Was hat Commodore heute vor? Kult-Hersteller sorgt mit »erstem komplett neuen Produkt seit über 30 Jahren« für Spekulationen

Am 16. Juni will Commodore sein erstes nach vorn gerichtetes Produkt seit Jahrzehnten zeigen. CEO Christian Simpson hält sich bedeckt – und heizt damit die Gerüchteküche kräftig an.

Nach der erfolgreichen Rückkehr des C64-Brotkastens hat Commodore-CEO Christian »Perfractic« Simpson etwas komplett Neues vor. (© Commodore) Nach der erfolgreichen Rückkehr des C64-Brotkastens hat Commodore-CEO Christian »Perfractic« Simpson etwas komplett Neues vor. (© Commodore)

Seit zwei Wochen brodelt die Gerüchteküche – und Commodore rührt kräftig um. Für den 16. Juni 2026 kündigte die wiederbelebte Kultmarke ein komplett neues Produkt an und hält seitdem gänzlich dicht.

Zwei Wochen. Ein Produkt. Keine Spoiler.

Das Besondere: Diesmal soll es nicht um eine weitere Neuauflage gehen. Während die bisherigen Geräte – der »C64 Ultimate« und die FPGA–Variante »C64C Ultimate« – die Vergangenheit wieder aufleben ließen, beschreibt CEO Christian Simpson das kommende Produkt als nach vorn gerichtet.

Entsprechend ist vollkommen unklar, was da genau auf uns zukommt. Auf der offiziellen Website streut Commodore lediglich Andeutungen: »Zwei Schritte vor, einen zurück«, heißt es dort wenige Stunden vor der Enthüllung um 10 Uhr deutscher Zeit.

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Simpsons Ansage: Nostalgie allein reicht nicht

Christian Simpson selbst ist auch ohne seine Übernahme der Commodore-Markenrechte (via PC Gamer) in der Retro–Szene als YouTuber »Perifractic« bekannt.

Das erste Lebenszeichen seiner Ägide war der »C64 Ultimate« – das erste Hardware–Produkt der Marke seit über 30 Jahren, der für rund 250 Euro startete.

Der Start lief nach Unternehmensangaben gut: Über 30.000 Einheiten seien gefertigt worden, in der Debüt–Woche habe man mehr als zwei Millionen US–Dollar eingenommen (via Tom's Hardware). Geplant sind zudem drei größere Veröffentlichungen pro Jahr.

  • Simpson begründet den Kurswechsel weg von Neuauflagen im zugehörigen X-Video ziemlich lapidar: Viele Stimmen – er selbst eingeschlossen – hätten zu Recht betont, dass Commodore nicht allein von Nostalgie leben könne. Man müsse ein wenig mutig sein, wenn die Marke Bestand haben solle.
  • Das neue Gerät soll dabei ausdrücklich kein Datensammler werden. Simpson beschreibt es sinngemäß als »Werkzeug für die Masse und keine Falle, die unsere Daten abgreift und unsere Aufmerksamkeit stiehlt«.
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Handheld, Tablet oder doch was ganz anderes?

Solange Commodore schweigt, spekuliert die Community munter vor sich her. In den Kommentaren bei Time Extension etwa reicht die Bandbreite vom Handheld über ein Commodore–Tablet bis zum schlichten Linux–PC oder gar einem Feature–Phone. Wirklich auszurechnen ist das Unternehmen noch ein paar Stunden nicht.

Einen Fingerzeig gibt Simpson aber doch: So kündigt er immerhin an, man werde dort weitermachen, wo Commodore in den 1990ern aufgehört habe – und zwar auf eine Art, die manche »ausflippen« lassen könnte.

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