KI hält Einzug in immer mehr Bereiche des Lebens, unter anderem auch in der Werbung. So versprach etwa Mark Zuckerbergs Konzern Meta letzten Monat, dass KI-Werbung auf den eigenen Plattformen besser machen würde.
Aber auch reine KI-Werbespots werden immer häufiger produziert. Coca Cola benutzt wie auch schon im letzten Jahr KI, um den alljährlich wiederkehrenden Werbespot mit den ikonischen Coca-Cola-Trucks zu produzieren.
Auf YouTube hat der Clip innerhalb eines Tages rund 190.000 Aufrufe bei 1600 Daumen hoch
bekommen.
Link zum YouTube-Inhalt
Anders als im letzten Jahr setzt Coca Cola nun vor allem auf staunende Tiere, die den vorbeifahrenden Trucks nachschauen. Letztes Jahr zeigte der Konzern in den drei produzierten Werbespots noch vermehrt Menschen, die allerdings durch unheimlich aussehende Gesichter und andere Fehler die Stimmung drückten.
Im aktuellen Werbevideo gibt es jedoch keinen einheitlichen Stil. Die Ersteller wechseln zwischen realistischer anmutenden Szenen und dem Cartoon-Look der Kulleraugen-Tiere hin und her. Auch die Bewegungen der Lebewesen – Eisbären, Pandas und Faultiere – sehen recht unnatürlich aus.
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34 Jahre später: Paul Rudd macht wieder Werbung für eine Nintendo-Konsole
Die Kommentare der Community sind eindeutig
Die Kommentare zu dem Video auf YouTube sprechen eine eindeutige Sprache. Gleich mehrere Nutzer prophezeien, dass vor allem Pepsi von den Werbespots profitieren werde.
So spricht Nutzer ikernasarre
vom »profitabelsten Werbespot in der Geschichte von Pepsi«. Für Kommentator SamGaming360
fühlt sich der Werbespot an, als ob er von einem einfachen Nutzer auf Facebook erstellt worden ist.
Das Kommentar des Nutzers abfilms4091
steht stellvertretend für viele weitere, die auf die schlechte Qualität des Gezeigten eingehen.
Abgesehen vom Einsatz von KI: Können die Marketingverantwortlichen nicht zwischen einer schlechten und einer guten Werbung unterscheiden? Eine Werbung ist etwas, das im Gedächtnis bleibt oder positive Gedanken und/oder Emotionen gegenüber der Marke hervorruft, die Wünsche der Kunden anspricht... und diese Werbung verfehlt ihr Ziel bei weitem. Wenn Kosteneinsparungen zu schlechten Werbespots führen, ist das reine Verschwendung. Das ist so grundlegend, dass sich die Werbung wie ein Punkt auf einer Checkliste anfühlt. Traurig für die Leute, die daran gearbeitet haben – ich wette, es hat genauso viel Spaß gemacht, sie zu erstellen, wie sie anzuschauen.
Für Coca Cola stehe der Zeitgewinn im Vordergrund, das berichtet das Magazin The Verge mit Verweis auf ein Interview des Coca Cola-Managers Manolo Arroyo mit dem Wall Street Journal.
Arroyo gibt an, dass die Produktion des KI-Videos nur einen Monat gedauert habe, die traditionellen Werbespots zur Weihnachtszeit dagegen einen Vorlauf von einem Jahr benötigten.
Nun ist eure Meinung gefragt. Was haltet ihr von dem Werbespot und KI-generierte Werbung im Allgemeinen? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.
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