OpenAI, das amerikanische Unternehmen hinter ChatGPT, hat angekündigt, ChatGPT wieder ans Netz zu lassen. Die KI wurde bisher nur mit Daten bis 2021 gefüttert. Was bedeutet das für die Nutzer?
Alle neuen Änderungen von ChatGPT auf einen Blick
ChatGPT surft jetzt: Auf Twitter schrieben die Entwickler, dass ChatGPT jetzt Zugriff auf das Internet hat und ihr mit der Hilfe von ChatGPT browsen könnt. In seinen Antworten stellt der KI-Chatbot jetzt zusätzlich Links zu den Quellen bereit.
Allerdings gibt es einen kleinen Haken. Der Zugriff auf diese neue Funktion mit dem Namen »Browse with bing« beschränkt sich aktuell nur auf das kostenpflichtige Upgrade von ChatGPT Plus
und Enterprise
.
Da die Entwickler von Microsoft unterstützt werden, ist die Nutzung von Bing wenig überraschend. Dabei handelt es sich um die Suchmaschine aus dem Hause Gates. Der KI-Bot von Microsoft unterstützt das Durchsuchen des Internets schon länger.
Allerdings versprechen die ChatGPT-Entwickler, dass diese Funktion bald für alle Nutzer zugänglich sein soll.
Vor ein paar Tagen hat OpenAI außerdem angekündigt, dass es bald möglich sei, per Sprachsteuerung mit der KI zu interagieren.
Link zum Twitter-Inhalt
Was ist daran so besonders?
Es war auch davor schon möglich, ChatGPT zu verschiedensten Themen zu fragen. Allerdings beschränkte sich sein Wissen auf die Zeit bis September 2021 und bei Antworten wurden keine Links bereitgestellt.
Fragt man ChatGPT jetzt beispielsweise zu Nachrichten der letzten Wochen, antwortet er nicht mehr mit der Nachricht, keine Echtzeitinformationen bereitstellen zu können.
Ganz neu ist dieses Konzept allerdings nicht. Google Bard zeigt auf Anfragen ebenfalls Links und kann die Antwort per Sprachausgabe wiedergeben.
Trotzdem ist es wichtig, dass dieser Schritt auch bei ChatGPT gegangen wird.
Was ist die Gefahr von Echtzeitdaten?
Bei einem geschlossenen Datensatz, auf den eine KI zugreifen kann, ist es aus der Sicht der Quellenkontrolle deutlich einfacher, schadhafte Antworten zu filtern. Hier kann von den Entwicklern sehr genau nach schlechtem Inhalt gesucht werden und dieser dann konsequenter ausgeschlossen werden. Die Qualität des Datensatzes ist also dementsprechend hoch.
Der Zugriff auf ein sich permanent veränderndes Netz mit tausenden neuen Inhalten pro Sekunde birgt daher ein gewisses Risiko. Auf Abfrage kann hier also eher eine falsche oder risikoreiche Antwort gegeben werden. Das Missbrauch-Potential steigt.
Daher ist es wichtig, dass jetzt zusätzlich zu den Antworten Quellen angegeben werden. Der Nutzer kann sich diese ansehen und selbst anhand der Ursprungsquelle entscheiden, wie wertvoll die erhaltenen Informationen sind.
Wer noch nicht ganz so genau weiß, wie ChatGPT funktioniert, kann das in diesem Artikel nachlesen. Außerdem könnt ihr hier nachlesen, wie sich die KI auf verschiedene Berufe auswirkt.
Was denkt ihr? Ist es ein wichtiger und richtiger Schritt, genau zu wissen, wo die KI eigentlich sucht, um die Quelle bewerten zu können? Was für Gefahren bringt die Suche im lebenden Netz mit sich? Denkt ihr, dass man ChatGPT jetzt einfacher manipulieren kann? Oder findet ihr eher, dass das aktuelle ChatGPT zu eingeschränkt ist? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.
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