Update: Corsairs hochpreisiges Flaggschiff-Modell richtet sich an anspruchsvolle und vor allem gut betuchte Spieler. 330 Euro kostete es zum Release vor einem Jahr. Inzwischen bekommt ihr es ab 206 Euro (Tiefstpreis laut idealo.de) aber auch der durchschnittliche Angebotspreis im Jahresverlauf kann sich sehen lassen. Er steht bei rund 248 Euro.
Wenn euch meine Schilderungen im Testbericht ansprechen, solltet ihr meine große Kaufberatung mit den besten Gaming-Headsets im Auge behalten. Dort aktualisiere ich wöchentlich alle Preise und Links. Wenn das Corsair Virtuoso Max Wireless zum Schnäppchenpreis im Angebot sein, erfahrt ihr es dort.
Transparenzhinweis: Corsair hat mir das Virtuoso Max für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
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Virtuoso Max Wireless: Corsair stellt sein aktuell teuerstes Gaming-Headset vor
Bequem für mich – aber nicht für jeden
Erst einmal möchte ich diesem Headset etwas zugutehalten: Es hat ein Nele-Problem gelöst, das mich beim Testen des Corsair Virtuoso Pro noch massiv störte.
Auf der Innenseite des Kopfpolsters befinden sich bei beiden Corsair-Modellen kleine, sternförmige Stopper. Diese sollen den Halt am Oberkopf verbessern. Noch beim Virtuoso Pro haben mir diese Gummiteile aber bei jedem Auf- und Absetzen an den Haaren geziept.
Das neue Virtuoso Max setzt auf ein weniger gummiartiges Material. Die Sterne sind zudem weiter ins Polster eingelassen. Die gute Nachricht ist also, dass mir meine Haare nicht mehr herausgerissen werden. Die schlechte aber, dass das Headset schnell verrutscht, wenn ich mich nach vorn beuge. Der Effekt wird durch das vergleichsweise hohe Gewicht noch verstärkt.
Wo ich gerade schon von Komfort spreche: Manche andere Tester schreiben, sie empfänden das Headset wegen der recht dünn gehaltenen Ohrpolster als unbequem. Ausgerechnet in diesem Punkt muss ich für mich aber widersprechen. In diesem Fall spielt die Dicke der Polster meiner Meinung nach überhaupt keine so große Rolle, wie man denken könnte.
Das Geheimnis ist die Form und Größe der Ohrmuscheln. Sie sind kreisrund und dürften selbst auf größere Lauscher passen. Dadurch wird der Druck weitläufig verteilt. Ich finde es äußerst bequem. Ein Kollege mit Brille hat es ebenfalls getestet und empfand es als genauso komfortabel. Aber Komfort ist natürlich immer eine sehr individuelle Sache.
Sinnvoll und zu dem Preis mehr als angemessen ist die Wahlverbindung über Bluetooth und 2,4-GHz-Funk, und zwar gleichzeitig. Ich kann beispielsweise auf der PlayStation 5 Dragon Age spielen und am PC nebenbei Musik hören oder mit Leuten quatschen.
Individualisierter Sound nur am PC
Die einstellbare Sound-ID hat mir schon beim Corsair HS80 Max sehr gut gefallen. Diese individuelle ID kann ich auf jedes Corsair-Headset übertragen.
Ich kann keine Equalizer mit auf die PS5 oder andere Konsolen nehmen. Diese Funktionen gibt es nur auf dem PC. Auf der PS5 muss ich also mit dem Standardton leben, was mich in Dragon Age: The Veilguard aber nicht störte.
Der Ton ist voll und bietet eine gute räumliche Atmosphäre. Bässe werden wuchtig betont. Wer aber Mehrspieler auf seiner Konsole spielt, dem könnte es hier an Klarheit fehlen.
Selbstverständlich ist bei einem Gaming-Headset aus dem Premium-Segment auch ein Aufbewahrungsetui dabei. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)
Beim Metal: Hellsinger und beim Doom: The Dark Ages Spielen auf dem PC bemerkte ich aber etwas, was mir auch beim Musikhören auffiel: Auf höheren Lautstärken wird die Tonausgabe teilweise unsauber. Hellere Töne sind auf den Grundeinstellungen ein wenig unterrepräsentiert, was aber typisch für Gaming-Headsets ist.
Den meisten dürfte das kaum negativ auffallen. Die 50-Millimeter-Treiber machen ansonsten einen guten Job.
Kleinere Bugs, die nicht wehtun
Im ersten Testzeitraum traten zwar selten, aber dennoch wiederholt kleinere Bugs auf. Einmal wurde das Headset nicht als angeschaltet erkannt, einmal hat sich die Lautstärke scheinbar selbstständig heruntergeregelt und einmal wollte der USB-Dongle nicht aufhören, aggressiv rot zu blinken.
