Das Ende von 3D Vision - Nvidia beendet Treiber-Support im April

Zehn Jahre nach der Einführung von 3D Vision mit Shutter-Brille zum Spielen in stereoskopischem 3D stellt Nvidia den Support ein - geblieben sind TFTs mit 120 Hz und mehr.

von Florian Klein,
12.03.2019 20:05 Uhr

Nvidias erstes 3D Vision Kit wurde 2008 vorgestellt und gut zehn Jahre lang von jedem neuen Geforce-Treiber unterstützt - damit ist nun bald Schluss. Nvidias erstes 3D Vision Kit wurde 2008 vorgestellt und gut zehn Jahre lang von jedem neuen Geforce-Treiber unterstützt - damit ist nun bald Schluss.

Vor gut zehn Jahren im Februar 2009 erschien unser Test zu Nvidias erstem 3D Vision Kit, bestehend aus 3D-Brille und IR-Sender zur Synchronisation der Shutter-Brille mit der Darstellung auf dem TFT - der damals erstmalig 120 Hertz Bildwiederholfrequenz beherrschte, um den Augen im Wechsel jeweils 60 fps bieten zu können.

Jedes Auge bekam dabei eine perspektivisch leicht verschobene Darstellung derselben Spielszene präsentiert - das Gehirn lässt sich dadurch täuschen und es entsteht der 3D-Effekt, wie ihn die meisten heute aus dem Kino kennen.

Auf Fernsehern und eben Gaming-TFTs kam stereoskopisches 3D dagegen nie so richtig in Fahrt, zu anstrengend für die Augen, zu unbequem die Brillen, höherer Anforderungen an die Hardware, und so überzeugend waren viele Szenen dann doch nicht in Pseudo-3D.

Jedes Auge bekam abwechselnd eine leicht verschobene Ansicht derselben Szene präsentiert. Dafür dunkelte die Brille jedes Glas 60 Mal die Sekunde ab, während der TFT das Bild für das andere Auge darstellte - der Helligkeitsverlust war aber auch beim durchlässigen Glas sehr hoch. Jedes Auge bekam abwechselnd eine leicht verschobene Ansicht derselben Szene präsentiert. Dafür dunkelte die Brille jedes Glas 60 Mal die Sekunde ab, während der TFT das Bild für das andere Auge darstellte - der Helligkeitsverlust war aber auch beim durchlässigen Glas sehr hoch.

Letzter 3D Vision Treiber im April

Offiziell soll nun im April 2019 der letzte Geforce-Treiber der 418er-Reihe mit integriertem 3D-Vision-Support erscheinen, nachfolgende Versionen werden die Technik nicht mehr unterstützen. Wer also 3D Vision weiter nutzen möchte, muss künftig mit dieser alternden Treiberversion Vorlieb nehmen.

Schwerwiegende Bugs mit 3D Vision will Nvidia zwar noch ein Jahr lang bis in den April 2020 beheben, danach ist laut offiziellen Aussagen aber Schluss.

Die besten Gaming-Monitore

Lange hat Nvidia an 3D Vision festgehalten und nach der Vorstellung im Jahr 2008 dann 2011 noch eine überarbeitete 3D Vision 2-Version mit komfortablerer Brille und hellerer Darstellung im 3D-Modus (Light Boost, musste vom TFT unterstützt werden) nachgeschoben.

Ganz anders als das Spielen in stereoskopischem 3D ging es dagegen den dafür benötigten TFTs mit 120 Hz – heute sind Gaming-TFTs mit mehr als 60 Hz beliebter denn je, 3D Vision unterstützten die meisten aber schon länger nicht mehr.


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