Unter 100 Euro: Ich habe das Boya Magic Mikrofon mit Noise Cancelling getestet und brauche jetzt kein anderes mehr

Das Boya Magic ist ein vielseitiges 4-in-1-Mikrofon mit kompaktem Design und starkem Noise-Cancelling. Nach mehreren Monaten im Einsatz bin ich mir sicher: Ich brauche kein anderes mehr.

Das Boya Magic ist ein Alleskönner. Im Test verrate ich, warum es mein Daily Driver ist. Das Boya Magic ist ein Alleskönner. Im Test verrate ich, warum es mein Daily Driver ist.

Was macht ein Mikrofon wirklich besonders? Gute Klangqualität allein reicht heute nicht mehr. Das Boya Magic hebt sich auf eine andere Art aus der Masse hervor: Es ersetzt gleich vier verschiedene Mikrofon-Typen in einem einzigen, kompakten Kit. Lavalier-Mikro, Handmikrofon, Tischmikrofon und Kameramikrofon, alles in einem schlanken Ladecase, das locker in die Hosentasche passt.

Das Boya Magic habe ich bereits in meinem großen Boya-Vergleich als meinen persönlichen Favoriten vorgestellt. Seitdem habe ich es monatelang im Alltag genutzt – für Gamestar Tech, für private Videos, draußen im Wald und drinnen am Schreibtisch.

Und mein Fazit fällt eindeutig aus: Ich brauche kein anderes Mikrofon mehr. Warum ich nur noch zum Boya Magic greife, und was ihr beachten solltet, erfahrt ihr in meinem Test.

Transparenzhinweis & Rabattcode: Boya hat mir das Boya Magic kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keine Einsicht in den Inhalt des Artikels und es bestand keine Verpflichtung für einen Test. Mit dem Code BOYA1011 könnt ihr bei Amazon 10 Prozent sparen.

Preis-Leistungs-Tipp
Boya Magic
Boya Magic
Das Boya Magic ist der vielseitigste Allrounder, den ich bisher in dieser Preisklasse getestet habe. Vier Mikrofon-Konfigurationen, überzeugendes KI-Noise-Cancelling und eine beeindruckende Kompaktheit: Das Boya Magic ist für jeden Einsatzzweck geeignet. Wer nur auf maximale Klangqualität aus ist, findet bei anderen Herstellern mit mehr Budget möglicherweise etwas Besseres – wer aber Vielseitigkeit und Alltagstauglichkeit sucht, greift hier bedenkenlos zu.
  • Sehr gute Sprachqualität mit 48 kHz / 24 Bit
  • Sehr gute Geräuschunterdrückung
  • Kompaktes Design
  • Schnell & einfach einsatzbereit
  • Safety Track als Backup-Tonspur
  • Handgriffe für längere Interviews zu kurz
  • Magnete klein und fummelig
  • Windschutz-Puschel wirkt billig
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Die 3 Varianten des Boya Magic im Überblick

Wichtig zu wissen: Das Boya Magic ist in drei Ausstattungsvarianten erhältlich, die sich vor allem beim Lieferumfang und den Anschlussmöglichkeiten unterscheiden.

  • Die USB-C-Version (ca. 90 Euro) ist die günstigste Option und richtet sich an alle, die ausschließlich mit einem modernen Android-Handy oder einem aktuellen iPhone filmen. Für viele dürfte diese Variante vollkommen ausreichen – wer nur mit dem Handy filmt und keinen Kameraanschluss braucht, zahlt hier nicht für Zubehör, das er nie nutzt.
  • Die USB-C & Lightning-Version (ca. 120 Euro) legt einen zusätzlichen Lightning-Empfänger dazu. Das ist praktisch für alle, die noch ein älteres iPhone nutzen oder zwischen verschiedenen Geräten wechseln.
  • Die USB-C, Lightning & 3,5mm-TRS-Version (ca. 160 Euro) ist das vollständigste Paket für alle, die neben dem Handy auch eine DSLR oder Systemkamera verwenden.