Spezifikationen
- Verbindung: Kabel oder kabellos via 2,4 GHz oder Bluetooth
- Treiber: 50 Millimeter-Graphen
- Kompatibilität: PC, Mac, PS5/PS4, Switch, Mobilie
- Frequenzbereich: 20 Hz bis 40 hHz
- Impedanz: 32 Ohm
- Sensibilität: 118 dB
- Mikrofon: abnehmbar (Steckverbindung), Omnidirectional
- Akkulaufzeit: bis zu 60 Stunden (Funkbetrieb, bei abgeschalteter Beleuchtung)
- Active Noise Cancellation: Ja
- Reichweite: Funk bis zu 15 Meter, Bluetooth bis zu 9 Meter
- Beleuchtung: Ja, RGB (abschaltbar)
- Software: iCUE SoundID
- Gewicht: 417 Gramm
Preis und Verfügbarkeit
- Release: Bereits erfolgt (15. Oktober 2024)
- Preis: 330 Euro (UVP), inzwischen ab 206 Euro (Tiefstpreis laut idealo.de)
So habe ich getestet
Ich hatte das Corsair Virtuoso Max ungefähr vier Wochen lang im Einsatz. Während dieser Zeit habe ich mit dem Headset während der Arbeit an Meetings teilgenommen, Musik und Serien konsumiert und nach Feierabend sowie an den Wochenenden gespielt. Darunter waren viele kleinere Point and Click-Indie-Titel, der Shooter Metal: Hellsinger und Dragon Age: The Veilguard auf der PS5 und der Koop It Takes Two. Außerdem habe ich mich privat stundenlang über Discord unterhalten.
Update: Im Verlauf des Jahres habe ich das Gerät immer wieder zum Spielen, Reden und Musikhören benutzt.
Alles kein Beinbruch und mit einem einfachen An- und wieder Ausschalten zu beheben. Trotzdem erst einmal nervig. Erneut schiele ich hier auf den von Corsair vorgeschlagenen Preis und denke mir, dass so etwas nicht gerade Premium
ist.
Update: Die hier beschriebenen Fehler traten ausschließlich während des Ersttestzeitraums auf. Im Langzeittest funktionierte alles einwandfrei.
Wichtige Verbesserungen
Wie ich zu diesem Preis auch erwarte, hat das Headset eine gelungene aktive Geräuschunterdrückung sowie einen Tranzparenzmodus. Mit beidem können wir bis zu einem bestimmten Maß bestimmen, wie viel wir von unserer Umwelt hören.
Wirklich angetan hat es mir das außergewöhnlich gute Mikrofon. Mehrere Gesprächspartner bestätigten mir während des Testzeitraums, dass ich sogar besser klinge als mit meinem Razer Blackshark V2 Pro (2023). Das will schon etwas heißen.
Besonders praktisch: Eine LED an der Spitze des Mikros informiert mich jederzeit darüber, ob ich stummgeschaltet bin. Sie leuchtet rot (aus) oder weißlich (an). Möchte ich das ändern, drücke ich einen bequem ertastbaren Schalter am anderen Ende des Mikros. Das ist in Meetings äußerst praktisch.
Generell empfand ich den Mut zur dezidierten Tastensteuerung am Headset als wirklich angenehm. Per Schieberegler wähle ich die Verbindung. Die Lautstärke regle ich, indem die geriffelte Ohrmuschel links gedreht wird. Die Schritte sind dabei sehr fein abgestimmt und alle Bedienelemente intuitiv durch Ertasten auffindbar.
Solltet ihr euch das Corsair Virtuoso Max kaufen?
Das Corsair Virtuoso Max lohnt sich für euch, wenn ihr ...
- ... in Sachen Komfort so tickt, wie ich im Artikel beschrieben habe und dezidierte Bedienelemente zu schätzen wisst.
- … bereit seid, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen.
- ... ihr ein wirklich gutes, abnehmbares Mikrofon mit Lichtindikatoren wollt.
Alternativen zum Corsair Virtuoso Max
- Audeze Maxwell (Test GamePro), wenn ihr einen noch besseren, detaillierteren Sound zu einem ähnlichen Preis wollt.
- Beyerdynamic MMX 330 Pro (Test) (offene Bauweise) oder 300 Pro (geschlossen), wenn ihr mit einem Kabel leben könnt und eines der klanglich besten Gaming-Headsets wollt. Der Preis ist ähnlich.
- Corsair HS80 Max (Test), wenn ihr ein leichtes, bequemes Headset wollt, das ebenfalls eine Sound-ID bietet, aber bloß einen Bruchteil kostet.
Weitere Alternativen zum Corsair Virtuoso Max findet ihr in unserer großen Kaufberatung zu dem Thema:

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