In den letzten Jahren bin ich immer mehr zu einem regelmäßigen Nutzer von ChatGPT geworden, doch bisher habe ich darauf verzichtet, für den Chatbot Geld auszugeben – einfach, weil es bisher immer ohne ging, wenn auch mit Nachteilen.
Doch die Gründe für einen Plus-Account, der 20 US-Dollar im Monat kostet, werden immer zahlreicher, und mein Entschluss steht fest: Nach den Feiertagen werde ich einen Monat lang ChatGPT Plus testen. Aber welche Gründe gibt es dafür?
1. Der Texteditor-Modus Canvas
Seit neuestem kann jeder ChatGPT-Nutzer die Canvas-Funktion nutzen. Dabei handelt es sich um eine Art Texteditor, den ihr euch vorstellen könnt wie eine Mischung aus der normalen ChatGPT-Oberfläche und Word oder Google Docs – nur eben ohne die unzähligen Optionen für Formatierungen.
Bei Canvas geht es nur um den Inhalt des Textes, auch wenn ihr kleinere Formatierungen wie Überschriften oder Fettdruck nutzen könnt.
Der große Vorteil von Canvas ist, dass ihr mit ChatGPT an dem Text arbeiten könnt. Ihr könnt beispielsweise einen Absatz markieren und ChatGPT fragen, ob er für die Zielgruppe verständlich genug ist, oder einfach den kompletten Text umstrukturieren lassen, falls es mal nötig sein sollte.
Warum also ChatGPT Plus? Leider ist die Nutzung von Canvas für Free-User momentan auf gerade mal 8 Nachrichten in vier Stunden beschränkt. Für jemanden, der viel schreibt, ist das deutlich zu wenig. Mit Plus würde ich 80 Nachrichten über drei Stunden bekommen. Damit würde ich sicher erst mal klarkommen und die Möglichkeiten von Canvas besser austesten können.
2. Das Erstellen von GPTs
Selten höre ich noch etwas von der mittlerweile mehrere Monate alten Funktion der GPTs, dabei hat sie großes Potenzial. Bei GPTs handelt es sich um gesonderte Varianten von ChatGPT, die man auf bestimmte Zwecke trainieren kann.
Mit GPTs lassen sich also unter anderem Steuerberater-Chatbots erstellen oder Dozenten-GPTs für euer Problemfach und vieles mehr.
Wenn ihr ChatGPT kostenlos nutzt, könnt ihr diese GPTs übrigens auch schon ausprobieren. Ihr könnt nur keine eigenen GPTs erstellen.
Warum also ChatGPT Plus? Mit der Bezahlvariante hätte ich die Möglichkeit, eine eigene kleine KI zu trainieren. Dabei interessiert mich eher der Prozess, die KI zu formen, als das Ergebnis selbst, aber wer weiß, vielleicht baue ich ja eine überragende Deckbau-Maschine für Magic: The Gathering. Wenn ja, lasse ich es euch wissen.
3. Neue Features früher zur Verfügung
Der dritte Grund ist einfach, aber nicht weniger bedeutend: Immer wieder werden von OpenAI neue Funktionen und GPT-Modelle vorgestellt, die anfangs oftmals nur für Plus-Nutzer (und seit neuestem für die noch teureren Pro-Accounts) zur Verfügung stehen.
Da wir in Europa ohnehin für einige KI-Funktionen länger warten müssen, kann es gut sein, dass man Monate hinterherhinkt, ohne dass man großartig etwas dagegen unternehmen kann – außer Geld zu bezahlen.
Übrigens: Es gibt noch andere kleinere Gründe, die ebenfalls für ein Plus-Abo sprechen. Sie sind für mich zwar nicht ganz so bedeutend, doch ich will sie nicht unerwähnt lassen:
- Erweiterte Limits an Bildgenerationen durch DALL-E
- Advanced Voice Mode
- Beschränkter Zugriff auf o1 und o1-mini
- Höhere Priorität bei hohem Serverandrang
Das alles und die drei oben genannten Hauptgründe sorgen dafür, dass ich mir nach den Feiertagen ein Plus-Abo zulegen werde. Ob es sich wirklich lohnt, verrate ich euch dann knapp in einem Monat.
Würdet ihr für ChatGPT bezahlen? Verratet es uns unten in den Kommentaren!
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