich
Die größte Überraschung: Die Baseus Inspire XC1
Am meisten haben mich die Baseus Inspire XC1 überrascht. Dabei handelt es sich um sogenannte Clip-On-Earbuds. Das sind im Grunde Open-Ear-Kopfhörer, also solche, die den Gehörkanal freilassen und nicht vollständig versiegeln, indem sie an das Ohr geklemmt werden. Von Weitem betrachtet könnte man sie für Ohrringe halten.
Die Inspire XC1 sind schon länger auf dem Markt verfügbar und erscheinen jetzt in der neuen Dark-Cherry-Farbe. Baseus kannte ich zwar schon länger, aber mit Kopfhörern habe ich sie noch nie in Verbindung gebracht – bis jetzt.
Nachdem ich die Inspire XC1 ausprobiert habe, werde ich das in Zukunft auf jeden Fall tun.
- Wie es für Open-Ear-Kopfhörer üblich ist, sind sie überaus bequem. Selbst nach langer Tragezeit spürt man sie kaum.
- Die Soundqualität ist exzellent! Der Inspire XC1 wurde in Zusammenarbeit mit Bose entwickelt und ich war richtig erstaunt, wie kräftig und klar diese Open-Ear-Kopfhörer klingen. Der Klang lässt sich außerdem nach Belieben anpassen und es werden auch Dolby Audio und LDAC unterstützt.
- Ich habe sie außerdem für viele Telefonate, sowohl indoor als auch outdoor, verwendet und meine Gesprächspartner hatten keine Schwierigkeiten, mich zu verstehen.
- Die IP66-Klasse schützt das Gerät vor Schweiß, Regen und Kleinpartikeln.
Was mir weniger gut gefallen hat, war die kurze Akkulaufzeit bei Nutzung von LDAC oder Dolby Audio. Nach etwa vier bis fünf Stunden piepst der erste Hörer und warnt mich, dass der Saft bald alle ist. Ohne den hochauflösenden Codec oder Raumklang hält eine Ladung etwa acht Stunden.
Fazit: Die Baseus Inspire XC1 sind mit einem aktuellen Preis von etwa 120 Euro nicht besonders günstig, aber auch nicht sehr teuer. Wenn ihr auf der Suche nach offenen Earbuds mit hohem Tragekomfort und toller Audioqualität seid, dann solltet ihr sie definitiv in die engere Auswahl nehmen – solange euch das Design auch gefällt.




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