ChatGPT startete als Non-Profit-Projekt, doch die neuesten Pläne seiner Macher zementieren die 180-Grad-Wende

In den nächsten Wochen soll die erste Stufe des Umbaus von ChatGPT bereits an Anwender ausgerollt werden.

ChatGPT soll zur Super-App umgebaut werden, um die Profitabilität zu steigern. (Bildquelle: YarikL, Adobe Stock) ChatGPT soll zur Super-App umgebaut werden, um die Profitabilität zu steigern. (Bildquelle: YarikL, Adobe Stock)

»Chat ist tot!« Wenn so ein Satz von einem Insider der ChatGPT-Macher fällt, sollten Nutzer der KI hellhörig werden. Das simple Tippen in ein Textfenster, um eine Antwort von einer KI zu erhalten, soll abgelöst werden.

Das KI-Unternehmen OpenAI plant laut eines Berichts der Financial Times einen radikalen Umbau seines weltbekannten KI-Tools: aus dem klassischen Chat-Programm soll eine allumfassende »Super-App« voller autonomer KI-Agenten werden.

Damit soll ChatGPT nicht mehr nur Fragen beantworten, sondern eigenständig komplexe Aufgaben erledigen.

Triebfeder dieses Kurswechsels ist ein klares Motiv: Profitabilität. Um sich im erbitterten Wettstreit mit Konkurrenten wie Google oder Anthropic zu behaupten und Investoren ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell zu präsentieren, lässt OpenAI den simplen Chat-Fokus hinter sich. Stattdessen sollen künftig autonome KI-Agenten und neue Premium-Produkte das Umsatzwachstum befeuern.

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Vom Textfeld zum digitalen Gehilfen

Für den Alltag bedeutet es einen Wechsel von einem passivem KI-Modell hin zu einem aktiven. Laut dem Bericht der Financial Times reicht das passive Modell nicht aus, um Kosten einzuspielen und profitabel zu sein. Die Zukunft gehöre den KI-Agenten.

Statt nur passiv Text, Code-Schnipsel oder Rezepte zu präsentieren, sollen diese digitalen Assistenten künftig aktiv werden.

Die Vision von OpenAI ist eine allumfassende »Super-App«, die tief in Arbeitsabläufe und Geräte integriert ist. Agenten können damit selbstständig Apps aufrufen, Dateien organisieren, Termine abgleichen, Urlaube buchen oder komplexe Recherche-Aufträge über mehrere Software-Schnittstellen hinweg ausführen.

Fokus auf Entwickler und Business-Kunden

Für Tech-Enthusiasten, Programmierer und Unternehmen hat sich dieser Kurswechsel schon seit einiger Zeit angedeutet. Mit Werkzeugen wie dem Programmier-Assistenten Codex hat OpenAI schon festgestellt, wie lukrativ spezialisierte KI-Tools sein können. Die meisten Codex-Nutzer würden laut Informationen der Financial Times für den Dienst zahlen.

Genau hier setzt die KI-Firma an und plant, den Fokus in Richtung professionelle Anwender zu verschieben. Unternehmen seien bereit, Geld für echte Automatisierung und messbare Zeitersparnisse auszugeben.

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Ein neues ChatGPT-Interface soll Anwender genau dahin bringen, wo Geld zu verdienen ist. Neben hauseigenen KI-Diensten sollen so auch Schnittstellen mit Partnern, wie Booking oder Canva, besser bedient werden.

Laut dem Bericht soll die Neuausrichtung bereits in den kommenden Wochen an erste Kunden ausgerollt werden und zuerst die ChatGPT-Webseite und offiziellen Apps betreffen.

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