Letztlich kommt es aber auf den eigenen Bedarf an. Da ich ausschließlich mit meinem iPhone 13 mini filme, kann ich auf den Lightning-Adapter nicht verzichten.

Der Lieferumfang des Komplettsets mit TRS-Adapter, Windpuschel für Hand- und Lavalier-Mikros und Aufbewahrungstasche. Der Lieferumfang des Komplettsets mit TRS-Adapter, Windpuschel für Hand- und Lavalier-Mikros und Aufbewahrungstasche.

Design und Verarbeitung: Klein, aber hochwertig

Was mich nach wie vor begeistert, ist die schiere Kompaktheit des Boya Magic. Die Lavalier-Mikrofone sind so dünn wie ein Strohhalm oder ein Kugelschreiber. Es ist definitiv das kleinste Mikrofon, das ich je in der Hand hatte.

Mit je 7 Gramm merkt man sie kaum an der Kleidung, und die Clips sowie Magnete halten im Alltag bombenfest. Letztere sind allerdings so winzig, dass man gut aufpassen sollte, sie nicht zu verlieren. Das ist einer der wenigen Kritikpunkte, die ich am Boya Magic habe, und ein Preis, den man für das beeindruckend kompakte Design zahlt.

Die Magnete sind winzig, aber halten bombenfest. Die Magnete sind winzig, aber halten bombenfest.

Das Ladecase selbst ist solide und hochwertig verarbeitet, schmal genug für die Hosentasche und trotzdem stabil. Was ich vom Windschutz-Puschel für die Lavalier-Mikrofone nicht behaupten kann: Sie wirken im Vergleich zum Rest des Kits etwas günstig und passen qualitativ nicht ganz zum Gesamteindruck.

Was ich genial finde: Der Empfänger für USB-C (oder Lightning) sowie beide Mikrofone samt Clips und Magneten sind direkt im Case befestigt. So hat man alles, was man für eine schnelle Aufnahme benötigt, in einem Lippenstift-großen Gehäuse immer dabei.

An der Unterseite des Gehäuses haftet der USB-C- oder Lightning-Adapter magnetisch. An der Unterseite des Gehäuses haftet der USB-C- oder Lightning-Adapter magnetisch.

Das Ladecase: Mehr als nur eine Aufbewahrungsbox

Apropos: Das Ladecase kann noch mehr. Es dient nicht nur als Aufbewahrungsort und Batterie für die zwei Lavalier-Mikrofone, sondern gleichzeitig auch als Gehäuse für drei der vier Mikrofon-Konfigurationen.

Das Case ist Aufbewahrungsbox, Akku und Handmikro in einem. Das Case ist Aufbewahrungsbox, Akku und Handmikro in einem.

Als Handmikrofon haltet ihr das Case einfach in der Hand und schiebt bei Bedarf den mitgelieferten Windschutz darüber. Für kurze Vox-Pop-Aufnahmen funktioniert das prima, für längere Interview-Sessions ist der Griff aber zu kurz geraten. Man hält das Mikrofon zwangsläufig sehr weit oben, was nach einer Weile unnatürlich wirkt und etwas unbequem wird.

Und mit dem – leider nur separat erhältlichen – Mini-Stativ habt ihr ein ordentliches Tischmikrofon für Streams oder Vertonungen. Das Stativ könnt ihr zudem an eurer Kamera befestigen.

Weil allerdings zwei der vier Einsatzmöglichkeiten das Mini-Stativ voraussetzen, ist es für mich absolut unverständlich, dass Boya den Tripod nicht wenigstens bei der teuersten Variante des Boya Magic beilegt. So müsst ihr noch einmal rund 30 Euro dafür ausgeben.

Das Boya Magic taugt auch als Handmikrofon – nur bei längeren Interviews ist der Griff etwas zu kurz. Das Boya Magic taugt auch als Handmikrofon – nur bei längeren Interviews ist der Griff etwas zu kurz.

Alltags-Performance: Klang, Noise-Cancelling und Bedienung

Die Aufnahmen erfolgen mit 48 kHz und 24 Bit, der Dynamikumfang beträgt 144 dB – Werte, die sich im Alltag klanglich bestätigen. Stimmen klingen klar, direkt und natürlich, drinnen wie draußen.

