Update vom 16. Juni 2026: Die Katze ist aus dem Sack: Beim neuen Commodore-Produkt handelt es sich um ein Klapphandy. Wir fassen alle bekannten Details zusammen.
Commodore beendet die Geheimniskrämerei und stellt sein neues Produkt vor: Das Klapphandy namens »Callback 8020« will sich bewusst gegen das Dauer-Online-Sein stellen.
- So sperrt das Klapphandy soziale Netzwerke und Webbrowser auf Systemebene dauerhaft aus – umgehen lässt sich die Blockade nicht. Auch Business-Apps wie die Microsoft-Office-Suite fehlen komplett.
- Als System dient kein klassisches Android, sondern ein angepasstes »Sailfish OS« der finnischen Firma Jolla, die aus ehemaligen Nokia-Ingenieuren hervorging. Über 99 Prozent der Android-Apps sollen auf Wunsch dennoch laufen. Explizit genannt werden etwa WhatsApp, Signal oder Spotify.
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Klapp-Design mit abgeschaltetem Touchscreen
Im Inneren des Callback 8020 sitzt ein MediaTek Helio G81 mit 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GByte Speicher, der sich per microSD erweitern lässt. Das äußere 1,77-Zoll-Display zeigt nur Zeit, Akku und Signal an; aufgeklappt wartet wiederum ein 3,25 Zoll großer Bildschirm 480 x 640 Pixeln.
Der Touchscreen an sich ist ab Werk deaktiviert. Standardmäßig wird hier per altehrwürdiger T9-Tastatur getippt. Eine konkrete Akkulaufzeit nennt Commodore bisher nicht, verspricht aber mehrere Tage Standby – und im Zweifel ist der auch austauschbar.
Preis, Farben und Marktstart
Die Vorbestellphase startet am 30. Juni um 10:00 Uhr deutscher Zeit; die ersten Lieferungen sollen wiedeurm im vierten Quartal 2026 folgen.
Das in den Farben Weiß, Silber und Beige erhältliche Callback 8020 startet bei 499 US-Dollar. Die gesonderten »Starlight Edition« sowie die goldene »Founders Edition« liegen bei 549 respektive 639 US-Dollar.
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Seit zwei Wochen brodelt die Gerüchteküche – und Commodore rührt kräftig um. Für den 16. Juni 2026 kündigte die wiederbelebte Kultmarke ein komplett neues Produkt an und hält seitdem gänzlich dicht.
Zwei Wochen. Ein Produkt. Keine Spoiler.
Das Besondere: Diesmal soll es nicht um eine weitere Neuauflage gehen. Während die bisherigen FPGA-basierten Geräte in Form des »C64 Ultimate« und »C64C Ultimate« die Vergangenheit wieder aufleben ließen, beschreibt CEO Christian Simpson das kommende Produkt als nach vorn gerichtet.
Entsprechend ist vollkommen unklar, was da genau auf uns zukommt. Auf der offiziellen Website streut Commodore lediglich Andeutungen: »Zwei Schritte vor, einen zurück«, heißt es dort wenige Stunden vor der Enthüllung um 10 Uhr deutscher Zeit.
Simpsons Ansage: Nostalgie allein reicht nicht
Christian Simpson selbst ist auch ohne seine Übernahme der Commodore-Markenrechte (via PC Gamer) in der Retro–Szene als YouTuber »Perifractic« bekannt.
Das erste Lebenszeichen seiner Ägide war der »C64 Ultimate« – das erste Hardware-Produkt der Marke seit über 30 Jahren, der für rund 250 Euro startete.
Der Start lief nach Unternehmensangaben gut: Über 30.000 Einheiten seien gefertigt worden, in der Debüt-Woche habe man mehr als zwei Millionen US-Dollar eingenommen (via Tom's Hardware). Geplant sind zudem drei größere Veröffentlichungen pro Jahr.
- Simpson begründet den Kurswechsel weg von Neuauflagen im zugehörigen X-Video ziemlich lapidar: Viele Stimmen – er selbst eingeschlossen – hätten zu Recht betont, dass Commodore nicht allein von Nostalgie leben könne. Man müsse ein wenig mutig sein, wenn die Marke Bestand haben solle.
- Das neue Gerät soll dabei ausdrücklich kein Datensammler werden. Simpson beschreibt es sinngemäß als »Werkzeug für die Masse und keine Falle, die unsere Daten abgreift und unsere Aufmerksamkeit stiehlt«.
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Handheld, Tablet oder doch was ganz anderes?
Solange Commodore schweigt, spekuliert die Community munter vor sich her. In den Kommentaren bei Time Extension etwa reicht die Bandbreite vom Handheld über ein Commodore-Tablet bis zum schlichten Linux-PC oder gar einem Feature-Phone. Wirklich auszurechnen ist das Unternehmen noch ein paar Stunden nicht.
Einen Fingerzeig gibt Simpson aber doch: So kündigt er immerhin an, man werde dort weitermachen, wo Commodore in den 1990ern aufgehört habe – und zwar auf eine Art, die manche »ausflippen« lassen könnte.
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