Manchmal macht es mir einfach Spaß, Unsinn anzustellen. Beispielsweise, indem ich Windows seinen geliebten Partitions-Buchstaben C
wegnehme (siehe auch das Video unten).
In diesem Fall geht es aber um Hardware statt um Software, genauer gesagt um die CPU.
Wie gut klappt es, bei einem High-End-Prozessor für 650 Euro Erdnussbutter statt Wärmeleitpaste zu verwenden? Finden wir es gemeinsam heraus!
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Was passiert, wenn man dem ersten Windows-Laufwerk den Buchstaben »C« wegnimmt?
Ein Geständnis zu Beginn
Wer Erdnussbutter mag, der weiß: Erdnussbutter ist nicht gleich Erdnussbutter. Da wäre schon allein die Grundsatzfrage Stückig oder cremig?
, von unterschiedlichen Konsistenzen, Inhaltsstoffen und Geschmäckern der verschiedenen Angebote auf dem Markt ganz zu schweigen.
Doch für diesen Test habe ich es mir zugegebenermaßen leicht gemacht und einfach die Erdnussbutter benutzt, die ich aktuell da habe. Glücklicherweise ist sie nicht stückig, aber völlig zufrieden bin ich damit kulinarisch nicht. Sie könnte cremiger sein.
Für diesen Test
kommt mir die etwas festere Konsistenz aber zugute, da sich die Erdnussbutter so leichter auftragen lässt.
Ich habe übrigens einen Punkt und die Fingermethode benutzt. Mehr zu den verschiedenen Varianten des Auftrages erfahrt ihr im Artikel Wie wichtig ist der richtige Umgang mit Wärmeleitpaste?
.
Erdnussbutter statt Wärmeleitpaste: Wie schlimm ist es?
Gar nicht mal so schlimm, was mich durchaus überrascht hat. Dennoch schneidet die Wärmeleitpaste, wie zu erwarten war, wesentlich besser ab.
- Als Testkandidat habe ich den Ryzen 9 9950X3D mit 16 Kernen verwendet, der aktuell für etwa 650 Euro zu haben ist.
- Der Lüfter des CPU-Kühlers lief fixiert bei maximaler Drehzahl von 1.900 Umdrehungen pro Minute, und auch sonst waren die Testbedingungen abseits des Wärmeleitmittels identisch.
- Als Stresstest habe ich den Cinebench 2026 genutzt, der alle Kerne des Prozessors voll auslastet. Die Ergebnisse sahen folgendermaßen aus:
| Cinebench | Wärmeleitpaste | Erdnussbutter |
|---|---|---|
| CPU-Temperatur | ~86 Grad | ~95 Grad |
| CPU-Taktrate | ~5.080 MHz | ~ 4.010 MHz |
Der PC läuft also trotz Erdnussbutter grundsätzlich problemlos weiter. Aber er wird so heiß, dass er die maximal erlaubte Temperaturgrenze sofort nach dem Start des Cinebenchs erreicht.
Das bedeutet gleichzeitig eine deutlich verminderte Leistung: Die Taktrate der CPU sinkt um etwa 1.000 MHz beziehungsweise 20 Prozent.
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Zwei wichtigen Fragen zum Schluss
Beim vergleichbaren Test meines Kollegen Alex mit Nougatcreme, den ich bewusst nicht vor meinem Experiment gelesen habe, um mir die Überraschung nicht zu verderben, hat jemand zu Recht nach einer olfaktorischen Einschätzung gefragt.
Beim Testen selbst habe ich keine besonderen Gerüche im Testraum festgestellt. Beim Entfernen der Erdnussbutter kam mir aber sofort ihr gewohnt markanter, nussiger Geruch entgegen.
Außerdem habe ich noch eine Umfrage für euch parat:
Das Fass Stückig oder cremig?
mache ich an dieser Stelle bewusst nicht auch noch auf.
Lasst mich als völlig ernst gemeinter Abschluss gerne in den Kommentaren wissen, mit welchem Ergebnis ihr vor dem Lesen dieses Artikels gerechnet habt? War euch klar, wie die Erdnussbutter abschneiden würde? Oder hättet ihr mit einem deutlich schlechteren (oder auch besseren) Ergebnis gerechnet?
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