Im direkten Konkurrenzvergleich mit Mikrofonen wie dem DJI Mic ist das Boya Magic klanglich nicht zwingend die Nummer eins. Wer ausschließlich auf maximale Audioqualität aus ist und bereit ist, dafür mehr Geld auszugeben, findet dort möglicherweise etwas Besseres.

Das Alleinstellungsmerkmal des Boya Magic ist aber die Kombination aus sehr guter Sprachqualität, überzeugendem Noise Cancelling und einzigartiger Vielseitigkeit – und da hält es in der Preisklasse problemlos mit.

Die kleinen Mikros lassen sich via Clip oder Magnet fixieren. Die kleinen Mikros lassen sich via Clip oder Magnet fixieren.

Beim Noise Cancelling sticht das Boya Magic besonders hervor. KI-gestützte Geräuschunterdrückung bieten inzwischen fast alle Mikrofone in dieser Preisklasse, aber bei den meisten erkauft man sich die Ruhe damit, dass die eigene Stimme danach blechern beziehungsweise künstlich klingt. Beim Boya Magic ist das anders.

Ob vorbeifahrende Autos, Windgeräusche im Wald oder allgemeiner Stadtlärm: Das alles verschwindet komplett oder wird so stark gedämpft, dass es nicht mehr stört, während die Stimme klar und natürlich bleibt.

Aber hört selbst:

Video starten 0:49 Boya Magic Sprachqualität im Sound-Check: Mit und ohne Noise Cancelling

Zwei Stufen stehen zur Auswahl: Den starken Modus aktiviert ihr direkt per Knopf am Mikrofon, den schwächeren nur über die App – wer unterwegs schnell wechseln möchte, muss dafür erst das Handy zücken, was etwas unkomfortabel ist.

Die Bedienung ist übrigens angenehm simpel: Empfänger ins Handy, Mikrofon aus dem Case nehmen, fertig – das Mikrofon ist sofort einsatzbereit. Die kostenlose Boya Central-App, die ohne Nutzerkonto auskommt, lohnt sich trotzdem.

Hier könnt ihr zwischen Mono- und Stereo-Aufnahme wechseln, eure Klangkurve prüfen und auch die nützliche Safety-Track-Funktion aktivieren, die eine zweite Tonspur aufzeichnet.

Die Boya Central-App bietet Zugang zu einigen Funktionen wie der Sicherheitstonspur. Die Boya Central-App bietet Zugang zu einigen Funktionen wie der Sicherheitstonspur.

Die Akkulaufzeit liegt bei etwa 6 Stunden pro Mikrofon, mit dem Ladecase kommt ihr auf rund 30 Stunden. In all meinen Einsätzen habe ich das Mikrofon nie mitten in einer Aufnahme leer werden sehen.

Fazit: Ein starker Allrounder ab unter 100 Euro

Nach mehreren Monaten im beruflichen und privaten Einsatz hat das Boya Magic meinen ersten positiven Eindruck vollständig bestätigt. Es ist das Mikrofon, das ich einpacke, wenn ich nicht weiß, was mich erwartet, weil es schlicht für fast jede Situation gerüstet ist.

Die vier Konfigurationen, das überzeugende Noise Cancelling und die beeindruckende Kompaktheit machen es zum echten Allrounder. Kleine Abstriche gibt es beim Handgriff, der für längere Interviews zu kurz geraten ist, bei den etwas billig wirkenden Windschutz-Puscheln und bei den winzigen Clips und Magneten, die man gut im Blick behalten sollte.

Solltet ihr lediglich ein sehr gutes Kamera- oder Handy-Mikrofon suchen, gibt es bessere Alternativen wie das DJI Mic Mini oder Boyamic 2. Wer aber ein vielseitiges Mikrofon für unterschiedliche Situationen sucht, macht mit dem Boya Magic, je nach Variante ab rund 90 Euro, absolut nichts verkehrt.

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