Bill Gates sieht das Potenzial, den Großteil menschlicher Arbeit durch KI zu ersetzen – und das hält er nicht zwangsläufig für schlecht.
Werden wir dann immer noch Menschen brauchen?
– Für die meisten Dinge nicht.
Bill Gates erklärt im Interview mit Jimmy Fallon, dass seiner Ansicht nach sehr viele sehr unterschiedliche Berufe in absehbarer Zeit von Maschinen erledigt werden können.
- Dabei spricht er einerseits von Tätigkeiten, die durch technische Entwicklung seit jeher weniger Arbeitskraft erfordern. So werde die Produktion von Waren und Lebensmittel und deren Transport irgendwann vollständig automatisiert sein.
- Andererseits nennt er auch hoch spezialisierte Berufe, die seiner Prognose nach gerade KI überflüssig machen wird. Denn Intelligenz werde kein seltenes, teures Gut mehr bleiben.
- Als Beispiel nimmt er hierfür Ärzte und Lehrer. Sehr guter ärztlicher Rat und Unterricht würden innerhalb der nächsten zehn Jahre praktisch kostenlos zu haben sein.
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Eine Frage der Gestaltung
Auf Fallons Frage, ob wir denn in Zukunft noch Menschen brauchen werden, fallen Gates Baseballspieler ein. Seiner Ansicht nach werden Menschen nicht zwei Maschinen gegeneinander spielen sehen wollen.
Auch Gates gibt zu, dass seine Prognose ein bisschen gruselig
sei. Allerdings müssen die Entwicklungen nicht zwangsläufig schlecht sein.
Damit käme auch sehr viel Veränderung. Wie werden Jobs sein? Werden wir nur 2-3 Tage die Woche arbeiten?
Für Gates ist die Frage, wie wir diese neuen Gegebenheiten gestalten werden, zentral. Allerdings äußert er sich hierzu nicht weiter, das ist für ihn etwas unbekanntes Terrain
.
Bill Gates ist nicht nur ein neutraler Beobachter
Bei Jimmy Fallon gibt sich Gates als innovationsbegeisterter Beobachter. Allerdings ist er auch Multimilliardär. Und dieser Reichtum ist nicht nur Ergebnis eines innovativen Genies.
Rich Miner, Ex-Microsoft-Mitarbeiter und Mitbegründer von Android, kritisierte Anfang des Jahres Bill Gates und weist dabei besonders auf dessen Monopol-Anspruch als Unternehmer hin.
Das unbekannte Terrain, von dem Gates spricht, umfasst indes nicht nur die Frage nach der reinen Arbeitszeit, sondern auch nach der Verteilung von Kapital. Denn wenn KI den Großteil der Arbeit übernimmt, wer profitiert von der gesteigerten Produktivität?
Bleibt Wohlstand bei einigen wenigen wie Gates konzentriert, oder sorgt die Automatisierung für mehr Freizeit bei fairer Entlohnung?
Die nächste Frage, die Gates über die Zukunft der Arbeit gestellt werden könnte, könnte also durchaus lauten: Wenn nur noch Baseballspieler arbeiten, wem gehört dann das Stadion?
Was denkt ihr darüber? Wird KI auch eurer Meinung nach viele Berufe überflüssig machen? Oder ist das eher eine utopische Vorstellung des Tech-Milliardären Gates? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!


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